Sonntag, 23. Oktober 2016

WILDKÜCHE | Die Oktoberausgabe ist online

Dem Herbst und seinen Verlockungen erlegen

Quitten, Hagebutten, Äpfel und Birnen, Pilze, Wild und Karpfen haben jetzt Hauptsaison. Daher heißt es nun, sich auf die Jagd nach den besten Rezepten für diesen Monat zu machen. Wir haben für Sie köstliche Gerichte ins Visier genommen, die nicht nur Waidmänner glücklich machen.

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Der Oktober lädt ein, lange Spaziergänge in den letzten wärmenden Sonnenstrahlen zu unternehmen. Wer jetzt auf Waldwegen unterwegs ist, kann ein lautes Rascheln bei jedem Schritt wahrnehmen, denn die ersten stürmischen Böen haben schon viele der bunten Blätter von den Bäumen geholt. Es riecht nach Herbst und auf dem Waldboden finden sich leckere, essbare Dinge, die sich lohnen, aufgesammelt zu werden, darunter Esskastanien, Haselnüsse, Walnüsse und edle Speisepilze. Hier und da hängen noch reife Hagebutten und schwarze Holunderbeeren an den Zweigen.

Für die Waldbewohner ist es jetzt an der Zeit, sich einen großen Wintervorrat an- oder wenigstens einen dicken Winterspeck zuzulegen. Bereits ab Oktober wird es für einige von ihnen schon sehr viel ungemütlicher. Viele Drückjagden stehen den Schwarzkitteln bevor, die meist zugunsten der Jäger und Landwirte enden. Aber nicht nur auf Wildschweinbraten kann man sich jetzt freuen! Frisch erlegter Hirsch, Reh und Fasan warten nur darauf, zubereitet zu werden. Eine ganze Reihe Rezepte mit Zutaten aus Wald, Feld und Flur habe ich in dieser Magazinausgabe für Euch zusammengetragen. Darunter auch viele Rezepte, die Vegetarier und Veganer Spaß machen werden. Schließlich gibt es momentan eine große Auswahl an Obst und Gemüse, das sich zu ganz wundervollen Gerichten verarbeiten lässt.

Viel Spaß beim Lesen, Nachkochen und Genießen!

Eure Dorit Schmitt
Herausgeberin und Chefredakteurin

Aus dem Inhalt:
  • Herbstlich aufgetischt: Wild, Pilze und Wurzelgemüse
  • Feines Federwild: Rezepte für Wachtel, Rebhuhn und Fasan
  • Wilde Früchtchen! Fleißiges Sammeln wird reich belohnt
  • Hopp, hopp! So gewinnt Kaninchen schnell neue Freunde
  • Edles Rotwild: hochfeiner Genuss ab Oktober
  • Waidmannsheil! Nur keine Scheu vor edlen Rehgerichten
  • Wild auf Suppen: für einen aromatischen Menüauftakt
  • Wildes vom Schwein: geschmort und gebraten
  • Die richtige Weinwahl zur Küche mit den Schätzen des Waldes
  • Liebevolle Heimatverbundenheit: Zu Hause schmeckt es doch am Besten!
  • Herbstgerichte für verwöhnte Vegetarier
  • Teil 2: Großer Weingenuss aus Toplagen deutscher Weinbauregionen
  • Herbstsuppen: Jeder Löffel ein genussvoller Augenblick
  • Fangfrisches im Oktober: Karpfen kommt zu neuen Ehren
  • Edles aus Meeresfrüchten für die extravagante Herbstküche
  • Vegane Küche: Haselnuss, Sellerie, Soja und Pilze für den Herbst
  • Wilde Beeren und Früchte für Likörchen und Elixiere
  • Kuchenglück mit Äpfel, Birnen und Nüssen
  • VORSCHAU: Das November-Spezial erscheint am 15.11.2016
Foodblogger präsentiert euch doch auch mal mit einem eurer Rezepte in meinen Onlinemagazinen.
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Mittwoch, 12. Oktober 2016

KÜRBIS | Gebratene Kürbisscheiben mit Linsen-Grapefruit-Salat und Avocado

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele
Manche Gerichte bedürfen keiner großen Worte. Die Idee zu diesem entstand, da es vom Vortag (Kürbiscarpaccio mit Linsen-Grapefruit-Salat und geröstetem Speck und Sonnenblumenkernen) noch Linsensalat gab. Und vom Hokkaido war ja auch noch eine Hälfte übrig. Da ich keine Lust auf eine Wiederholung hatte, wurde hier das Rezept leicht abgeändert. Zum einen wurden diesmal die Kürbisscheiben in Öl und mit Curry-Meersalz gewürzt angebraten und eine frische Avocado kam zur Ergänzung auf den Teller. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen! Es war köstlich und es kommt ganz sicher in der Kürbiszeit noch öfter auf den Teller.

Zutaten für 4 Personen:
1/2 kleinen Hokkaido (ca. 400 g)
1 TL Flor de Sal mit Madras Curry aus Mallorca
Öl zum Anbraten
2 Avocados (z.B. Sorte Hass)
etwas Zitronesaft
Orangen-Olivenöl
Linsen-Grapefruit-Salat
100 g braune oder gelbe Linsen
200 ml Gemüsebrühe
Muskat- oder Butternut-Kürbis gab's leider nicht als ich einkaufen ging, daher Hokkaido (ca. 500 g)
Flor de Sal mit Orange und Chili aus Mallorca
8 EL Olivenöl
1/2  rosa Grapefruit
1 EL Zitronensaft
Chiliflocken nach Geschmack
2 TL Agavendicksaft
50 g durchwachsene Räucherspeckwürfel
30 g Sonnenblumenkerne

Die Linsen kalt abbrausen, abtropfen lassen und in der Gemüsebrühe bissfest garen. Danach abgießen, mit etwas Salz, Pfeffer, Olivenöl und Zitronensaft abschmecken und abkühlen lassen.
Von der Grapefruithälfte die Schale so abschneiden, dass auch die weiße Haut entfernt wird. Das Fruchtfleisch fein würfeln und den auslaufenden Saft auffangen. Den Zitronensaft und den Grapefruitsaft mit Chiliflocken und dem Agavendicksaft verrühren. Das restliche Olivenöl nach und nach unterschlagen. Grapefruitstücke unterrühren, alles mit Flor de Sal abschmecken.
Den Speckwürfel mit den Sonnenblumenkernen in einer Pfanne unter Rühren bei mittlerer Hitze ca. 5  Min. braten, bis der Speck glasig ist und die Kerne leicht braun sind.

Den Kürbis halbieren, entkernen und in sehr feine Scheiben hobeln. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kürbisscheiben darin mit 1 TL Curry Flor de Sal anbraten.

Avocado halbieren, das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen und mit etwas Zitronensaft beträufeln. Vor dem Anrichten in dünne Scheiben schneiden.

Anrichten und vor dem Servieren noch mit dem Orangen-Olivenöl beträufeln.

Weinbegleitung: Bamberger 2015 Grauburgunder

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele

Weinbezugsquelle: Wein- und Sektgut Bamberger, Meddersheim, Nahe




KÜRBIS | Kürbiscarpaccio mit Linsen-Grapefruit-Salat und Speck

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele
Lust auf Kürbis? Ab sofort können wir uns an dem Star der Saison satt essen. Wer allerdings keine Kürbissuppe mehr sehen kann, oder einfach mal Lust auf eine etwas andere Art des Kürbisgenusses hat, für den kommt dieses Rezept genau richtig. Die Kombination des rohen Kürbiscarpaccios mit dem leicht bitter, zitrusfruchtigen Linsensalat und den knusprigen Speckwürfeln und den nussig gerösteten Sonnenblumenkernen schmeckt einfach umwerfend lecker! Und das nächste Mal werde ich versuchen einen Butternusskürbis für dieses Rezept zu bekommen, da ich glaube, dass dieser roh mariniert noch feiner schmecken würde als der Hokkaido.

Zutaten für 4 Personen:
100 g braune oder gelbe Linsen
200 ml Gemüsebrühe
Muskat- oder Butternut-Kürbis gab's leider nicht als ich einkaufen ging, daher Hokkaido (ca. 500 g)
Flor de Sal mit Orange und Chili aus Mallorca
8 EL Olivenöl
1/2  rosa Grapefruit
1 EL Zitronensaft
Chiliflocken nach Geschmack
2 TL Agavendicksaft
50 g durchwachsene Räucherspeckwürfel
30 g Sonnenblumenkerne

So geht's:
Die Linsen kalt abbrausen, abtropfen lassen und in der Gemüsebrühe bissfest garen. Danach abgießen, mit etwas Salz, Pfeffer, Olivenöl und Zitronensaft abschmecken und abkühlen lassen.
Den Kürbis entkernen, schälen und in sehr feine Scheiben hobeln. Mit ½ TL Salz und 4 EL Olivenöl in einer Schüssel gut mischen und etwas ziehen lassen.
Von der Grapefruithälfte die Schale so abschneiden, dass auch die weiße Haut entfernt wird. Das Fruchtfleisch fein würfeln und den auslaufenden Saft auffangen. Den Zitronensaft und den Grapefruitsaft mit Chiliflocken und dem Agavendicksaft verrühren. Das restliche Olivenöl nach und nach unterschlagen. Grapefruitstücke unterrühren, alles mit Flor de Sal abschmecken.
Den Speckwürfel mit den Sonnenblumenkernen in einer Pfanne unter Rühren bei mittlerer Hitze ca. 5 Min. braten, bis der Speck glasig ist und die Kerne leicht braun sind.
Die Kürbisscheiben dekorativ auf Teller verteilen, Linsen dazugeben. Die Grapefruitmischung gleichmäßig darübergeben, die Speckmischung ebenfalls darauf verteilen und das Carpaccio gleich servieren.
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