Donnerstag, 31. Dezember 2015

SILVESTER WÜNSCHE | Auf wundervolle Begegnungen in 2016

Begegnungen

Ich glaube,
das größte Geschenk,
das ich von jemandem bekommen kann,
ist,
dass er mich sieht,
mir zuhört,
mich versteht und mich berührt.
Das größte Geschenk,
das ich einem machen kann,
ist,
ihn zu sehen,
ihm zuzuhören,
ihn zu verstehen und ihn zu berühren,
Wenn das gelingt,
habe ich das Gefühl,
dass wir uns wirklich begegnet sind.

(Virginia Satir)

Ich wünsche euch allen ein gesundes, glückliches und genussvolles 2016!

Samstag, 12. Dezember 2015

MAISHÄHNCHEN aus dem Ofen mit gebratenen Pastinaken, Kartoffelpüree


© Aromenspiele
Da ist was dran, so ein gebratenes Hähnchen macht satt und glücklich. Ganz nebenbei brät es im Ofen fast ohne ständiges Bepinseln vor sich hin, was die Köchin ungemein entspannt, kann man da in der Zwischenzeit doch auch noch einiges erledigen - oder seinen Köchinen-Crémant genießen.

Mein Hähnchen stammt diesmal von EDEKA und ist ein kleiner "Franzose" gewesen. Außerdem war er klein genug, dass man ihn wunderbar auf zweimal essen kann ... oder auf einmal, wenn man Besuch hat. Mein Hähnchen wollte ich etwas marinieren - am liebsten etwas schärfer - und dazu einen schönen Kartoffelbrei und gebratene Pastinaken.





Für die Marinade: 2 Zehen Knoblauch schälen und fein hacken. Gehackten Knoblauch mit 2 gestrichenen TL Flor de Sal d'es Trenc Orange & Chili, 1 TL Pimentón Dulce de Mallorca, 1⁄2 TL Chiliflocken (Pul Biber), 6 EL Zi­tronensaft, 1 EL Gölles Marillen Essig und 3 EL Olivenöl (Quinta de S. Vincente) verrühren.

Damit habe ich das Hähnchen bepinselt und noch eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. In der Zwischenzeit konnte ich das Ofengemüse und die Pastinaken vorbereiten. Anschießend den Ofen vorheizen (200 Grad)

Ofengemüse
3 Karotten
1 Stange Lauch
2 Zwiebeln
1 Orange
1 Handvoll Cranberries, in Apfelsaft eingeweicht
Rosmarinzweige


Der Bauch wurde gefüllt mit 1 Orangenscheibe und 1 Handvoll glatter Petersilie. Das Hähnchen dann nur noch pfeffern, da in der Marinade genügend Salz ist, und auf das Ofengemüse setzen. Brust nach oben. Etwas Olivenöl über das Gemüse und für 30 Minuten ab ins Rohr.


Nach 30 Minuten habe ich das Hähnchen aus dem Ofen genommen und das restliche Gemüse (Lauch und Orangen) sowie etwas Brühe und den eingeweichten Cranberries in die Pfanne gegeben. Das Hähnchen noch einmal schön einpinseln und für weitere 45 Minuten ins Rohr. Jetzt habe ich allerdings immer einmal geprüft, ob noch Brühe dazu muss oder das Hähnchen eingepinselt werden muss.

Kartoffelbrei
In der Zeit kann man nun prima den Kartoffelbrei zubereiten. Ich nehme dafür "teilweise festkochende Kartoffeln", außerdem heiße Milch, etwas Butter und Salz. Da bereits so viele andere Aromen in diesem Gericht vorkommen, habe ich auf die Muskatnuss verzichtet, die ich sonst immer in das Kartoffelpüree reibe.

Gebratene Pastinakenscheiben mit Thymian

Pastinake(n) schälen und in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen und die Pastinaken darin bei mittlerer Hitze ca. 10 Min. braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Haselnüsse (1 Handvoll) grob hacken. Die Blättchen vom Thymian streifen und ebenfalls grob hacken. Nüsse 5 Min. vor Ende der Bratzeit zu den Pastinaken geben. Thymian kurz vorm Servieren untermischen.

Zusammenfassend kann ich sagen: Es war wieder einmal extrem köstlich! Viel Spaß beim Nachkochen und Genießen.

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Mittwoch, 9. Dezember 2015

LINSENSALAT mit Orange und geräucherter Entenbrust

Linsensalat mit Orange und geräucherter Entenbrust - dazu ein Pinot Gris aus dem Elsass | © Aromenspiele
Linsen können als Salat eine Offenbarung werden. Wie in diesem mit Orange und geräucherter Entenbrust. So schnell gemacht und doch so köstlich. Dazu der Wein von meinen Elsässer Freunden. Ein Pinot Gris, 2010, Rittersberg von der Domaine Jean-Paul Schmitt. Besser geht es für mich nicht.
Und ich hoffe, solltet Ihr das Rezept ausprobieren, dass Ihr genau soviel Genussmomente dabei haben könnt wie ich.

Zutaten für 2 Personen
50 Gramm grüne Puy-Linsen
50 Gramm orange Linsen
½ rote Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
50 Gramm Pancetta (ital. Bauchspeck; ersatzweise durchwachsener Speck)
2 EL Olivenöl
250 Milliliter Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
1 Bio-Orangen
¼ Bund glatte Petersilie
2 EL GÖLLES Balsam Weinessig
3 EL Orangen-Olivenöl (gibt's bei Chateau et Chocolat)
Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer
geräucherte Entenbrust in Scheiben

© Aromenspiele | Zutaten für den Linsensalat


So gehts:
Beide Linsensorten auf einem Sieb abspülen und abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauch abziehen und fein hacken. Pancetta in feine Würfel schneiden. Pancetta, Zwiebel und Knoblauch in 1 EL heißem Öl glasig dünsten. Linsen dazugeben und kurz mitdünsten. Brühe und Lorbeerblatt zugeben und bei kleiner Hitze in etwa 15 Minuten bissfest kochen lassen.

Orangen heiß abspülen. Die Schale 1 Orange mit einem Zestenreißer abziehen oder hauchdünn schälen und in feine Streifen schneiden. Beide Orangen schälen, dabei die weiße Haut mit abschneiden. Orangen in dünne Scheiben schneiden. Linsen auf ein Sieb gießen, mit kaltem Wasser gründlich abspülen und abtropfen lassen. Petersilie abspülen, trocken schütteln und die Blättchen hacken. Petersilie, Orangenscheiben und -zesten, Balsamessig, Orangenolivenöl und Linsen vorsichtig vermengen. Den Salat mit Meersalz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Wer will kann sich im WOK auch eine frische Entenbrust selbst räuchern.
Zutaten:
1 Entenbrustfilet
1 TL Wacholderbeeren
1 EL Räuchermehl, am besten von der Buche
So geht's:
Die Filets kalt abspülen und trocken tupfen. Die Hautseite rautenförmig in 5-mm-Abständen einschneiden. Zum Räuchern die Wacholderbeeren in einem Mörser grob zerstoßen. Räuchermehl und Wacholder auf den Boden eines Woks geben und den Siebeinsatz des Woks hineinstellen. Deckel auflegen und den Wok auf höchster Stufe erhitzen, bis Rauch austritt. Hitzezufuhr auf mittlere Stufe zurückschalten. Entenbrust mit Salz und Pfeffer würzen, auf einem Stück Alufolie legen auf den Siebeinsatz des Woks legen. Deckel schließen und das Fleisch 12-14 Minuten räuchern.

Herd ausschalten und das Fleisch 5 Minuten im Wok ruhen lassen. Zum Servieren das Fleisch herausnehmen, in Scheiben schneiden und mit dem Linsensalat anrichten.


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Das freut mich! Kurt hat es schon ausprobiert!

Mittwoch, 2. Dezember 2015

LIEBLINGSPLÄTZCHEN | Spitzbuben

Spitzbuben wie von meiner Oma
Spitzbuben durften bei meiner Oma nicht fehlen, wenn Sie Plätzchen gebacken hat. Köstlich gefüllt mit Ihrer selbst gemachte Erdbeermarmelade - wunderbar!

Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Zucker, 250 g weiche Butter, 3 Eier, 2 Päckchen Vanillezucker, 300 g Erdbeermarmelade, Puderzucker zum Bestäuben
Ergibt ca. 100 Stück
Ofen auf 200° vorheizen.

Aus Mehl, Zucker, Butter, Eiern und Vanillezucker einen glatten Teig kneten, in Folie kühl ruhen lassen. Teig messerrückendick ausrollen.

Gleiche Anzahl runde Plätzchen und Ringe gleicher Größe ausstechen.

Plätzchen auf das Blech legen, im Ofen (Mitte) in 10 Min. hellbraun backen.

Marmelade glatt rühren, die ganzen Plätzchen bestreichen, die Ringe darauf setzen.
Mit Puderzucker bestäuben.

Schöne alte, überlieferte Plätzchenrezepte findet man auch in der aktuellen online Ausgabe „ADVENTSZEIT

LIEBLINGSPLÄTZCHEN | Vanillekipferl

Mamas Vanillekipferl
Zutaten: 4 Vanilleschoten, 100 g gehäutete, gemahlene Mandeln, 100 g Wiener Grießler (ersatzweise Mehl Typ 405), 100 g kalte Butter, 80 g Puderzucker, 1 Prise Salz, 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
Ergibt ca. 45 Stück

Die Vanilleschoten der Länge nach aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Gut mit den Mandeln vermischen. Am besten die Mischung zwischen den Händen reiben, damit sich das Mark mit den gemahlenen Mandeln gut mischt.

Mehl und Mandeln auf die Arbeitsfläche häufen. Darauf die Butter in kleinen Flocken, 50 g Puderzucker und Salz darauf verteilen. Mit einer Palette oder einem großen Messer gut durchhacken und rasch zu einem Mürbteig verkneten. Teig in eine Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

Den Backofen auf 150 °C vorheizen. Backpapier auf das Backblech legen.

Den Teig nach und nach zu fingerdicken, ca. 4 bis 5 cm langen Rollen formen, die an ihren Enden spitz zulaufen. Auf das Blech legen und zu Hörnchen krümmen. Auf der mittleren Schiene im Ofen in ca. 20 Minuten hell backen.

Vanillezucker mit dem restlichen Puderzucker in einer Schüssel mischen. Die Kipferl nach dem Backen aus dem Ofen holen, nur kurz ruhen lassen und noch heiß, ganz vorsichtig in der Zuckermischung wälzen.

Schöne alte, überlieferte Plätzchenrezepte findet man auch in der aktuellen online Ausgabe „ADVENTSZEIT

Dienstag, 1. Dezember 2015

LIEBLINGSPLÄTZCHEN | Butterplätzchen & Co.

Es kann losgehen ...

Seit Wochen überschlagen sich Zeitschriften, Magazine und Foodblogs mit den besten Rezepten für die diesjährigen Weihnachtsplätzchen. Dabei war das Wetter bis gestern noch so schön und viel zu warm, um an Weihnachten zu denken. Und nun wird es höchste Zeit, sich um alle Vorbereitungen zu kümmern, denn es war bereits der 1. Advent, und wie sieht das denn aus, wenn es in der Adventszeit keine Plätzchen auf den Weihnachtstellern gibt?

Fotos reiche ich nach.
Hier kommen die Rezepte von Plätzchen, die man noch ganz entspannt für die Adventszeit backen kann. Da heißt es nur noch zu Hause überprüfen, ob alle Zutaten griffbereit sind und los geht’s!

Klassische Butterplätzchensterne
Zutaten: 250 g Mehl, 2 Prisen Backpulver, 80 g feinster Zucker, 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker, 1 TL fein abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone, 1 Prise Salz, 1 Eigelb (M), 150 g kalte Butter, Sternausstecher, Mehl zum Arbeiten, Puderzucker zum Bestäuben
Ergibt ca. 60 Stück
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
Das Mehl mit Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz mischen und auf eine Arbeitsfläche häufen. In die Mitte eine Mulde drücken und das Eigelb hineingeben. Die Butter in Flöckchen auf den Rand geben. Alles mit einer Palette gut durchhacken und mit den Händen rasch zu einem Mürbeteig verkneten.
Den Teig portionsweise auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 2-3 mm dick ausrollen. Aus dem Teig mit dem Ausstecher Sterne ausstechen und auf die Bleche legen.
Die Bleche nacheinander in den Ofen (Mitte) schieben und die Plätzchen in 8-10 Min. goldbraun backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, dann fein mit Puderzucker bestäuben.

Butterplätzchen mit Haselnuss
Zutaten: 250 g Mehl, 1 Ei, 125 g Zucker, 2 Päckchen Vanillinzucker, 150 g Butter, Haselnüsse zum Garnieren
Ergibt ca. 35 Stück
Mehl auf ein Backblech geben. In die Mitte eine Mulde drücken. Ei, Zucker, Vanillinzucker dazugeben. Butter in Flöckchen auf dem Rand verteilen. Schnell von außen nach innen einen Mürbteig kneten. Eine Kugel formen, die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Walnussgroße Kügelchen aus dem Teig formen. Etwas flach drücken. In die Mitte eine Haselnuss setzen. Auf einem ungefetteten Backblech in den vorgeheizten Ofen schieben.
Backzeit: ca. 15 Minuten
Elektroherd: 180°C
Nach dem Backen sofort vom Blech lösen



Butterplätzchen mit Schoko-Kokosflocken
Zutaten: 250 g Mehl, 1 Ei, 250 g Zucker, 1 Päckchen Vanillinzucker, 125 g Butter (oder Maragarine), 1 Eigelb zum Bestreichen
Zum Bestreuen vor dem Backen: 50 g geriebene Schokolade, 1 EL Kokosflocken
Ergibt ca. 50 Stück
Mehl auf ein Backblech geben. In die Mitte eine Mulde drücken. Ei in die Mulde geben. Zucker und Vanillinzucker mischen und über das Ei streuen. Butter in Flöckchen auf dem Rand verteilen. Schnell von außen nach innen einen Mürbteig kneten. Eine Kugel formen, die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 3 bis 4 mm dick ausrollen. Runde oder Sternchenform wählen und Plätzchen von ca. 5 cm Durchmesser ausstechen. Eigelb verquirlen. Die Plätzchen damit bestreichen. Geriebene Schokolade mit Kokosflocken mischen und über die Plätzchen streuen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und in den vorgeheizten Ofen schieben.
Backzeit: ca. 15 Minuten
Elektroherd: 200°C
Nach dem Backen sofort vom Blech nehmen

Schöne alte, überlieferte Plätzchenrezepte findet man auch in der aktuellen online Ausgabe „ADVENTSZEIT

LIEBLINGSPLÄTZCHEN | Kissinger Brötchen

Kissinger Brötchen

Heute beginne ich ebenfalls mit dem Backen. Besser spät als nie ist meine Devise ... und meine Mama meinte, ich hätte ja auch die zeit, um etwas mehr zu backen, um an Weihnachten Plätzchen mitzubringen, wenn ich wieder nach Hause fahre. Ok. Das mache ich. Ich beginne mit den Plätzchen, die etwas höheren Aufwand haben, dafür aber um so besser schmecken. Danach verschiedene Butterplätzchen und ein paar Makronen mit Kokos für Papa sowie Plätzchen mit Marzipan für Max.
Die Fotos reiche ich nach. Jetzt geht's erst mal in die "Backstube".

150 g Weizenmehl
150 g geriebene Haselnüsse
150 g Zucker
100 g Butter
1 gestrichener TL Backpulver
1 Prise Salz
½ TL Zimt
1 Ei
½ Glas Marmelade (hier nehme ich, was zur Hand ist - heuer war es eine Kornellkirschmarmelade)
Kuvertüre (Zartbitter)
Walnuss-Hälften

Aus den Zutaten einen Mürbteig herstellen, zur Kugel formen, in Folie einwickeln und 30 Minuten kaltstellen. Dann wird der Teig ca. 4-5 mm dick ausgerollt und runde Plätzchen ausgestochen. Die ausgestochenen Plätzchen gibt man auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und bäckt sie ca. 8 Minuten bei 200 Grad Ober- und Unterhitze.

Nach dem Erkalten werden je 2 Plätzchen mit der Marmelade zusammengeklebt. Die Plätzchenränder bestreicht man anschließend mit der Kuvertüre und rollt sie sofort in den geriebenen Haselnüssen. Anschließend einen Tupfer Kuvertüre auf die Plätzchen geben und darauf eine Walnusshälfte drücken.

Schöne alte, überlieferte Plätzchenrezepte findet man auch in der aktuellen online Ausgabe „ADVENTSZEIT

Dienstag, 17. November 2015

ADVENTSZEIT | Die Weihnachtsausgabe ist online!




ADVENTSZEIT  | Das online Magazin

An kalten Novembertagen
... geht es heiß her bei den Vorbereitungen

Die Backöfen laufen auf Hochtouren. Es werden allenorts Plätzchen und Stollen gebacken. Süßer Duft von Vanille und Haselnüssen, Bratäpfeln und heißer Schokolade zieht aus der Küche und steigert unsere Vorfreude auf Weihnachten.
Neben den herrlichen Gerüchen aus den Plätzchenstuben ist ein weiteres untrügliches Vorzeichen auf Weihnachten die Geheimniskrämerei, die sich nicht verbergen lässt. Geschenke werden besorgt, heimlich verpackt und versteckt. Schließlich will man seine Lieben ja überraschen!

Apropos „Überraschen“! Wer dieses Jahr mit Selbstgebackenem oder Selbstgekochtem Familie und Freunde beschenken will, findet in dieser Ausgabe eine große Auswahl wunderschöner Rezepte und Weinempfehlungen für die Weihnachtszeit. Vor allem die alten, überlieferten Plätzchenrezepte aus der Klosterküche Weltenburg werden allen eine große Freude auf dem Weihnachtsteller bereiten.

Wem noch die passenden Ideen für festliche Menüs an den Feiertagen fehlen, findet in dieser Ausgabe sicher die passende Inspiration. Edle Vorspeisen, raffinierte Beilagen nach klassischen Rezepten und köstliche Desserts warten darauf, entdeckt zu werden.

Viel Spaß beim Lesen und Genießen!

Eure Dorit Schmitt

Sonntag, 1. November 2015

KARTOFFEL-AUBERGINEN-GRATIN mit Hühnchenbrustfiletstreifen im Sesammantel

© Foto: Aromenspiele

In Anlehnung an einen griechischen Auberginen-Kartoffel-Auflauf, machte ich ich daran, einen Auflauf als Beilage zu meiner Hühnchenbrust zu machen. Ich hatte Kürbis Aubergine und Kartoffeln zu Verfügung und entschloss mich, diese auch zu verwenden.

Da ich mir die Zeit für das vorangehende Anbraten der Aubergine sparen wollte, nahm ich für alle drei Gemüse den Hobel zu Hilfe und hobelte feine Gemüsescheiben, die ich schichtweise in meine Auflaufform legte. Die einzelnen  Schichten mit Salz (Chili/Orange Flor de Sal) und Pfeffer würzen und etwas Olivenöl darüber träufeln.

Den Ofen auf 175°C vorheizen.

Vor dem Überbacken: Sahne, Tomatenmark, Knoblauch (3 feingehackte Knoblauchzehen) und Parmesan mischen und über das Gemüse gießen. Dann für 45 Minuten in den Ofen.



Dazu briet ich mir in der Pfanne Hähnchenbrust in Sesamkruste, die ich vorher in Sreifen geschnitten habe. Meine Panade bestand aus: Sesamsamen, Pul Biber Flocken, Paprika Pulver, Meersalz, Pfeffer aus der Mühle

Den gemischten Blattsalat habe ich ganz dezent angemacht und zwar nur mit dem Saft einer halben Zitrone und 3 EL Olivenöl. Etwas rote Zwiebel dazu - das war's schon.
Einfach, lecker un schnell zubereitet.

Bon appetit!


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Sonntag, 18. Oktober 2015

TOSKANA | Geschmorte Kaninchenkeulen in Tomatensauce

© Aromenspiele
Kaninchen ist eines der Gerichte, die man nicht einfach kocht und damit seine Gäste überrascht. Allzu oft könnte eine herbe Enttäuschung folgen, denn Kaninchen oder Hase essen nicht viele Leute wirklich gerne - manche sträuben sich sogar hartnäckig, es überhaupt zu probieren. Schade eigentlich, denn das Fleisch eines Kaninchens ist zart und weiß und sehr fein.

Für alle, die sich einmal an ein Kaninchen wagen möchten, empfehle ich, es zunächst einmal mit Schlegeln zu probieren, und dann ein Rezept zu wählen, das mit einer schönen Schmorsauce mit vielen Kräutern aufwarten kann. So wie dieses Rezept, dass ich bei den Küchengöttern fand, es allerdings aufgrund einiger fehlender Zutaten anders zubereiten musste.

Meine Version des Kaninchenragouts mit toskanischem Vorbild

© Aromenspiele

Zutaten
2 Kaninchenkeulen (à ca. 300 g)
2 Zweige frischer Rosmarin
2 Lorbeerblätter
250 ml trockener Weißwein
1 Schuß Süßwein
Salz
Pfeffer
1 TL getrocknete Herbes de Provence
1 Möhre
eine Hand voll Suppengrün
2 Tomaten
1/2 Packung stückiger Tomaten mit Kräutern
2 Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl

© Aromenspiele

So hab ich's gemacht:
Die Kaninchenkeulen kalt abspülen, trocken tupfen und etwas mit Salz eingerieben und mit Pfeffer gewürzt. Ich habe die Kaninchenteile übrigens nicht über Nacht mariniert, wie es im Rezept vorgesehen war.
Die Möhre schälen und in grobe Stifte schneiden. Das Suppengrün habe ich vorbereitet im Tiefkühler, da ich mir so etwas immer, bereits kleingewürfelt, einfriere, eigentlich um Suppen oder Spaghetti Bolognese Sauce spontan kochen zu können.
Die Tomaten häute ich ebenfalls nicht, sondern entferne nur den Stilansatz und schneide sie in kleine Stücke. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.

In einem Schmortopf das Öl erhitzen, die Kaninchenkeulen darin von beiden Seiten anbraten. Dann die Keulen aus dem Topf nehmen und im Öl nun die Karotten und den Knoblauch und das Suppengrün anbraten. Mit dem Wein ablöschen und die Kaninchenkeulen wieder zurück in den Topf setzen. Die Tomaten und die stückigen Tomaten aus der Packung mit den Kräutern dazu geben, eventuell noch etwas Wasser zugeben und das Ragout eine Stunde zugedeckt, bei schwacher Hitze schmoren lassen.

Dazu serviert habe ich einfach ein frisches Baguette. Zum Sauce aufnehmen ist das ja eh das beste Mittel :-)

Lasst es euch schmecken!
Diesen Wein gab es zum Ragout.


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Hier könnt Ihr darin blättern und euch inspirieren lassen: Zu den blätterbaren Magazinen

EASY PEASY: Schweinelendchen mit Pilzrahmsauce

© Aromenspiele | Dorit Schmitt

Es wird geschmort. Aber nicht stundenlang, sondern diesmal ratzfatz!
In einer guten halben Stunde steht dieses Essen auf dem Tisch! Schweinelendchen, Pilzrahmsauce und Nudeln oder Schwbische Spätzle - wem da nicht der Mund wässrig wird, ist selber Schuld.
(Vegetarier und Veganer ausgenommen, denen bei Fleischgerichten ja grundsätzlich nicht das Wasser im Mund zusammenläuft).

Zutaten für 2 Personen

1/2 Zwiebel
150 g Champignons Austernpilze
1/2 Bund glatte Petersilie
300 g Schweinelende, in einzelne Filets geschnitten
2 EL Butterschmalz
Salz
Pfeffer
50 ml trockener Weißwein
70 ml Fleischbrühe
100 ml Sahne

Und so einfach geht's:
Die halbe Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Pilze, falls nötig, putzen und in Scheiben schneiden.
Die Petersilie waschen, trockentupfen, die Blätter abzupfen und grob hacken.

In einer Pfanne 1 EL Butterschmalz erhitzen. Die Schweinefilets hineinlegen und von jeder Seite 3-4 Minuten anbraten. Aus der Pfanne nehmen, anschließend salzen und pfeffern und abgedeckt beiseite stellen.
In der heißen Pfanne einen weiteren EL Butterschmalz erhitzen und darin die Zwiebelwürfel anbrten, nach 1 Minute die Pilze hinzugeben und bei größerer Hitze und unter Rühren kräftig anbraten.

Die Pilze mit Weißwein ablöschen, verdampfen lassen, Brühe zugießen aufkochen und danach die Sahne in der Sauße sämig einkochen. Die Sauce abschmecken. Wer mag kann jetzt schon etwas von der Petersilie in die Sauce rühren. Die angebratenen Filets zurück in die Sauce setzen und noch für ca. 3 Minuten darin erhitzen.

Nudeln oder Spätzle dazu servieren.
Ich wünsche euch einen guten Appetit!

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GESCHMORTES | Das Oktober-Spezial ist online!


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Der Oktober macht Topfgucker glücklich!

Jetzt, da die Schatten länger und die Tage kürzer werden, kann man sich in Wald und Flur noch einmal auf die Jagd nach den Schätzen der Natur machen. Steinpilze, Maronen und Trüffel erobern die Speisekarten. Pünktlich zu den länger werdenden Genussabenden beginnt nun die Wildsaison. In den deftigen Schmorgerichten verzaubern fein fruchtige Nuancen von Birne, Quitte, Holunder, Apfel und Hagebutte unseren Gaumen.

Auch ich war auf der Jagd nach den besten Rezepten und Weinempfehlungen erfolgreich. Auf den nächsten 42 Seiten könnt Ihr Euch auf die Pirsch nach verlockenden Genüssen begeben. Es darf wieder mit viel Vorfreude in die dampfenden Töpfe geschaut werden, in denen es fleißig schmort und köchelt.

Beim betörenden Duft aus den Töpfen werden Erinnerungen geweckt: an unsere Lieblingsspeisen, deftige Hausmannskost und das heimelige Gefühl, zu Hause zu sein. Wie wäre es wieder einmal mit einer Grießnockerlsuppe oder einer Kartoffelsuppe mit Würsteleinlage? Wann habt Ihr das letzte Mal einen richtig guten Sauerbraten gegessen, ein aromatisches Gulasch oder einen selbst gekochten Schokoladenpudding? Am besten Ihr macht Euch wieder einmal damit glücklich.
Die Rezepte dazu findet Ihr alle in dieser Ausgabe.

Viel Spaß beim Lesen und
Genießen!

Eure Dorit Schmitt

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Samstag, 10. Oktober 2015

ORIENTALISCH | Linsen mit Brokkoli, Dukkah und Curry



© Foto: Aromenspiele

Heute Abend wieder ein Gericht aus der Kategorie "Rumfort" oder anders ausgedrückt: Was ist hier und kann zu einem leckeren Gericht verarbeitet werden. Ein klein wenig Improvisationstalent des Kochs bzw. der Köchin vorausgesetzt und schon kann's losgehen. Ich habe ja immer auf Vorrat Kokosmilchdosen im Haus. Linsen sowieso und Chili eigentlich auch. Dass man manchmal ein paar Zutaten eines Rezepts nicht parat hat, sollte einen nicht abschrecken, es dennoch, leicht modifiziert auszuprobieren. So habe ich bisher auch noch nie Brokkoli mit Linsen gegessen, aber so schlecht wir es schon nicht schmecken, hoffe ich. Also, ich probierte das nun einfach mal aus.


Meine Zutatenliste für 2 Personen

1 EL Dukkah (schnell selbst gemacht: 3 EL gemahlene Haselnüsse Mandeln, 2 EL Sesamsamen, 2 EL Koriandersamen, 2 EL Kreuzkümmelsamen (1 EL gemahlener), 1 EL schwarzer Pfeffer. Alles in einer Pfanne ohne Fett anrösten, anschließend in den Mörser. 1 TL Fleur de Sel dazu. Fertig. Das übrige Dukkah in ein Schraubglas geben, so lässt es sich noch ein paar Tage gut aufbewahren. Und dann zum Beispiel einfach in Olivenöl anrühren und auf eine frisches, geröstetes Fladenbrot vom Türken geben).

1 EL Curry
250 g Blumenkohl Brokkoli
1 Karotte, klein gewürfelt
100 g Rote Gelbe Linsen
1/2 getrockneter roter Chili, klein hacken
1 Knoblauchzehe
1 Dose Kokosmilch
Wasser
Salz
Erdnussöl

Öl in einer weiten Pfanne erwärmen. Gewürzmischung und Curry beigeben, ca. 1 Min. andünsten. Knoblauch, Brokkoli und Karotte beigeben, ca. 3 Min. andämpfen. Linsen und Chili beigeben. Kokosmilch und Wasser dazugiessen, aufkochen, Hitze reduzieren, Linsengericht unter gelegentlichem Rühren ca. 15 Min. köcheln, salzen.

Wie man sieht geht das ratzfatz. Und geschmeckt hat es außerdem auch ganz gut!
Wein dazu? Würde ich mir heute einen öffnen, dann wäre das ein fruchtbetonter Weißer. Ein Arrogant Frog Blanc zum Beispiel, dessen Viognier-Anteil wunderbar zu dem orientalisch gewürzten Linsen passen würde.

© Foto: Aromenspiele


Hier die Rezept-Inspirationsquelle.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Mamas Apfeltarte, die eigentlich ein apple pie ist

© Aromenspiele | Mamas Apple pie direkt aus dem Ofen

Das Kind ist krank und Mamas kommen, um zu trösten und zu helfen. So auch meine Mami. Eine Woche lang hat Sie mir nun geholfen, all das zu organisieren, was sonst liegen geblieben wäre, hat mir gekocht und mir Ihr Apple Pie Rezept gezeigt, damit ich es nachbacken und vor allem auch mal aufschreiben kann. Die Kochleidenschaft verbindet uns und ich genieße es, wenn ich meiner Mami bei den Dingen über die Schulter schauen kann, die ich nicht, oder kaum selbst mache. Wie das Kuchenbacken beispielsweise.

Es gibt so wunderschöne Äpfel im Moment und so schlägt Mama Ihren Apfelkuchen vor, der ein Zwischending aus französischer Tarte und amerikanischem Pie ist.
Die Basis ist ein Mürbteig. Als Tipp verrät Mami mir noch, dass ich mir ein "Teigmesser" kaufen sollte, da man den Mürbteig vor dem Kneten mit dem Messer hackt. Sie hätte sich so etwas aus Amerika mitgebracht und das sei extrem praktisch. Ich besitze so ein Messer noch nicht und nehmen stattdessen einfach mein größtes Küchenmesser, was tadellos zum Teighacken funktioniert hat.

Aber von Anfang an.

Meine Tarteform aus Keramik ist griffbereit in der Küche und wird schon einmal mit etwas Butter eingefettet. Wir legen kein Backpapier in die Form. "Wenn man den Teig nicht so fest an die Form drückt, geht der Kuchen nach dem Backen auch wieder leicht raus", erklärt mir meine Mama. Und sie gibt mir noch einen Rat mit auf den Weg, dass ich mich nach einer Tarteform - ähnlich einer Springform umsehen soll - bei der man den Boden nach dem Backen aus der Form nehmen kann.

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Nudelholz und Mehl zum Ausrollen bereitlegen.

Der Mürbteig:
300 g Mehl, durchgesiebt
30 g Zucker
125 g Butter, in Stücke schneiden
1 Eigelb, Eiweiß aufheben
3 EL kaltes Wasser
1 Prise Salz
etwas Semmelbrösel
Eiweiß vor dem Backen auf den Teigdeckel streichen

Für den Belag:
700-750 g säuerliche Äpfel (Boskop)
2 cl Calvados zum Marinieren
1-2 EL Rohrzucker
2 reife Banane
Orangenlikör zum Marinieren
Puderzucker

Aprikosen- oder Quittengelee, nach dem der Kuchen aus dem Ofen geholt wurde, auf den Teigdeckel streichen.

Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in größere Stücke schneiden. In einer Schüssel mit Calvados (wir haben einen Apfellikör aus der Normandie verwendet) und Rohrzucker marinieren.
Die Bananen schälen und in Scheiben schneiden. In einer Schüssel mit dem Orangenlikör beträufeln und marinieren lassen.

Auf mein Holzbrett wird das Mehl gesiebt. Eine Prise Salz und der Zucker darüber gestreut. Eine kleine Mulde in das Mehl gedrückt, in diese wird das Eigelb und das kalte Wasser gegeben. Mit einer Gabel wir das Eigelb zunächst verrührt, dann die Butter in Stücke über das Ganze geschnitten und mit einem Messer werden die Zutaten "gehackt", bis der Teig krümelig wird. Nun schnell mit den Händen zu einem Teig kneten. Vor dem Backen muss der Teig, in Klarsichthülle gewickelt, für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.

Nach der Teig Ruhephase Mehl auf das Holzbrett streuen. Mama walzt den Teig unter einer Klarsichtfolie dünn aus. Bevor sie den Teig dünn ausrollt, hat sie ihn in zwei Teile (1 Drittel zu 2 Drittel) geteilt. Die größere Menge wird der Teigboden, der Rest ein Teigdeckel. Hier unterscheidet sich Mamas Kuchen von der französischen Tarte, deren Teigboden zunächst "blind gebacken" wird, bevor der Belag drauf kommt.

Nach Mamas Rezept kommt der dünn ausgerollte Teig in die Tarteform. Überstehender Teig wird abgeschnitten und an den Stellen an den Rand gelegt, wo er gefehlt hat. Nun den Boden mit einer Gabel ein paar Mal einstechen. Semmelbrösel darüber streuen. Die Bananenscheiben abtropfen lassen und darauf verteilen. Ebenso die Apfelstücke abtropfen lassen und auf den Tarteboden geben.
Zum Schluss kommt nun der, ebenfalls dünn ausgerollte, Teigdeckel auf den Kuchen. Ab hier könnte man von einem Pie anstelle einer Tarte sprechen. Den Teigdeckel ebenfalls mit einer Gabel ein paar Mal einstechen oder einritzen. Das Eiweiß darüber streichen und auf der untersten Schiene zunächst für 20 Minuten backen. Anschließend auf die mittlere Schiene geben und weitere 25 Minuten fertig backen.

Nach dem Abkühlen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.
Sahne dazu schlagen ... mmmmmhhhh!!!!
Bon appétit!

Der Kuchen ist extrem köstlich! Schmeckt fast wie eine Praline, so fein :-)

© Aromenspiele



Samstag, 19. September 2015

COUSCOUS mit Paprika-Fenchel-Gemüse und Nürnberger Bratwürsten

© Foto: Aromenspiele

Mittagszeit. Der kleine Hunger meldet sich und es steht wieder einmal ein "Rumfort"-Essen* auf dem Plan. Ich habe Fenchelknollen, rote Spitzpaprika, eine Zitrone, Orangen und Anissamen ... auch die anderen Zutaten, um das Gemüse zuzubereiten sind vorhanden.

Das Gemüse geht übrigens auch super, ohne Cosucous und Bratwürste dazu zu servieren, aber ich hab Hunger. Und Lust auf die kleinen Bratwürste aus meiner alten Heimat.
Daher werde ich das fertige Gemüse unter den Couscous heben und mir die Bratwürste braten.

Hier das Rezept für das Gemüse im Couscous:
Zutaten für 2 Personen

1 kleine Fenchelknolle
600 g Spitzpaprika
Orangensaft von 1 Orange, frisch gepresst
1 kleine Zwiebel
Olivenöl
Pfeffer aus der Mühle
Salz
etwas Zitronensaft
ein paar Anissamen
und meine allerletzte Kresseblüte vom Balkon :-)

So geht's:
Den Fenchel waschen und in kleine Stücke schneiden. Das Grün, wenn vorhanden, fein hacken und zur Seite stellen. Die Paprikaschoten waschen, halbieren und in Streifen schneiden. Dann die Zwiebel putzen und würfeln.

Öl in einer Pfanne erhitzen und den Fenchel darin anbraten. Paprikastreifen, Zwiebelstücke und die Anissamen untermengen - alles kurz mitbraten. Ich dämpfe den Fenchel nicht vorab, sondern brate ihn mit dem restlichen Gemüse bereits an und lasse alles, nach dem Ablöschen, abgedeckt 10 Minuten leise köcheln.

Das Fenchelgrün unter das Gemüse mischen, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Den Couscus nach Packungsanleitung zubereiten. Ich nehme  bei 2 Personen 125 g Couscous.
In diesem Fall habe ich 200 ml Wasser mit etwas Salz ind 1 EL Öl zum Kochen gebracht und 180 g Couscous eingerüht. Dann 2-3 Minuten quellen lassen, ein haselnussgroßes Stück Butter dazu, verrühren und dann das Gemüse dazu.

Das fertige Gemüse nun unter den Couscous mischen, noch einmal abschmecken und ziehen lassen, bis die Bratwürste fertig sind.



*Rumfort = was liegt rum, was muss fort

Dienstag, 15. September 2015

HERBSTKÜCHE | Das Herbstmagazin 2015 ist online!


Umfang: 82 Seiten
Online bis 31. Dezember 2015

Wie wundervoll farbenfroh zeigen sich im Herbst die Wälder. Ein Feuerwerk an Farben im Sonnenlicht. Die Tage sind bereits spürbar kürzer geworden und man saugt die letzten wärmenden Sonnenstrahlen förmlich in sich auf. Sonnige Sitzplätze sind heiß begehrt. Es liegt auf der Hand, dass man sich bei schönem Wetter in der Natur aufhalten möchte.
Denn die nebelverhangenen Tage kündigen sich frühmorgens bereits an, wenn die ersten dichten Nebelschwaden über den Wiesen hängen.

Richtig schön ist ein Besuch in der herbstlichen Pfalz! Eine reizende Landschaft erwartet die Besucher. Und die kleinen Weindörfer an der Südlichen Weinstraße laden förmlich dazu ein, eine kleine Pause einzulegen, um sich etwas Gutes zu gönnen. In den Weinstuben der Gegend hat man die Auswahl an hausgemachten Pfälzer Spezialitäten und einer kreativ zubereiteten Hausmannskost.

Der Herbst hat einfach kulinarisch viel zu bieten. Wir können vor dem Winter noch einmal aus dem Vollen schöpfen. Äpfel, Birnen, Quitten, Beeren, Esskastanien und Nüsse sind reif und schmecken so erntefrisch am aller besten!

Jetzt wird allerorts fleißig eingekocht, eingeweckt und gebacken. Auch das aufwendigere Kochen macht in dieser Jahreszeit wieder mehr Spaß. Die Stars der Saison, Kartoffeln und Kürbisse, warten nur darauf, in unsere Töpfe zu wandern. Der unwiderstehliche Duft von Flammkuchen, Schmorgerichten und Obstkuchen zieht durch die Küchen der Republik.

Hier sind köstliche Rezepte und exzellente Weinempfehlungen für einen genussvollen Herbst und schönen Ausklang des Jahres.

Viel Spaß beim Lesen und
Genießen!

Eure Dorit Schmitt

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Inhaltsangabe
Titel "Herbstküche"
Seite 2/3: Vorwort
Seite 4 bis 7: Die Pfalz | Gesellige Genussregion mit überaus herzlichen Gastgebern
und das Weingut Bergdolt, Reif & Nett
Seite 8: Buchpräsentation "Deutsche Küche. Neu entdeckt!" von Matthias F. Mangold
Seite 9 bis 13: Pfälzer Impressionen und das VDP Weingut Siegrist
Seite 14 bis 17: Auberge de l'Ill | Mon dieu. Délicieux!
Seite 18: Pascal Leonetti | Die Passion für große Weine des Sommeliers der Auberge de l'Ill
Seite 20/21: Elsässer Impressionen
Seite 22 bis 25: Romantische Mosel | Atemberaubend schöne Landschaften entlang des Flusses entdecken
Seite 26/27: Weingut Lubentiushof
Seite 28/29: Weingut Immich-Batterieberg
Seite: 30/31: Weingut Rinke
Seite 32 bis 35: Die Vineria in Nürnberg | Vini, Vivera, Vineria
Seite 36/37: Hofladen Zonsius im Kraichgau
Seite 38 bis 40: Kraichgauer Impressionen
Seite 41: Schokomousetorte mit Birnen von "Bine kocht"
Seite 42 bis 45: Köstliche Kuchenrezepte
Seite 46/47: Vegane Vanilletarte mit Quitten
Seite 48/49: CHATEAU et CHOCOLAT und Süßes mit Schokolade
Seite 50/51: Meerrettich der gesunde Scharfmacher
Seite 52: Gebeizter Bauchsaibling mit Linsen und Meerrettich von "Kaquus Hasumannskost"
Seite 53: Rezepte mit der scharfen Wurzel
Seite 54/55: Franz E. Prielers Gastkolumne | Die undefinierte Vielfalt der Brettl Jaus'n
Seite 56 bis 58: Echte Bodenschätze | Kartoffeln die heimlichen Stars in der Küche
Seite 59: Lippischer Pickert von "Schlecktüre"
Seite 60: Flammkuchen mit Pfifferlingen von "Schlecktüre"
Seite 61: Zauberhaftes für den Herbst
Seite 62/63: Spätsommerlicher Weingenuss und Flammkuchenrezepte
Seite 64/65: Vom glücklichen Huhn | Coq au Riesling von Tom Schäfer
Seite 66 bis 69: Immer wieder Sonntags
Seite 70/71: Köstlicher Kürbis | Kürbisrezepte
Seite 72/73: Vegane Herbstküche
Seite 74/75: Buchvorstellung "Handgemachtes Glück" von "Die Landfrau", Birgit Neußer
Seite 76/77: Champagner Risotto zum Rendevos von "Aromenspiele", Dorit Schmitt
Seite 78/79: Risotto Rezepte
Seite 80/81: Schätze aus dem Wald | Steinpilzrezepte
Seite 82: Gläser von La Rochére und Vorankündigung "Oktober-Spezial"

Vorankündigung
Die nächste Spezialausgabe erscheint Ende Oktober
 




Sonntag, 13. September 2015

SONNTAGSBRATEN | Bayerischer Schweinebraten mit Kloß und Soß

© Foto: Aromenspiele

Bei den Küchengöttern kann man lesen: "An seinem Schweinebraten wird jedes bayerische Wirtshaus gemessen. Mit diesem Rezept können Sie mit den besten konkurrieren."

Nun, das stimmt schon. Denn will man einen richtig guten Schweinebraten essen - sollte das Fleisch nicht nach gestresster Sau schmecken, die Soße um Himmelswillen nicht mit einem Baggerkprodukt gebunden worden oder gar gemacht worden sein und die Schwarte krachen, vorausgesetzt man hat einen Krustenbraten oder ein Schäuferla bestellt.

Und als Bayerisches Kind mit Hobbykoch-Ambitionen in der Küche, mache ich mir natürlich meinen Schweinsbraten auch gerne mal selbst! Wer nun auch Fleischeslust auf diese Schweinerei bekommen hat - bitteschön!

Hier ein paar Rezepte, die man so auf den bekannten Rezepteseiten finden kann:
Schweine-Krustenbraten
Schweinekrustenbraten mit Biersauce und Brezenknödeln
Schweinebraten 

Mein Rezept ist einfach und schmeckt, wie es bei Facebook kommentiert wurde: "So lecker. Schweinelecker!"

© Foto: Aromenspiele
Was man braucht:
1 kg Schweineschulter mit Schwarte
Wurzelgemüse: Ich nehme 1-2 Karotten, 1 Lauch und Stück Sellerie
1-2 Zwiebeln und 2 Knoblauchzehen
Gewürze: Salz, weißer Pfeffer, edelsüßer Paprika, 1 TL Kümmelsamen
Öl zum Anbraten
Wasser und Bier zum Aufgießen und Bestreichen im Ofen
Petersilie

Die Schwarte mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden. Das Fleisch mit Salz, Pfeffer und Paprika rundum einreiben.

Den Ofen auf 190 Grad vorheizen.
Das Ofengemüse vorbereiten. Dazu die Karotte schälen und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Lauch gründlich putzen und ebenfalls in 5 cm lange Stücke schneiden. Sellerie putzen und in größere Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen und Vierteln, Knoblauchzehen schälen.

Öl im Bräter erhitzen und das Fleisch rundum kräftig anbraten. Herausnehmen und das Gemüse im Öl für 3 Minuten anbraten. Danach das Fleisch, mit der Schwarte nach oben, zurück in den Bräter auf das Gemüse setzen und mit einem Schuss Bier ablöschen, mit Kümmel bestreuen. Zunächst für 30 Minuten bei geschlossenem Deckel im Rohr schmoren lassen. Danach den Deckel herunternehmen, mit 1/4 Liter Wasser aufgießen und für weitere 2 Stunden im Ofen braten lassen. Dabei immer wieder mit etwas Bratensaft und Bier übergießen. Die letzten 25 Minuten den Ofen auf 210 Grad heizen, damit die Kruste schön kross wird.

© Foto: Aromenspiele
Den Bräter aus dem Ofen nehmen. Das Fleisch und das Schmorgemüse herausnehmen und die Sauce fertigstellen. Dazu zunächst einmal den Bratensatz an den Bräterrändern mit der Sauce im Bräter lösen. Die Sauce mit etwas Mehl dicken, wer das mag - oder - wie ich das tue, einen Teil des Schmorgemüses pürrieren und zurück in die Sauce geben, einmal aufkochen lassen. Fertig.

© Foto: Aromenspiele
Die Knödel entweder nach Packungsanleitung - ich nehme Knödelteig Halb und Halb - oder selber machen. Hier ein Rezept für leckere Semmelknödel.

Ich wünsche guten Appetit.

Oder wia mia soagn dadn: An guadn!
Und a gscheits Boarisch Bier.
PROSIT!


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SEMMELKNÖDEL | Rundum glücklich


© Foto: Aromenspiele
Lecker lockere Semmelknödel

Sie schmecken zum "Schweinsbraten" genauso wie zum "Schwammerlragout" oder den Rindsrouladen. Noch dazu sind sie sind ratzfatz zubereitet.

Zutaten für 4 Personen

4 (Ciabatta) Brötchen (vom Vortag, ca. 250 g)
150 ml lauwarme Milch
Salz
1 Zwiebel
2 EL Butter
1 Bund Petersilie
2 Eier (M)
Pfeffer
frisch geriebene
Muskatnuss

Für die Knödel die Brötchen in dünne Scheiben schneiden. Die Milch darübergießen, salzen und 30 Min. ziehen lassen.

Für die Knödel die Zwiebel schälen, sehr fein hacken und in der zerlassenen Butter glasig dünsten. Petersilie waschen, trocken schütteln, die Blätter abzupfen und sehr fein hacken.

Zwiebeln, die Hälfte der Petersilie und Eier mit Salz, Pfeffer und Muskat zu den Brötchenscheiben geben, alles kräftig durchkneten. Aus dem Teig mit nassen Händen acht Knödel formen.

Reichlich gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Die Knödel einlegen und bei schwacher Hitze 20 Min. gar ziehen lassen.

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Dienstag, 8. September 2015

Leckeres Curry mit Linsen, Ingwer und Kürbis

© Foto: Aromenspiele

Eigentlich ist es heute für einen Herbsttag doch ganz angenehm warm geworden. Jetzt am Abend hat es noch 20 Grad und die Sonne scheint ins Arbeitszimmer. Da sich bei mir der Hunger gemeldet hat, habe ich beschlossen, mir etwas aus dem Hokkaido-Kürbis zu kochen, den ich mir vor ein paar Tagen gekauft hatte. Und es sollte keine Suppe werden. Denn die kann ich morgen aus der anderen Kürbishälfte zubereiten. Gesagt getan, frisch ans Werk.

Zutaten für 2 Personen:
30 g frischer Ingwer, 1 Knoblauchzehe, 1/2 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 500 g), 165 g rote Linsen, 
1 EL neutrales Öl (z. B. Erdnussöl), 1/2 TL Salz, 1 TL brauner Zucker, 2 TL mildes Currypulver (Ich habe Quai Sud "ma sauce curry-mangue" verwendet), 400 ml Gemüsebrühe, 1/2 Bio-Limette, 50 g Crème fraîche, ½ TL Chiliflakes

So geht's:
Zunächst Ingwer und Knoblauch schälen und beides fein würfeln.
Den Kürbis halbieren, entkernen, in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Die Linsen gut waschen.

Das Öl im Wok oder in einer Pfanne erhitzen, den Ingwer darin 2 Min. braten, den Knoblauch kurz mitbraten. Den Kürbis dazugeben und unter Rühren anbraten, salzen, mit Zucker bestreuen und weiterrühren, bis der Zucker gelöst ist. Mit 1,5 TL Currypulver bestäuben, gut mischen und mit Brühe ablöschen. Die Linsen dazugeben, aufkochen lassen und zugedeckt in ca. 20 Min. garen.

Die Limette heiß waschen und abtrocknen, die Schale abreiben und 2 TL Saft auspressen. Das Curry mit der Hälfte der Limettenschale und dem Limettensaft abschmecken. Auf das Curry einzelne Kleckse Crème fraîche geben, mit Chiliflakes und der übrigen Limettenschale bestreuen.

Fazit: Wunderbares vegetarisches Curry für Kübis und Linsenfans. Die fruchtige Schärfe dominiert das Gericht nicht sondern gibt ihm die nötige Würze, der Limettensaft die nötige Frische.
Das werde ich ganz sicher noch öfter kochen. Schon, weil es so schnell zuzubereiten geht.

© Foto: Aromenspiele

Der Wein war dazu ein Volltreffer!
Der 2011er Langsurer Brüderberg Terrassen vom Weingut Rinke, fügte sich mit seiner opulenten Reife perfekt zu den Aromen des Linsen-Curry-Ingwer Gerichts. Der Ingwer ließ den Wein jünger und frischer wirken, der Curry hob die würzigen Aromen des Weins. Perfekt, würde ich sagen!

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Dienstag, 25. August 2015

Macht doch mal wieder Hackbällchen - scharf und orientalisch gewürzt

© Foto: Aromenspiele
Hackbällchen sind keine Frikadellen (Fleischküchle, Fleischpflanzerl, Buletten), denn sie werden ohne Semmeln (bzw. altbackenes Weißbrot) zubereitet. Aber sie sind mindestens ebenso "retro" irgendwie. Ich hab ein Rezept gefunden und mit einem leckeren Joghurt serviert - schön scharf, einbisschen orientalisch und unglaublich lecker!

Für die Hackbällchen, die für Drei gereicht haben, habe ich folgende Zutaten verwendet:
500 g Rinderhack
1 rote Chilischote, samt Kernen kleingehackt
1 Ei
1 Stück (ca. 2 cm) frischen Ingwer, geschält und kleingehackt
1 Zwiebel, geschält und fein gehakt
1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt
je 1/2 TL gemahlener Koriander, Kreuzkümmel und Garam Masala
Meersalz
weißer Pfeffer
Sonnenblumenöl zum Braten

Alle Zutaten zügig vermengen und kleine Hackbällchen formen. Die gewürzte Hackbällchen noch für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
In einer beschichteten Pfanne reichlich Öl erhitzen und die Hackbällchen darin bei mittlerer Hitze rundum schön braun braten. 

Für den Joghurt Dip
1 Becher (125 g) Joghurt nach griechischer Art
1/2 Becher Quark
Saft einer halben Zitrone
1/2 Bund glatter Petersilie (gehackt)
eine Prise Kreuzkümmel
Flor de Sal mit Orange und Chili
1 Knoblauchzehe, geschält und klein gehackt

Alles in einer Schüssel miteinander vermengen und glattrühren.

Hackbällchen mit dem Joghurt Dip und frischem Baguette servieren. 
Einfach zuzubereiten und sehr, sehr lecker.

Perfekt zu den scharfen Hackbällchen: SIMONSIGs Chenin Blanc

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Freitag, 21. August 2015

Mi amore! Spaghetti Bolognese fürs Herz, Leib und Seele

© Foto: Aromenspiele

Soulfood ist in aller Munde. Alles, was jeder so denkt, was man mit diesem Begriff aufwerten könnte, wird zum Essen für die Seele. So ein Essen erinnert uns an die Behaglichkeit und Geborgenheit der Familie, als wir noch klein waren. Ich gebe auch zu, dass der Begriff etwas zu inflationär verwendet wird, aber bei Spaghetti Bolognese sind wir uns doch alle einig, oder?

So ein Teller Nudeln mit Hackfleischsauce ist das perfekte Soulfood. Heute wissen wir auch, dass wie die Nudeln nicht IM Löffel auf die Gabel aufdrehen dürfen - das machen nur die Touristen. Aber als Kinder, da haben wir die langen Nudeln doch einfach nur durch die Lippen in den Mund gesaugt und uns dabei richtig doll mit der Sauce eingesaut. Ok, das mit dem Einsauen, das passiert auch heute noch manchmal, wenn ich Spaghetti esse. Vornehmlich dann, wenn ich ein helles T-Shirt oder eine weiße Bluse anhabe.

Meine Bolognese-Sauce schmeckt übrigens nie gleich. Zu oft habe ich sie schon zubereitet. Zu oft musste ich in den Zutaten variieren und manchmal hab ich auch mal eine Zutat vergessen. Da wird mal Salami, mal Speck, mal keines von beiden zugegen. Da werden Tomaten aus der Dose auch mal mit frischen Tomaten kombiniert aber Tomatenmark darf nie fehlen. Auch geriebener Parmesan darf nicht fehlen. Diesen bewahre ich inzwischen in der TK auf, so habe ich immer welchen zur Hand.

Immer dabei sind auch Karotten und Knollensellerie. Außerdem Zwiebeln und Knoblauch. Und die Gemüsebrühe, die mache ich aus Zeitgründen tatsächlich aus einer körnigen Brühe, die wiederum mal Rind, mal Gemüse sein kann. Auch beim Aufgießen mit einem Schluck Wein halte ich es locker, ist kein Rotwein da, nehme ich auch mal einen Weißen. Und auch gar keine, wenn keiner geöffnet ist.
Und was soll ich sagen, jedes Mal schmecken mir die Nudeln super!

Also hier meine meist verwendeten Zutaten

500 g gemischtes Hackfleisch
etwas Salami sonst auch gerne Speckwürfel
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Karotte, in kleine Würfel geschnitten
etwas vom Knollensellerie, in kleine Würfel geschnitten
1 Knoblauchzehe, geschält und gewürfelt
2 EL Tomatenmark
1 Dose stückige Tomaten
2-3 Cherrytomaten, geviertelt
1 Schuss Rotwein zum Ablöschen
1 Tasse Gemüse- oder Rinderbrühe
Kräuter der Provence oder frischen Rosmarin und Thymian
Salz, Pfeffer, Rosenpaprika, Chiliflocken
Öl zum Anbraten
Glatte Petersilie
Geriebener Parmesan

So mache ich meine Bolognese

In einem Topf Öl erhitzen, darin zunächst die Zwiebeln anschwitzen, dann Sellerie- und Karottenwürfel sowie den Knoblauch zugeben. Anschließend das Hackfleisch dazugeben und mit dem Gemüse anbraten. Hier gebe ich nun das Tomatenmark sowie Rosenpaprika und die Chiliflocken dazu, verrühre das Ganze und lösche die Mischung mit Rotwein ab.
Nun kommen die Dosentomaten, die Cherrytomaten und anschließend die Brühe dazu, außerdem die Gewürze. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und eine halbe Stunde sanft köcheln lassen.

In der Zeit die Spaghetti Nudeln nach Packungsanleitung zubereiten.

Anrichten, mit gehakter Petersilie und geriebenem Parmesan bestreuen.
Dann bleibt nur noch einen guten Appetit zu wünschen!

Weinempfehlung ein schöner Roter aus dem Priorat. Er schmeckte ausgewogen, fast schon samtig - eher dunkle Früchte und die Holznoten dominierten den Geschmack. Zu den Spaghetti die richtige Wahl :-)


© Foto: Aromenspiele

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Mittwoch, 19. August 2015

Rezepte mit süßen Tafeltrauben

© Foto Wikipedia | Tafeltraube Palatina
Von den weltweit angebauten Trauben werden gerade einmal 10 Prozent als Tafeltrauben angeboten. Es sind nicht dieselben Trauben, die man im Weinbau verwendet. Eines ist allen Sorten Tafeltrauben gemein: sie sollen schnell reifen, süß schmecken, kaum oder keine bitteren Kerne besitzen, eine zarte Schale aufweisen und große Trauben ausbilden.

Die am weitverbreiteste Sorte heisst „Sultana“. Schon bei Ihrem Namen denkt man an den Orient und tatsächlich wird über ein Viertel der weltweiten Ernte (440.000 ha) in der Türkei (110.000 ha), Syrien (10.000 ha) und dem Irak (10.000 ha) angebaut. Die ebenfalls weiße „Palatina“ hat goldgelbe, große, ovale Beeren, schmeckt angenehm süß mit feinen fruchtigen Muskat-Aromen. Tafeltrauben landen aber nicht nur als frische Ware in den Obstregalen der Supermärkte oder auf den Obstständen, aus vielen werden Rosinen hergestellt. Wusstet Ihr, dass Rosinen je nach Rebsorte und Herkunftsland andere Namen haben? Sultaninen, Korinthen oder Zibeben sind die bekanntesten Namen für die süßen, getrockneten Trauben.

Kennt ihr eigentlich die Online Magazine AROMENSPIELE? Schaut doch mal rein! 

Die roten und weißen Trauben sind ein äußerst beliebtes Obst und zudem auch noch sehr gesund. Sie schmecken im Obstsalat oder auf Kuchen. Aber auch in pikanten Gerichten, zum Beispiel in Kombination mit Sauerkraut, als Beilage zu Wildgeflügel, in würzigen Saucen, in frischen Salaten oder einfach als Deko auf Käseplatten.

Hier ein paar Rezepte, die sich lohnen, einmal nachgekocht zu werden!


Crostini mit Mandelcreme und Trauben
© Foto: Mona Binner | GU Vegan vom Feinsten

Gefüllte Schnitzeltaschen
© Foto: Thorsten Suedfels | GU 20 Minuten sind genug! und dann ab in den Backofen


Zwetschgen-Trauben-Salat
© Foto:
Ulrike Holsten | Küchengötter

 Hähnchenpfanne
© Foto: 
Fotos mit Geschmack | Küchengötter

  Wein-Trauben-Flaugnardes
© Foto:
Coco Lang | GU Backen für Faule

Mittwoch, 5. August 2015

Aprikosen | Mozzarella | Rosmarin - so lecker, so einfach!


Noch eine sommerliche Variation mit Aprikosen und Mozzarella | © Foto: Aromenspiele

Diese Kombination ist für mich nicht neu. Vor einigen Jahren schon, habe ich mich, nach einem Rezept von Tanja Grandits, an Aprikosen und Mozzarella versucht. Das Rezept kam, selbst bei anfänglichen Skeptikern, immer sehr gut an. Und ich kann es Allen nur empfehlen es auszuprobieren, die es gerne fruchtig mit süß-säuerlichen Noten haben.

Heute entstand eher spontan eine neue Variante mit den Zutaten. Die war ebenso lecker!
Was braucht man dazu?

Für das cremige Aprikosen-Dressing
1-2 Aprikosen
2 EL Marillen Essig (da hatte ich einen von GÖLLES zur Hand)
2 EL Limonen-Olivenöl
3 EL Olivenöl
Alles mit dem Rührstab zu einer feincremigen Konsistenz mixen.

Für den Salat
2-3 Aprikosen pro Person
1 Kugel Mozzarella pro Person
Flor de Sal mit Limone und Lavendel
1/2 TL Rosmarinnadeln, feingehackt pro Teller
Rosa Pfeffer Beeren im Mörser zerstoßen
Deko: Kresseblüten, Kresseblatt und Mojito-Minze

Aprikosen waschen, halbieren, den Kern entfernen und anschließend Vierteln.
Mozzarella Kugel in Scheiben schneiden und halbieren. Ich habe dann abwechselnd Mozzarella und Aprikosen in den Teller geschichtet. In die Mitte gab ich noch die restlichen Mozzarellascheiben, die ich dazu noch gewürfelt habe. Diese dann großzügig mit dem Dressing übergießen. Dann mit den Rosmarinnadeln, dem Flor de Sal und dem Rosa Pfeffer bestreuen.
Zum Schluss noch die Blüten, Blätter und Zweige dekorieren und servieren.

Bon Appetit!

Und so sah das aus, als ich das nach dem Rezept von Tanja Grandits gemacht habe. Sehr, sehr lecker!

Hier geht's zum Rezept: Rosmarin marinierter Büffelmozzarella, Aprikosen und Zitronenöl
Vielleicht wollt Ihr ja nun auch mit Aprikosen und Mozzarella experimentieren - es lohnt sich :-)

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Nach anfänglicher Skepsis, was die Zutaten betraf, schmeckte es meinem Besuch dann doch sehr gut. © Foto: Aromenspiele

Mittwoch, 29. Juli 2015

Curry freestyle: Hühnchenbrust, Erbsen, Zwiebeln und Tomaten



© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele

Momentan muss es beim Kochen schnell gehen und es wird gekocht mit den Dingen, die im Haus sind. Jeder kennt das, mehr oder weniger leckere, Zutaten zu verwerten. Ich hatte eine Hühnerbrust, Tomaten, TK Erbsen und Zwiebeln. Außerdem ein Probiertütchen einer Gewürzmischung von Wiberg. "Roter Curry - vollkommen scharf stand darauf - na, das passte doch! Reis habe ich sowieso immer vorrätig und so stand meinem experimentellen Curry nix mehr im Weg.

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele
Die Zutaten für 2 Portionen

1 Hühnchenbrust ohne Haut, in Streifen geschnitten
1 Zwiebel, geschält, klein gewürfelt
1 Schalotte, geschält, klein gewürfelt
1 Handvoll TK Erbsen
Flor de Sal mit Sri Lanka Curry
Edelsüßes mallorquinisches Paprikapulver, Bio
1 Tütchen (5g) Wiberg Roter Curry Würzmischung 37
Etwas heißes Wasser
Öl zum Anbraten

1 Tasse Reis
2 Tassen Wasser
1 Prise grobes Salz

Zunächst in einem kleinen Topf den Reis vorbereiten. Dazu röste ich die Reiskörner vorab immer etwas in heißem Öl an und gebe dann das Wasser und das Salz zu. Bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Der Reis ist fertig, sobald das Wasser verdunstet und in die Reiskörner aufgesaugt wurde.

In einer Pfanne habe ich Öl erhitzt. Darin zunächst die Zwiebel- und Schalotten-Würfel glasig angebraten, sobald sie etwas Farbe angenommen haben, gab ich die Hühnchenstreifen dazu, um diese ebenfalls kurz mit anzubraten. Nun gab ich das Tütchen Roter Curry dazu. Ein paar Mal umrühren und mit einer Schöpfkelle heißem Wasser ablöschen. Die Erbsen hinzugeben und erneut etwas Wasser. Mit dem Flor de Sal und dem Paprikapulver abschmecken. Leise köcheln lassen, bis der Reis fertig ist.

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele
Dann schön heiß servieren.
Viel Spaß beim Nachkochen!
Es war übrigens saulecker!

Weinchen dazu: Samtig weichen, fruchtigen La Grange aus dem Languedoc

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele


Übrigens, dass da auf dem Tütchen stand "vollkommen scharf", war eine absolute Übertreibung!
Es war eigentlich gar nicht scharf ... es hat das Ganze nur angenehm gewürzt.

Wer sich Gewürzmischungen gerne selbst nach bastelt, als Zutaten standen auf der Rückseite der Tüte: Sumac, Bockshornkleesamen, Zucker, Koriander, Ingwer, Paprika, Kreuzkümmel, Gewürzextrakte, Chili, Pfeffer, Anis, Zimt, Früchtetee-Extrakt (Extrakte aus Hibiskus, Holunderbeeren, Zitronenschalen, Orangenschalen, Hagebutten), Kardamom, Knoblauch, Rettichkonzentrat, Tomatenkonzentrat, Rapsöl.

Verwendung: für Schmorgerichte, Kurzgebratenes, Gemüse, Reis- und Getreidegerichte

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