Sonntag, 30. März 2014

Blog-Event XCVII: Lieblingslöffelessen

Blog-Event XCVII - Lieblingslöffelessen (Einsendeschluss 15. April 2014)

Hallo zusammen,
ich folge einem Blog-Event-Aufruf von Petra, die ich doch tatsächlich vor Kurzen persönlich kennenlernen durfte. Und zwar in Maulbronn, zusammen mit einer kleinen Horde weiterer Food-Verrückter. Schön war's und deshalb mache ich jetzt auch mit!

Petra von Obers trifft Sahne hat zu einem Blog-Event aufgerufen, der mit Lieblingsessen, Lieblingslöffel oder eigentlich mit dem Lieblingsessen, das man mit seinem Lieblingslöffel löffelt einher gehen soll. Dazu aufgerufen wurde bei Zorra (1x umrühren bitte aka kochtopf) und von mir bekommt die liebe Petra nun 2 Gerichte ... wenn schon, denn schon!

Zunächst zum Event. Klingt so leicht umzusetzen, ist es aber nicht ... das geht schon damit los, dass ich keinen Lieblingslöffel habe. Also keinen, den ich auf einem Flohmarkt erworben hätte und mir deshalb ans Herz gewachsen ist. Auch keinen, den mir meine Oma vererbt hätte und den ich deshalb gerade für solche Gericht hernehmen würde. Also werde ich einen Löffel aus meinem "guten" Besteck dafür hernehmen - also eigentlich dann zwei - denn für nur EIN Lieblingsessen konnte ich mich auch nicht entscheiden.

Das, was ich am liebsten "löffle", sind Suppen. Dicht gefolgt von Eiscreme, Grießpudding, Pudding, Joghurt, andere süßen Crémes und nicht zu vergessen Nutella - direkt aus dem Glas. Und was soll ich sagen - außer Konkurrenz natürlich, aber ein MUSS ist mein Foto vom Nutella-Glas mit einem Löffel.

I love it! ;-)

Die beiden Löffel jedoch, die ich fortan als meine beiden "Lieblingslöffel" tituliere, kommen nicht in den Genuss ins Nutella Glas zu tauchen, nein, sie müssen sich mit "anständigen" Dingen, wie sündiger Schokolade zufrieden geben. Ganz konträr zur Schokoladencréme habe ich mich dann auch tatsächlich für etwas Gesundes und Leckeres entschieden. Passend zur Jahreszeit für eine "grüne" Suppe. Und in Vorfreude auf den Sommer eine leckere Créme mit Kokosmilch, die tatsächlich zu einem "Lieblingsdessert" von mir gehört. Auch meine Gäste waren bisher immer sehr angetan von dieser leichten, fruchtig süßen Nachspeise. Aber eines nach dem anderen.

Zunächst zur Suppe - der heutigen "Lieblingssuppe":

Erbsen-Apfel-Suppe mit Minze und Sauerampfer



Raffinierte Erbsensuppe

Was wird dafür benötigt?
Zutaten für 4 Personen
ca. 100 g Butter
100 g Sauerampfer - hab ich ersetzt mit Rucola
2-3 Stiele Minze
zu dieser Jahreszeit 500 g TK Erbsen
(Sonst pult man sich aus ca. 1,2 kg Erbsenschoten, die Erbsen in entsprechender Menge)
80 g Schalotten
400 g säuerliche Äpfel (z.B. Boskop)
1 TL Zucker
100 ml Apfelsaft
600 ml Fond - je nach Vorliebe Gemüse-, Geflügel-, oder Kalbsfond
Limettensaft
Meersalz


Und so wird's gemacht:
Ungefähr 60 g Butter würfeln und weiter kalt stellen. Von den Kräutern ein paar Blätter zum Garnieren abzupfen und beiseite legen. Die Restlichen feinschneiden.
Das Erbsenpulen sparen wir uns ja heute. Daher können wir die Schalotten abzeihen und fein würfeln. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
Die restliche Butter in einer Pfanne schmelzen lassen und darin Äpfel und Schalotten andünsten (hätte man frische Erbsen, kämen diese auch dazu). Mit 1 TL Zucker bestreuen, warten, bis dieser in der Pfanne geschmolzen ist, dann mit dem Apfelsaft ablöschen und mit dem Fond aufgießen. Aufkochen lassen, die TK Erbsen (bis auf ein paar, die später zur Deko verwendet werden sollen) in den Fond geben und anschließend 10 Minuten köcheln. (Hat man frische Erbsen verwendet, dann sollte man ungefähr ein Drittel aus der Suppe heben und warm halten, sie kommen später als Einlage zurück in die Suppe)

Nach der Kochzeit werden die kalten Butterstücke in die Suppe gegeben, zusammen mit den klein geschnittenen Kräutern. Die Suppe pürieren und durch ein Sieb streichen. Jetzt noch mit Limettensaft und Salz abschmecken, die weggelegten TK-Erbsen dazu geben 5 Minuten ziehen lassen (oder das Drittel der frischen Erbsen nun  wieder beifügen), danach in Teller geben und mit den Blättern garnieren, die man vorher zur Seite gelegt hat.
Bon Appetit.

Kokoswackelpudding mit pochierter Mango in Tandoorisirip


OMG, wie köstlich!


Süßer Abschluss - ganz einfach - ganz raffiniert!
Eines meiner Lieblingsdesserts, hab ich ja schon erwähnt - und dazu noch eines von Tanja Grandits.

So hätte es aussehen können, würda man das Dessert im Stuckis serviert bekommen ...
Aus dem Kochbuch "Alles klar"
von Tanja Grandits

... ich hatte aber aus Versehen ROTE Gelantine gekauft - wohl gedanklich schon ganz in der Erdbeerkuchen-Zeit gewesen - naja, daher wurde mein Dessert farbenfroh - aber mindesten ebenso lecker!
Zutaten für 6 Gläser à 200 ml

Die Hauptakteure des Mangokompotts
Mangokompott:
200 g Zucker
100 ml Wasser
1 TL Tandooripulver
1 Limette, abgeriebnene Schale und Saft
500 g mango, gewürfelt

Kokospudding:
400 ml Milch
400 ml Kokosmilch
80 g Zucker
4 Blatt Gelantine, in kaltem Wasser eingeweicht

So geht's:
Milch und Kokosmilch mit dem Zucker aufkochen. Vom herd ziehen und die ausgedrückte Gelantine darin auflösen.
In Gläser füllen und für mindestens 4 Stunden kalt stellen (am besten über Nacht).


Für das Mangokompott Zucker, Wasser, Tandooripulver und Limettensaft aufkochen und etwa 5 Minuten köchen lassen. Die abgeriebene Limettenschale und die Mangowürfel dazu geben, vom Herd ziehen und bei Zimmertemperatur auskühlen lassen.

Vor dem Servieren, das Kompott auf den Pudding - an den Löffel, fertig los!



Lasst es euch schmecken.
:-)
Und schaut doch mal hier vorbei. Mein Online Magazin Spezial "Spargel & Erdbeeren" ist online!

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Es grünt so grün! WOK mit Grünem Spargel, Zucchini und Zuckerschoten

Mein "Grüner Gemüse WOK"

Es grünt so grün! WOK mit Grünem Spargel, Zucchini und Zuckerschoten. Eigentlich würde das Motto passen - nur grünes Gemüse, aber ihr kennt mich ja ... und daher gab es in meinen WOK auch noch scharf angebratene Rumpsteak-Streifen. Diese habe ich allerdings in einer extra Pfanne mit Butter und Öl angebraten, um das Fleisch auf den Punkt braten zu können. Im Originalrezept stand nur grüner Spargel und das Rumpsteak - aber was eignet sich besser, um Gemüsereste zu verbrauchen als eine Suppe oder ein WOK-Gericht? Genau! Daher landeten in meinen WOK auch noch etwas Zucchini und Zuckerschoten.

Hier meine Zutatenliste, die ihr natürlich auch jederzeit mit euren Gemüse-Resten aus dem Kühlschrank kombinieren und variieren könnt.

WOK-Sauce selbst gemacht (Rezept siehe unten)
1/2 rote Chili Schote (in Scheiben geschnitten - für WOK Sauce)
1 Limette (Saft wird benötigt in der WOK Sauce)
ein Stück Ingwer (ca. 30 g) - geschält und klein gewürfelt - für WOK Sauce
2 Knoblauchzehen - geschält und klein gewürfelt - für WOK Sauce
2 EL Zucker - für WOK Sauce
2 Stücke Longtail Pfeffer, im Mörser zerstoßen - für WOK Sauce

6 oder 7 Stangen grüner Spargel (Waschen, unteres Drittel schälen, Enden abschneiden, in Stücke schneiden)
eine Hand voll Zuckerschoten
2 Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten, beiseite stellen
1 EL Sesamsaat in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, beiseite stellen
Flor de Sal mit Chili und Orange
1 Rumpsteak (nur leicht salzen, in Streifen schneiden)
Öl für den WOK
etwas Butter
frisches Koriandergrün




So hab ich's dann gemacht:
1. WOK Öl im WOK erhitzen und die Stücke vom Grünen Spargel scharf anbraten. Unter Rühren ca. 3 Minuten, danach die Zuckerschoten und Zucchini zugeben und ebenfalls ein paar Minuten anbraten. Parallel dazu in einer extra Pfanne Butter und Öl erhitzen und darin die Rumptsteak Streifen gut anbraten.



 
Zu guter Letzt die selbstgemachte WOK Sauce dazu geben und warten, bis alles glasiert ist.

Ich habe Basmati Reis dazu gemacht. Zum Anrichten, Reis und WOK-Zutaten auf den Teller, mit den Frühlingszwiebelringen und dem gerösteten Sesam bestreuen - fertig!


Guten Appetit!
Ich bin nach zwei Portionen auf mein Sofa gerollt, so lecker war das!
Berichtet mir, wenn ihrs auch mal ausprobiert habt.

WOK-Sauce selber machen

Meine Variante:
Soja-Sauce, Zucker, Longtail Pfeffer (im Mörser frisch zerstoßen), Limettensaft, 1/2 rote Chilischote samt Kernen in Strefen schneiden, Ingwer (fein gehackt), Knoblauch (fein gehackt), Mehl (vorher glatt gerührt), Sesamöl, Wasser

Ich habe alle Zutaten in einer Schüssel vermengt und später zu meinem WOK-Gericht gegeben.




Das April-Spezial 'Spargel und Erdbeeren' ist online!

Das Warten hat sich gelohnt!


Mit einem Klick auf den Magazin-Titel, wird man umgehend zum Blättern und Schmökern weitergeleitet!



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42 Seiten, voller Rezept Anregungen, sehr guter Wein-Empfehlungen und interessanter Geschichten, warten darauf entdeckt zu werden. Ich bin stolz darauf, für dieses Magazin wieder wunderbare Food-Blogger und Gastautoren gewonnen zu haben.


Und hier ein paar Beispiel-Seiten, um euch Lust aufs Online-Magazin zu machen:

Viele Tipps & Informationen zum edlen Stangengemüse


Viele wunderbare Wein- und Sekt-Empfehlungen. Lassen Sie sich überreden, den einen oder anderen Tropfen einmal selbst auszuprobieren.


Jürgen Schmücking nimmt uns mit auf den weltweit größten Fischmarkt in Japan.





Supanika Peters und Rolf Klöckner haben ein Buch herausgegeben, das zeigt, wie man mit frischen Produkten ganz einfach und lecker kochen kann.


Viel Spaß beim Lesen und Schmökern!
Eure Dorit Schmitt

P.S.: Das nächste Magazin erscheint im Mai. Gastautoren und Foodblogger sind wieder herzlich willkommen, dabei zu sein.
Link zum Titelrezept im Magazin: Erdbeer-Tartelettes und zur Hochzeitstorte

Freitag, 28. März 2014

#Weinrallye 72 - Das beste Fass!


Jeden ersten Freitag im Monat folgen einige Weinfreunde dem Aufruf, an der Weinrallye teilzunehmen. In diesem Monat hat sich Thorsten Hammer dazu überreden lassen unser Gastgeber zu sein (Priorat Hammer).

Thorsten erklärt hier ganz ausführlich, was er sich eigentlich unter dem Thema vorgestellt hat und wie eine Weinrallye funktioniert.

Ich bin sehr froh, dass es irgendwie auch um "Herzblutweine" gehen kann - oder anders ausgedrückt, ich selbst habe gerade keinen Wein in meinem Keller, der den geforderten Kriterien entsprochen hat. Also einen Wein aus einem Fass, den man so nicht einfach kaufen kann.

Aber lasst mich ein wenig vom Thema abschweifen. Was könnten denn so besondere Fässer sein?
Das Besondere ist zwar nicht immer das Beste, aber zu den besten Fässern ranken sich viele Geschichten. Das "beste Fass" im Keller hat eine ganz witzige Tradition, basierend auf einer Legende, die in vielen Ländern ähnlich erzählt wird, es aber dabei immer um eine "Schwarze Katze" geht.

© Bianca Passarge Hamburg June1958
Begeben wir uns an die Mosel, genauer gesagt nach Zell an der Mosel. Hier wird erzählt, dass sich im Jahr 1863 Weinhändler in Zell nach einer ausgedehnten Weinprobe nicht zwischen drei Fässern entscheiden konnten. Als eine schwarze Katze in den Weinkeller kam, auf eines der Fässer sprang und dieses fauchend „verteidigte“, entschied man sich für dieses. Der Absatz dieses Weines war ein solcher Erfolg, dass sie später alle Weine der entsprechenden Weinbergslage aufkauften. Die Lage erhielt danach ihren Namen Schwarze Katz.
Zell an der Mosel | Foto-Quelle Wikipedia


Foto-Quelle Wikipedia

Ob hier der Ursprung aller "Schwarzen Katzen" auf Weinfässern begründet liegt, vermag ich nicht zu sagen. Im Burgund wurde mir dazu einmal, bei einer Führung im Hospiz de Beaune erzählt, dass sich Katzen im kühlen Weinkeller am liebsten auf das Fass legen würden, das am meisten Wärme abgibt. Rückschlüsse ließe das wohl so eher auf eine gut verlaufende Gärung ziehen.

Auch in der Steiermark ist eine Geschichte von der schwarzen Katz' am Weinfass überliefert. Auszug aus "Steirischer Rebensaft - Sagenhaft" von Peter Stelzl:
"In Schloßberg lebte einst ein armer Weinbauer, der den Teufel um Hilfe gebeten hatte: "Luzifer, ich schenk' dir meine Seele, wenn du mir hilfst und ich in meinem Fass den besten Wein der ganzen Gegend habe!" Der Teufel war einverstanden und bald waren die Fässer gefüllt. Auf das größte mit dem besten Wein gefüllte Fass setzte der Höllenfürst eine schwarze Katze und sagte:"Diese Katze wird immer Glück bringen!" Und bald hörte man nur mehr:"Bring mir den Wein von dem Fass, wo die schwarze Katze drauf sitzt!" Der Weinbauer wurde reich. Sein Lebensende nahte, er bekam es mit der Angst zu tun, ließ den Pfarrer holen und erzählte ihm alles. Dieser griff nach dem Weihwasserkessel, ging in den Keller, bespritzte die schwarze Katze mit Weihwasser und rief:"Du wirst kein teuflisches Symbol sein und Unglück bringen!" Er hörte ein höllisches Wimmern, und Schwefelgestank stieg dem Pfarrer in die Nase. Dadurch wurde die schwarze Katze ein friedliches Symbol, die jetzt das Fass mit dem besten Wein im Keller anzeigt und andererseits alle Dämonen aus dem Weinkeller vertreibt, die der noch immer beleidigte Teufel in unsere steirischen Weinkeller zu schicken versucht."

Gefunden auf der Website des Familienbetriebs Kratzer, die in ihrem Logo auch die schwarze Katze führen.

Erlebniskeller Retz, größter, historischer Weinkeller Österreichs
Und zum Abschluss noch eine Geschichte aus Götllesbrunn, wie es dort zu den Schwarzen Katzen auf den Fässern kam:

Die Legende der schwarzen (Wein) Katze

Die Legende besagt, dass sich ein Knecht immer heimlich in den Weinkeller schlich, um sich vom besten Fass einen Trunk zu holen. So setzte die Hausherrin eine schwarze Katze auf das Fass mit dem besten Wein um den Dieb davon abzuhalten. So kam es, dass die schwarze Katze bereits vor Jahrhunderten zum Symbol für den besten Wein im Keller wurde. Heute weiß man nach dieser Tradition, dass am Fass mit dem besten Wein im Keller die schwarze Katze sitzt! Da alle Weingüter der schwarzen „Wein - Katzen“ von Göttlesbrunn mindestens so alt wie diese Legende sind, führen wir diese weiter. (Quelle: Pressetext)

Wie wir sehen, sitzen bis heute auf den besten Fässern schwarze Katzen, in Form einer kleine Büste.
Manchmal in Weinkellern frage ich den Winzer, wenn ich keine Schwarze Katzenfigur auf einem Fass finde, auf welches Fass, sich seiner Meinung nach wohl eine Katze am liebsten legen würde? Meist wird das mit einem süffisanten Lächeln erwidert und man zeigt mir gerne das beste Fass im Weinkeller.

Neben den "besten" gibt es auch auch noch die "besonderen" Fässer, deren Inhalt schwer, bis nicht zu bekommen ist. Eine nette Geschichte ist eine Tradition vieler Winzer, den Jahrgang, der zur Geburt ihrer Kinder gelesen wird, in spezielle Fässer zu geben und abzufüllen. Bei der Familie MALAT war ich einmal mit dabei, als eine Flasche Grüner Veltliner geöffnet wurde, die bereits knapp 30 Jahre im Keller schlummerte und damals zur Geburt von Michael in einem extra Fass ausgebaut wurde.

www.stagard.at


Auch Urban T. Stagård, vom Lesehof Stagård in Krems, überlegt, ob er sich bald ein "extra Fass" anschaffen wird. Ein 500 Liter Fass aus Eiche für die beiden Mädels. "In dieses Fass werde ich dann natürlich einen Riesling vergären, dann gleich darin lagere und dann erst auf die Flasche bring wenn sie anfangen zu laufen oder sollte ich warten bis sie das erste mal Wein sagen können", antwortete mir Urban auf meine Frage, ob er an so eine Tradition auch gedacht hat, nachdem ja bekannt ist, das die beiden Zwillinge erwarten."
Ich wünsche den beiden alles Gute zum bevorstehenden Familienzuwachs - der im August gleich im Doppelpack auf die Welt kommen wird.


Und außerdem freue ich mich jedesmal auf einen ihrer Weine, die ja auch, wie ich finde aus ganz besonderen Fässern stammen, an deren Inhalt man nicht jederzeit und so einfach rankommt.



Der Riesling Grillenparz ist für mich persönlich einer der ausdruckvollsten Rieslingen, die ich aus dem Kremstal bisher getrunken habe. Es lohnt sich, nach dem Wein Ausschau zu halten!
Übrigens: Alle Weine BIO- & Veganzertifiziert bei Urban.

Und eine weitere, rare Spezialität findet sich in seinem Keller: Orange Wein.
Viel diskutiert wird derzeit in allen Foren über das Für und Wider, den Geschmack und ob es nun eine gültige Definiton für "DEN Orange Wein" gibt.

Urban selbst sagt: "Was sind Orange Weine?
Orange Weine sind Weine aus weißen Trauben, die auf der Maische, d.h. mit Traubenschalen, Kernen und zum Teil auch mit Traubenkämmen vergoren werden. Dieses Verfahren wird im Normalfall in der
Rotweinproduktion angewandt jedoch kaum bei Weißweinen. Da wird der Traubensaft sofort abgepresst und von den Schalen getrennt. Diese Schalen und Kämme enthalten Farbpigmente, Tannine und Phenole, die dem Wein die „orange“ Farbe verleihen. Die Farbe, der Duft und der Geschmack sind nicht einem typischen Weißwein zuzuordnen und entspricht auch nicht dem alltäglichen Bild von Weinverständnis – es liegt im Auge des Verkosters, den Wein als gut zu empfinden oder nicht. Bei diesen Weinen ist es möglich, in eine neue Geschmackswelt einzutauchen. Die Textur ist prägnant, dicht, tanninreich, aromatisch und sehr komplex und trotz der Andersartigkeit sind orange Weine tolle Speisenbegleiter auch wenn man es auf den ersten Anschein nicht vermutet. Der Wein stellt für viele geschmacklich eine Herausforderung dar, wir hoffen dass die Philosophie dahinter nachvollziehbar ist."

In diesem Sinne, hoffe ich, habe ich mich gut um das Thema herum gemogelt.
Weiterhin viel Spaß im Glas und bis zum nächsten Mal zur Weinrallye, sage ich "Cin Cin"
Eure Dorit Schmitt

Ostern wird gebacken - Internationale Backrezepte



Ostern ist ein Fest, das fast überall auf der Welt gefeiert wird. Wenn auch mit landestypischen Unterschieden. Traditionell wird an Ostern aber gebacken. Ich habe mich auf die Suche gemacht und eine kleine Auswahl erstellt, die man an Ostern in den unterschiedlichen Ländern so auf den Tischen finden kann. Sollte ich in diesem Jahr etwas zu Ostern backen, werde ich euch das Ergebnis selbstverständlich hier in meinem Blog ebenfalls vorstellen.

Kennt ihr eigentlich die Online Magazine AROMENSPIELE? Schaut doch mal rein!  

Hier ein paar Beispiele aus aller Welt:

ITALIEN
In Italien heißt Ostern "Pasqua". Und es wird Salziges serviert: ein Kuchen mit gekochten Eiern und Spinat, Torta die Pasquetta genannt. Dazu kommt die Ostertaube (=Colomba Pasquale), eine Art Gugelhupf, auf den Tisch. In Italien ist es Brauch, am Ostermontag ein großes Picknick mit Freunden und Verwandten im Freien zu feiern. Dabei darf die Torta Pasqualina auf keinen Fall fehlen. Die Colomba Pasquale dient beim Picknick gerne als süßer Abschluss. Das süße Gebäck eignet sich aber ebenso gut, um es zum Frühstück zu genießen. Ein wahrer Genuss ist Colomba Pasquale leicht getoastet mit etwas Butter oder Konfitüre. Oder einfach zum Kaffee. Wer sich traut, kann diesen Kuchen auch wunderbar stippen. Es ist aufwändig, diesen Kuchen zu backen, aber der Aufwand lohnt sich.


<<  Zum Rezept von essen & trinken >>

Ein Rezept aus Italien habe ich für die süße Colomba Pasquale gefunden.
<< Zum Rezept - auf italienisch >>

Au der Homepage von essen & trinken findet sich ein schöner Artikel, der auf deutsch beschriebt, wie die "Ostertaube" zubereitet werden kann.

Das Rezept für einen österlichen Panettone habe ich für euch auf der Seite von "eat smarter" entdeckt.
Mit Aprikosen - das klingt wirklich sehr fein!

<< zum Rezept von eat smarter >>

GRIECHENLAND
In Griechenland ist Oster das bedeutendste Kirchenfest im Jahr. Ab Rosenmontag -also exakt 40 Tage vor Ostern - wird bereits gefastet. Jedoch nimmt die Fastentradition, ähnlich wie in Deutschland, immer mehr ab. Das Eierfärben allerdings nicht. Sind in Deutschland die Eier alle bunt, so sind sie in Griechenland alle Rot. Am "Roten Donnerstag", der unserem "Gründonnerstag" entspricht, werden die Eier gefärbt. Das Rot ist Symbol für das Blut und die Widergeburt Christi. Am Samstag, nach dem Karfreitag, werden die Eier mit in die Kirche zum Gottesdienst genommen. Zum einen wollen die Gläubigen alle das "Heilige Licht" empfangen, das direkt aus Jerusalem kommt, und von den Priestern aus Athen in die Kirchen aller Religionen gebracht wird. Jeder gibt dann das Kerzenlicht an den nächsten Gläubigen weiter. Nach dem Lichtempfang werden die Roten Eier aneinander geschlagen. Gewinner ist, dessen Ei dabei heil geblieben ist. Dem Gewinner ist ein Jahr das Glück hold.  Eine besondere Technik, die sicher zum Erfolg führt, scheint es nicht zu geben.

Einen schönen Blog über die Tradition der Rot gefärbten Eier habe ich hier gefunden: Monambelles.

Gebacken wird in Griechenland "Osterbrot". Tsoureki (= Osterbrot) besteht aus Eiern, Mehl, Hefe, Butter, Zucker, Wasser, Milch sowie dem Saft und der abgeriebenen Schale von Orangen. Sie können die Butter im Tsoureki auch gegen Öl austauschen oder eine Mischung aus beidem im Teig verarbeiten. Nach dem Backen erinnert die Beschaffenheit des Teiges an Brioche.

Die Griechen geben Gewürze in den Tsoureki, die sie nur besonderen Feiertagen vorbehalten sind. Dazu gehört Mastiha, ein Gewürz, das vom Skinos-Baum auf der griechischen Insel Chios gewonnen wird. Außerdem kommen in das Tsoureki Felsenkirsche und Piment.
Manche neueren Rezepte enthalten auch Kardamom oder Koriandersaat. Auch Nelken und Zimt passen ins griechische Osterbrot. Fein gemahlen finden die Gewürze schließlich ihren Weg in den Teig.


Backen Sie es doch mal zu Ostern. Es ist etwas ganz Besonderes und schmeckt sensationell lecker. Und auch hier, die Roten Eier nicht vergessen, die dekorativ, einen Platz im Gebäck finden. Ein einfach nachzubackendes Rezept, habe ich bei den Küchengöttern gefunden.

© Foto Jana Liebenstein

<< zum Rezept von den Küchengöttern >>

Auch nicht fehlen auf dem Tisch dürfen zu Ostern die Koulourakia. Ein Buttergebäck, das an die englischen Shortbreads erinnert, nur dass es weniger süß als diese ist. Es wird am Ostersamstag gebacken, um am Ostersonntag zum Frühstück oder Kaffee gegessen zu werden.
Wer sich an diesen einmal versuchen möchte, ich habe auf dem Blog "Der Geschmack von Kreta" ein Rezept gefunden.
<< zum Rezept Koulourakia >>

RUSSLAND
In Russland wird Ostern normalerweise später als im Westen gefeiert. Das passiert, weil das Osterdatum nach zwei voneinander abweichenden Kalendern berechnet wird. Dabei hält sich die russisch-orthodoxe Kirche an den alten Julianischen Kalender, während die westlichen Kirchen den Gregorianischen Kalender aus dem 16. Jahrhundert verwenden. Wie in Griechenland, ist das orthodoxe Osterfest in Russland, das größte und schönste religiöse Ereignis im Jahr.
Daher habe ich nach einem traditionellem, russischen Gebäck zu Ostern gesucht und wurde fündig.
Aus Russland stammt dieser traditionnelle Oster-Hefekuchen: Kulitsch, Pascha - Кулич, пасха.


<< zum Rezept Kulitsch >>

DEUTSCHLAND
In vielen Ländern wird übrigens eine Varainate des Osterbrotes aus Hefeteig gebacken. Auch hier bei uns in Deutschland, darf es an Ostern nicht fehlen. Es eignet sich perfekt als Mitbringsel zum Ostrbrunch! Das Brot abends backen und am nächsten Morgen dekorativ in Geschenkfolie verpacken und in einer Papiertüte mitnehmen.

© Foto Jörn Rynio




<< zum Rezept von den Küchengöttern >>

Und zu guter Letzt möchte ich euch noch ein Rezept vorstellen, bei dem kein Lämmchen zu Ostern sein Leben lassen muss, auch wenn dieses ebenso vernascht werden kann: das "Süße" Osterlamm.
Ein schnell gemachter und hübscher Blickfang in jedem Osterkörbchen!

© Foto Wolfgang Schardt

<< zum Rezept von den Küchengöttern >>

Hier noch ein paar Ideen, die ihr auf der Homepage von "lecker.de" finden könnt:

 << Osterhasen backen auf lecker.de >>

Selbstverständlich ist dies Liste bei weitem nicht vollständig. Aber wenn ihr möchtet, hinterlasst mir doch in der Kommentarzeile einen Link zu euren, an Ostern gebackenen Kuchen und Spezialitäten. Das würde mich sehr freuen!

Eure Dorit Schmitt
P.S.: Wer sich noch einbisschen über Osterbräuche informieren will, ich hatte schon einmal einen kleinen Artikel dazu in meinem Blog geschrieben: Ostern - ein Fest und unzählige Bräuche





Mittwoch, 26. März 2014

Exotische Salsas und karibischer Flair mit Chili, Mango, Avocado und Ananas



In meinem Gemüse-Obst-Körbchen liegt eine vollreife Mango. Damit ist es an der Zeit, mit diesem wunderbaren Exemplar etwas zuzubereiten. Ich habe an ein leichtes Abendessen mit Garnelen, Spaghetti und einer fruchtigen Salsa gedacht.

Für die Salsa verwende ich:
1/2 Avocado
1/2 rote Paprika, in kleine Würfel geschnitten
1/2 vollreife Mango
1 Schalotte, fein gehackt
1/4 rote Chili-Schote in feine Ringe (Kerne vorher entfernt)
Flor de Sal Chili-Orange
Zitronen-Olivenöl
frischen Koriander



Avocado und Paprika in kleine Würfel schneiden. Ebenso die Mango, die natürlich ohne Schale verwendet wird. Die Schalotte schälen und klein würfeln. Die Chilischote von den Kernen im Inneren befreien und in schmale Streifen schneiden. Alles vermengen. Zitronensaft darüber träufeln, Olivenöl (ich hab dazu mein Lieblings-Limonen-Olivenöl verwendet) und am Schluss noch mit Salz abschmecken. Weil es in diese Salsa so gut passte nahm ich dafür mein Salz aus Mallorca, das Flor de Sal mit Chili und Orange. Wer mag, kann dieses Öl bei CHÂTEAU et CHOCOLAT im Online-Shop kaufen.



Das ganze sollte eine Stunde (im Kühlschrank) marinieren.
Nudelwasser aufsetzen und nach Anleitung die Spaghetti kochen ("al dente"). Kennt ihr den Trick, herauszufinden, ob die Spaghetti schon al dente sind? Man nehme eine aus dem Nudelwasser und werfe sie gegen die Küchenfliesen. Bleibt Sie dort hängen, ist es perfekt! Tja, wer mit mir kocht, hat immer was zu lachen).

Die Garnelen werde ich nur in Sesamöl braten und anschließend mit Zitronensaft beträufeln.

Zum Anrichten, die Spaghetti mit einem Teil der Salsa mischen und die Garnelen dazugeben. Die restliche Salsa dekorativ auf die Nudeln geben und mit dem frisch gehackten Koriander bestreuen.



Dazu den 2009er Riesling "R" Turm von Riffel, der seit ein paar Tagen geöffnet im Kühlschrank stand und sich an dem Abend mit einer wunderbaren seidigen Textur, getrockneten Aprikosen-Aromen und einer wunderbaren Präsenz zeigte. Die Schärfe des Gerichts steckte er problemlos weg und ich fand, dass er sich auch zu diesem Gericht sehr gut empfehlen lässt.

Bon Appétit!

Eine leckere Salsa Alternative wird mit Ananas zubereitet:


"Diese Vorspeise lebt von ihren Kontrasten: Fruchtig-scharfe Salsa trifft auf sanft-nussige Avocado. Was so raffiniert schmeckt, ist ganz leicht gemacht." (Quelle Küchengötter)

Zutaten für 4 Personen 
Ich mache mir nur eine kleine Vorspeise und rechne dafür die Angaben entsprechend herunter
1/3 Ananas »extra sweet« (ca. 180 g Fruchtfleisch),
2 gelbe Paprikaschoten
1- 2 rote Chilischoten
70 g kandierter Ingwer - schmeckt sicher auch mit frischem Ingwer
Meersalz
grüner Pfeffer aus der Mühle - gibt's bei CHÂTEAU et CHOCOLAT in BIO Qualität
frisch geriebene Muskatnuss
100 ml Zitronensaft - wer sich Zitronenhälften auspresst, der kann, wie ich, nach 3 Hälften schon mal abschmecken, wenn es noch zu wenig "zitronensäurefrisch" erscheint, ruhig noch eine 4. Hälfte dazu pressen.
3 EL Macadamianussöl
1 Bund Koriandergrün
2 große reife Avocados

Die Ananas schälen, den Strunk und die »Augen« herausschneiden. Das Fruchtfleisch sehr klein würfeln. Die Paprikaschoten mit dem Sparschäler dünn schälen (ne! Eine Parika schäle ich nun wirklich nicht), halbieren, Stielansatz und die Trennwände mitsamt der Kerne herausschneiden. Das Fruchtfleisch in schmale Streifen und diese in Würfelchen schneiden. Die Chilischoten halbieren, entkernen, waschen und sehr fein würfeln. Den kandierten Ingwer abtropfen lassen und ebenfalls sehr klein schneiden.

Alle Zutaten mischen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Zitronensaft und Öl untermischen. Mindestens 2 Std. im Kühlschrank durchziehen lassen. (Ich nehme hier natürlich auch mein wunderbares Zitronen-Olivenöl!)

Vor dem Servieren das Koriandergrün abbrausen und trocken tupfen. Die Blättchen und die feinen Stiele hacken und unter die Salsa mischen. Die Avocados längs halbieren und die Kerne herauslösen, nach Belieben die Avocados schälen. Etwas Salsa in die Vertiefungen häufen, den Rest dazu servieren. Nach Belieben mit ganz feinen Chilistreifen garnieren.

Weinempfehlung: SIMONSIG Chenin Blanc