Montag, 23. Februar 2015

Ein Topf voll Gulasch! Heute musste es Soulfood sein.

Herrlich, wie verrückt! Ich hatte auf Facebook gepostet, dass ich mir einen Topf voll Gulasch auf den Herd stelle und eine ganze Reihe lieber FB Freunde hatte tatsächlich dieselbe Idee mit dem scharfen Schmorgericht! Nun denn - ich werde die Ergebnisse aller nach und nach vorstellen, wenigstens mit Bild, wenn Sie mir denn eines auf FB zukommen lassen.

Kennt ihr eigentlich die Online Magazine AROMENSPIELE? Schaut doch mal rein!  

Vorbereitungen für einen gemütlichen Abend mit selbst gemachten Gulasch | © Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele
Seit drei Stunden zieht unwiderstehlicher Gulaschduft aus meinem Le Creuset Bräter aus der Küche ins Wohnzimmer. Hier laufen bereits die Vorbereitungen auf den Abend. Und ich gestehe - das fördert meine Fleischeslust! Die auf das Gulasch natürlich! Nicht, dass hier jemand noch auf falsche Gedanken kommt. Mein Lieblings-Gulasch-Rezept ist angelehnt an ein Rezept von Johann Lafer, seinem Wiener Saftgulasch.

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele


Zutatenliste
800 g Gemüsezwiebeln, 50 g Butterschmalz, 1 kg gut durchwachsenes Rindfleisch (z. B. Wade oder Schulter), 3 Knoblauchzehen, ich gebe gerne eine Schote roten Chili dazu, das macht es angenehm scharf, 1 TL Kümmel, 2 EL edelsüßes Paprikapulver, 2 EL Tomatenmark, 1 Schuss Balsamessig, 400 ml kräftige Fleischbrühe, 2 Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer

So hab ich's gemacht:
Zwiebeln schälen und würfeln. In einem Bräter das Butterschmalz erhitzen und die Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze goldbraun schmoren. Dabei aber nicht anbrennen lassen!
In der Zwischenzeit das Rindfleisch in etwa 4 cm große Würfel schneiden. Knoblauch schälen und zusammen mit dem Kümmel fein hacken - wen es nicht stört, kann den Kümmel natürlich ganz lassen.
Jetzt die Fleischwürfel zu den Zwiebeln geben und ebenfalls anbraten. Ich bestäube sie dabei noch mit etwas Mehl. Anschließend noch den Knoblauch, den Kümmel und etwas Salz dazu geben.
Weiter geht's: Paprikapulver, Tomatenmark, Balsamico und Fleischbrühe in den Topf geben, gut umrühren. Deckel auflegen und das Gulasch bei schwacher bis mittlerer Hitze 3-4 Stunden auf dem Herd oder bei 180 °C im Backofen schmoren, bis die Zwiebeln zerfallen sind und das Fleisch zart ist.
(in meinem französischen Bräter gelingt das immer!). Wer die Sauce sämig möchte, kann sie jetzt gerne noch mit etwas Mehl andicken. Dazu 1 EL Mehl in etwas kaltem Wasser glattrühren und dann unter das Gulasch rühren.
Das Gulasch mit Salz und Pfeffer abschmecken, die Lorbeerblätter entfernen und anrichten. Hier darf bei mir keinesfalls der Klecks Sauerrahm fehlen!!!
Übrigens bei uns zu Hause gab es zum Gulasch immer Nudeln - keine Klöße oder Salzkartoffeln.
Bon appétit! Mes amies!

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele


Der Wein an diesem Abend kam vom Weingut Bergdolt, Reif und Nett:



Und hier die Ergebnisse meiner FB-Freunde:

© Paprika meets Kardamom
Auf Anikòs Blog "Paprika meets Kardamom" findet ihr das Rezept zu Ihrem Hirschkalbragout mit Steinpilzen und Breznguglhupf. Ich finde, das sieht extrem lecker aus und sollte unbedingt ausprobiert werden!

© Thomas R. Schäfer
Bei Toms "Gulasch - mit Soß und Kloß" läuft einem beim Anblick schon das Wasser im Mund zusammen! Irgendwann werde ich wohl doch auch mal den Kloß zum Gulasch ausprobieren müssen.

© Beatrix Eichbaum
Für Semmelknödel zum Gulasch hat sich Beatrix entschieden. Außerdem gab es bei Ihr zum Gulasch noch einen knackigen Salat.

© Christiane Danielsen
Auch eine interessante Beilage zum Gulasch: Grüne Bohnen! Bei Christiane gab es diese mit Kartoffeln zum Gulasch.

© Martin Hengstmann
Martin hat sein Gulasch nach Alt-Wiener Art zubereitet. Das verwendete Ochsenfleisch war dry aged und aus Lunz am See

Übrigens, wer sich schon mal überlegt hat, ob man im Internet auch ein Portal findet, das Fleisch in sehr guter Qualität liefern kann, der möge sich doch einfach mal auf der Webseite von OTTO GOURMET umschauen. Hier findet man vor allem auch Fleisch, das im Handel sonst nicht so einfach zu bekommen ist. Vom Schwarzfederhuhn, Label Rouge, Le Prince de Dombes oder dem Miéral Bressehuhn AOP de Bresse, einem Original japanischen Wagyu Beef aus Kobe bis hin zu einer großen Auswahl Amerikanischer Cuts. Für den Lammbraten an Ostern kann man sich zwischen heimischen Vogelsberger Lämmern und den Lämmern aus dem Limousin entscheiden. Wobei bei dieser Auswahl wirklich manches Mal die Entscheidung schwer fällt, nicht von allem etwas zu bestellen. Hier der Link zur Webseite von OTTO GOURMET.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Scharfe Süßkartoffeln und Garnelen

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele

Heute wird also wieder einmal etwas ausprobiert. Ein Ofengemüse mit Süßkartoffeln zu gebratenen Garnelen, besser gesagt Tiger Prawns.

Ich bin gespannt wie es schmeckt, denn die Süßkartoffeln schmoren ziemlich "multikulti" im Rohr. Ihnen wurde Chilischote, Ingwer, Pommeau de Normandie, Limettenschale und Saft, Sesamöl, Ahornsirup und etwas Gemüsebrühe zugegeben. Außerdem Koriander- und Senfsamen. Salz werde ich erst zum Abschmecken dazu geben.

Den Ofen auf 180°C vorheizen.
Süßkartoffel schälen, waschen und in 1 cm dicke Stifte schneiden. Dann in eine feuerfeste Form schichten und mit der kleingehakten Chilischote und dem ebenfalls kleingehakten Ingwer bestreut. Darüber dann den Ahornsirup und etwas Öl träufeln. Die restlichen Zutaten mischen und über die Süßkartoffeln in die Form gießen. Für 30 - 35 Minuten ins Rohr - Temperatur auf 160°C zurückschalten.

Die Garnelen waschen, trockentupfen und in Butter auf den Punkt braten.
Anrichten und genießen.

Wein dazu: ich versuchte dazu den C.A.I. vom Batterieberg-Immich 2012 - der perfekt passte!

Bon appétit!

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele


Zutatenliste für 4 Personen
800 g Süßkartoffel
1 rote Chilischote
1 Stück frischer Ingwer, ca. 2cm
1 Bio-Limette
1 Bund Koriandergrün (fehlte mir leider)
je 1 TL Koriandersamen und Senfsamen
150 ml Gemüsebrühe oder Cidre
(Ich habe Gemüsebrühe mit dem Pommeau de Normandie gemischt)
1 EL Sesamöl
2 TL Ahornsirup
500 g Garnelen
Salz (mein Salz Chili-Orange Flor de Sal aus Mallorca)
und ich habe abschließend noch etwas Oliven-Limonenöl über das Ganze geträufelt
Butter


Freitag, 13. Februar 2015

Schnitzel, Kartoffel, Rosenkohl - Leckere Hausmannskost

© Dorit Schmitt | Aromenspiele
Blogevent Schnitzeljagd


Da habe ich mir nun tatsächlich kurz überlegt, ob es das Wert ist, über ein Schnitzel mit Kartoffeln und Rosenkohl überhaupt zu schrieben. Naja, es ist einfach. Es ist einfache Hausmannskost, aber es schmeckt auch einfach richtig lecker. Deshalb steht es auch hier - und mein Schnitzel nimmt teil am Blogevent von Peter G. Spandl "Schnitzeljagd". Wer daran auch noch teilnehmen möchte, kann dies mit seinem Schnitzelrezept noch bis 1. März! Also ran an die Pfanne!

Auf Peters Seite kann man nachlesen, wie er auf die Idee der Schnitzeljagd kam:" Bei der langen Beschäftigung mit dem Thema Schnitzel kam mir die Idee ins Oberstübchen, einen kleinen Blog-Event zu veranstalten der sich auch um das Thema Schnitzel dreht. Die beste Ehefrau von allen steuerte kurzentschlossen den Namen des Blog-Events “Schnitzeljagd” bei!"

Und hier also meine Variante. Ganz easy. Ganz bodenständig und ganz lecker!

Zum Schnitzel sei gesagt: Kauft das Fleisch beim Metzger eures Vertrauens! Schaut einbisschen darauf, woher das Fleisch kommt. Es lohnt sich. Warum? Weil es einfach besser schmeckt!

Für die Schnitzel-Panade sollte vorhanden sein: Semmelbrösel, frische Eier und Mehl. Salz und Pfeffer.

Die Schnitzel bei moderater Hitze in einer Pfanne langsam in Butterschmalz (oder Margarine) braten. Bei mir dauerte das aufgrund der Schnitzeldicke und dem Mut zur Langsamkeit gut 6 Minuten pro Seite.

Die Kartoffel habe ich im kalten Wasser angesetzt und dann leise köchelnd weich gekocht (ca. 20 Minuten). Da hilft dann, mit einem Messer oder einer Gabel zu überprüfen, ob die Kartoffeln weich sind.

Das Rosenkohlgemüse war auch verdammt lecker. Dazu hab ich zunächst den Rosenkohl geputzt, den Strunk kurz geschnitten und die Röschen halbiert. In einem Topf Wasser mit einer guten Prise groben Meersalz zum Kochen gebracht. Darin den Rosenkohl für ca. 10 Minuten leise köcheln lassen.

In der Zwischenzeit eine Zwiebel geschält und klein gehackt. In einem Topf Butter schmelzen lassen und die Zwiebelwürfel darin glasig angeschwitzt. Den Rosenkohl abgießen und zu den Zwiebeln geben. Mit etwas Gemüsebrühe aufgießen und zu guter Letzt noch etwas Sahne dazu. Mehr hat es nicht gebraucht. Aber abschmecken mit Salz und Pfeffer kann ja jeder selbst. Und beim Anrichten noch frische Kresse darüber - wunderbar!

Was soll ich sagen. Selbst Rosenkohl-Verachter werden den zarten, cremigen Rosenkohl lieben, so wie er hier zubereitet wurde. Und überhaupt, dieses einfache Gericht ist echtes Soulfood.
Probiert es einfach selbst mal aus.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Schnupfenzeit, Erkältungszeit - jetzt eine gute Hühnersuppe!

Text: Dorit Schmitt | Aromenspiele | 04/2014  Das Online-Magazin

Omas stärkende Hühnersuppe

Das Hausmittel bei Erkältungen. Omas Hühnersuppe hilft uns ganz schnell wieder auf die Beine, wenn wir mit einer Erkältung oder anderen Wehwehchen im Bett liegen müssen. Und jetzt kommt sie wieder, die Zeit der Schnupfennasen und grippalen Infekten. Darauf sollten wir uns vorbereiten: mit einem leckeren Hühnersuppen-Rezept wie von der Oma.

Omas Hühnersuppe

Und das braucht man für die Zubereitung einer guten Hühnerbrühe:
1 Suppenhuhn (ca. 1,8 kg), 2 Lorbeerblätter, 1 TL weiße Pfefferkörner, 2 Möhren, je 150 g Staudensellerie und Lauch,1 Zwiebel, 4 Nelken,
5 große Stängel Petersilie, Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss, Salz, ½ Bund Schnittlauch.
Wer möchte kann noch folgende Zutaten dazu geben:
1 Stück Bio-Zitronenschale (ca. 2 cm), 3-4 Ingwerscheiben

Liebe geht bekanntlich  durch den Magen. Und mit Liebe und einer selbst gekochten Hühnersuppe werden unsere großen und kleinen erkälteten Patienten hoffentlich ganz bald wieder gesund. Denn mit einer kräftigen Hühnersuppe lässt sich die Erkältung doch immer irgendwie weglöffeln.

Foto: © Wolfgang Schardt | GU Suppen | Omas Hühnersuppe

Eine gute Brühe ist das A und O jeder Suppe!

Hand aufs Herz: wer macht seit Erfindung der Brühwürfel seine Suppenbasis noch selbst? Seit 1892 hält die in der Schweiz erfundene gekörnte Brühe unaufhaltsam Einzug in unsere Töpfe. Dabei ist es so einfach, sich eine Suppe zuzubereiten, die ganz ohne Brühwürfel auskommt. Denn man benötigt dazu eigentlich nur ein paar Gewürze, Zwiebeln und „Suppengrün“.

Klassisches Suppengrün

Suppengrün besteht in Deutschland klassisch aus Karotte, Knollensellerie, Lauch und Petersilie. Aber es gibt viele Varianten, was die Wurzelgemüse und zugegebenen Kräuter betrifft. Je nach Zusammenstellung verleiht es Gerichten eine würzig-aromatische Note.

All diese Zutaten geben wertvolle Inhaltstoffe an die Brühe ab. Ganz besonders aromatisch wird eine Brühe, wenn man alle Zutaten im kalten Wasser aufkocht und anschließend leise köcheln lässt. Wichtiger Tipp: Suppenbrühen immer erst am Ende der Garzeit salzen.

Gemüsebrühen sind eine hervorragende Grundlage für  viele Gerichte, wie Eintöpfe, Gemüsegerichte und Saucen.


Bei Fleischbrühen sollte der entstehende Schaum abgeschöpft werden. Oder man klärt seine Brühe, indem man diese durch ein Küchentuch siebt, anschließend die Brühe erneut aufkocht und geschlagenes Eiweiß einrührt. An das gerinnende Eiweiß binden sich die Schwebstoffe
in der Brühe. Jetzt noch einmal alles durch ein feines  Haarsieb oder Küchentuch filtern und wenn nötig nach  dem Abkühlen entfetten.

Haushaltstipp: Suppenbrühen kann man portionsweise einfrieren (z.B. in Eiswürfelbehältern) und halten sich in der Tiefkühltruhe ungefähr drei Monate.

Griesnockerlsuppe mit Rinderbrühe

Foto: © Julia Hoersch | GU Slow cooking | Klare Rindersuppe mit Griesnockerln

Wunderbar nostalgisch, fast in Vergessenheit geraten und dabei doch so praktisch: Die gute alte Suppenterrine. Früher stand sie auf jedem Tisch, wenn es bei Familienfesten zur Vorspeise eine Suppe gab. Die oben gezeigte von Gien aus der Serie Filets rose fasst 3 Liter und ist eine Zierde für jede Tafel.


Suppenterrine von GIEN





Und für alle, die von Suppen nicht genug bekommen können. Wie wäre es mit diesem Buchtipp?




Von cremig bis deftig, von klassisch bis modern - eine wunderbare Mischung aus Lieblingsrezepten und internationalen Neu-Entdeckungen
Seit der Mensch kocht, kocht er auch Suppe. Zum Aufwärmen, zum Sattessen, zum genussvollen Löffeln in geselliger Runde. Der Ur-Klassiker der Familienküche ist heute beliebter denn je und behauptet in jeder denkbaren kulinarischen Kategorie seinen festen Platz. Ob als leichter Auftakt eines festlichen Menüs, als raffinierte kleine Zwischenmahlzeit, als üppiger Eintopf für viele oder auch als leckeres Spargericht der Woche: Suppen sind eine Wohltat für Körper und Seele! Ein komplettes Verwöhnprogramm erwartet den Leser in diesem aktuellen Suppen-Buch, randvoll gefüllt mit ausgewählten Rezepten für alle Anlässe, alle Vorlieben, alle Jahreszeiten. Von Klassikern mit lange gepflegter Tradition bis hin zu feinen und überraschenden Neu-Entdeckungen: Was hier im Suppentopf landet, beweist alle Qualitäten, die echte Lieblingsessen ausmachen. Und für noch mehr Appetit sorgen die außergewöhnlich stimmungsvollen und liebevollen Suppenfotos. Ein echter Genuss für alle Sinne!

Suppen
Tanja Dusy
160 Seiten, mit ca.
120 Farbfotos
Format: 18,5 x 24,2 cm, Hardcover
16,99 € (D) / 17,50 € (A) / 24,50 CHF (SFr.)
ISBN: 978-3-8338-2047-2

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