Dienstag, 25. April 2017

LIEBLINGSGERICHT | Gebratene Maispoularde aus dem Ofen mit Ofengemüse


Foto: © Dorit Schmitt | Aromenspiele

Es gibt ein paar Rezepte, die mache ich mir übers Jahr verteilt immer wieder einmal sehr gerne. Dazu gehören: Spaghetti Bolognese, Ungarisches Gulasch, Wok Gemüsepfannen, Thai-Currys und (!) im Ofen gebratenes Geflügel mit Ofengemüse. Die Maispourlade habe ich diesmal nicht geschmort, sondern auf dem Rost im Ofen gebraten. So eine Poularde kommt dann gerne in den Ofen, wenn ich mal für Zwei koche.

Dabei sind die Rezepte in ihrer Zubereitung sehr variabel - es kommen einfach immer die Sachen dazu, die der Kühlschrank gerade so hergibt. Deshalb schmeckt mein Ofengemüse auch jedesmal ein kleines bisschen anders, weil unterschiedliche Gemüsesorten und vor allem unterschiedliche Gewürze verwendet wurden.

Diese hier haben mir jedoch so gut geschmeckt, dass ich schon für mich selbst das Rezept unbedingt aufschreiben muss, damit ich das so noch einmal nachmachen kann - denn das Besondere daran war die Gewürzmischung und der Orangensaft, mit dem das Gemüse aufgegossen wurde.

Das Hähnchen selbst bereite ich normalerweise so zu, dass ich es zerteile und direkt auf dem Gemüse brate. Aber diesmal habe ich das Hähnchen einfach auf den Rost gelegt und über dem Ofengemüse gebraten. Dabei hab ich es immer wieder mit einer Mischung aus Öl, Paprika, Salz und Sojasauce eingepinselt.

Inspiration für das Ofengemüse fand ich bei den Küchengöttern, abgewandelt habe ich es nach vorhandenen Zutaten und Gewürzen. Bei mir kamen diesmal folgende Zutaten in den Ofen: Süßkartoffel, Kartoffel, Karotte, Schalotten, Frühlingszwiebeln, Salzitrone, Knoblauch, Chili, Koriandersamen, Fenchel, Fenchelsamen, Anissamen, Orangensaft, Rosmarin und Champignons.

Die Gewürze habe ich zunächst mal ohne Fett in der Pfanne geröstet, bis sie dufteten. Dann in den Mörser und anchließend über das, in mundgerechten Stücke geschnittenes, Gemüse gegeben.

Foto: © Dorit Schmitt | Aromenspiele

Foto: © Dorit Schmitt | Aromenspiele

Foto: © Dorit Schmitt | Aromenspiele

Vorbereitung:
Maispoulrade mit kaltem Wasser abspülen, trockentupfen. Das Hähnchen oder die Poularde salzen und pfeffern - auch innen. Die gemischten Kräuter waschen und trocken schütteln, die Blättchen von den Stängeln zupfen und möglichst fein hacken. Dann die Kräuter in den Bauch des Hühnchens schieben. Das verleiht dem Fleisch ein herrliches Aroma!

Ofen auf 180°C. vorheizen.


So geht's dann ganz einfach:
Poularde mit der Brustseite nach oben auf einen Backrost legen und in den Ofen (Mitte, Umluft 180°) schieben, dabei ein Blech als Tropfschutz (darin liegt bereits das vorbereitete Ofengemüse) unter den Rost schieben. Mit einer Öl-Butter-Mischung wird die Poularde dann regelmäßig bestrichen.
Zum Huhn bepinseln habe ich mir eine Mischung aus: Honig, Paprika, Erdnussöll, etwas flüssiger Butter und einem Spritzer Teriyakisacue gemacht.

20 Minuten mit der Brust nach unten auf den Rost legen, dann wenden und die restlichen 40-50 Minuten mit der Brust nach oben fertig schön knusprig fertig braten.

Ofengemüse:
Gemüse und Zwiebeln auf ein tiefes Backblech geben und mit Öl, Knoblauch, Kräutern, Chili und Koriander mischen, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Nach 15-20 Minuten dann mit einem guten Schuss Weißwein, 100 ml Brühe und etwas (frisch gepresstem) Orangensaft aufgießen. Jetzt mit mit Backpapier gut abdecken, und weitere 30 Minuten garen lassen. Für die letzten Minuten der Garzeit des Hühnchens dann das Papier abnehmen. Das Gemüse nochmals durchrühren und offen in weiteren 10-20 Minuten bräunen lassen.

Das Gemüse wird bei mir vor dem Servieren immer noch mit einem guten, aromatisierten Olivenöl beträufelt! In diesem Fall passend zum Orangensaft, mit einem Orangen-Olivenöl.


Foto: © Dorit Schmitt | Aromenspiele

Foto: © Dorit Schmitt | Aromenspiele

Foto: © Dorit Schmitt | Aromenspiele