Sonntag, 23. Februar 2014

Rezepte aus dem Online Magazin Special April: Spargelsalat mit Morcheln



Passend zur beginnenden Spargelsaison, stellte ich in meinem Online Magazin (ET 1. April) das folgende Rezept in meinem vor: Spargelsalat mit Morcheln


Dieses Rezept stammt aus dem wunderbaren Kochbuch des GU Verlags PILZE - Genuss aus dem Wald, von Renate Zoller. Leider ist das Kochbuch ist beim GU Verlag bereits vergriffen.
"Ob als Blickfang auf Märkten oder als kulinarische Bereicherung in der Küche, Wald- und Wiesenpilze haben Konjunktur. Da aber nicht nur im Herbst Kaiserlinge, Steinpilze und Verwandtschaft wachsen, sondern bereits ab Frühsommer die ersten Vertreter ihrer Art - z.B. Pfifferlinge und Morcheln - angeboten werden, ist es Zeit, Pilze und ihre kulinarische Interpretation in der Küche in einem sinnenfrohen Buch zu vereinen." Renate Zollner


Wissenswertes über Morcheln: In der freien Natur findet man diese aromatischen Speisepilze immer seltener, was ihren stetig ansteigenden Preis erklärt. Wer sich in der Saison auf die Suche nach Morcheln begibt, sollte unbedingt folgendes beachten. Roh verzehrt sind Morcheln giftig! Erst durch ein mindestens 5-minütiges Garen oder eine Trocknungszeit von mindestens 6 Monaten, verlieren sich die Gifte. Danach jedoch gehören Morcheln, gleich hinter den Trüffeln, zu den besten Pilzen.
Wie das Sammeln aller anderen Pilze, sollte man sich auf jeden Fall gut auskennen, was man sich so ins Körbchen legt. Zur selben Zeit, wie die essbaren Morcheln, gedeiht auch ein tödlich giftiger Verwandter, die Frühjahrslorchel.

Spitzmorchel
Spitzmorchel Saison von März bis Mai:
"Die Spitz-Morchel ist ein begehrter Speisepilz, der qualitativ der Speise-Morchel (Saison von April bis Juni) gleichwertig ist. Sie steht in Deutschland wie alle Arten der Gattung Morchella nach der Bundesartenschutzverordnung unter Naturschutz. Das Sammeln ist nur in geringen Mengen für den eigenen Bedarf erlaubt." (Quelle: Wikipedia)


Mein Rat: Wer keine Gelegenheit findet, frische Morcheln für das Rezept zu bekommen, der sollte sich einen kleinen Vorrat an getrockneten zulegen. Zugegeben, diese Pilze sind teuer, aber es gibt so viele exzellente Gerichte, die man damit zubereiten kann, dass es sich wirklich lohnt, immer welche im Haus zu haben.

getrocknete Spitzmorchel

Getrocknete Spitzmorcheln werden in unterschiedlichen Qualitäten angeboten. Die hochwertigsten bestehen nur aus den Pilzköpfen, ohne Stil und kein Bruch. Sie sind hocharomatisch und man benötigt nur wenige der Köpfe für einen guten Morchelgeschmack in Saucen oder anderen Gerichten.

Mein Tipp: Sollten Sie sich für die Zubereitung des Spargelsalates interessieren, dann sollten Sie das Online-Shop Angebot von CHÂTEAU et CHOCOLAT einmal in Betracht ziehen. Viele der raffinierten Zutaten (Gewürze, Öle, Essige, Senfsorten, etc.), die in den vorgestellten Rezepten benötigt werden, finden sich dort.
www.chateau-et-chocolat.de

Weitere Spargelrezepte mit Morcheln finden Sie hier: Rezepte des Monats | Raffinierte Spargelrezepte

Viel Spaß beim Nachkochen und Genießen!
Eure Dorit Schmitt

Rezepte für die Spargelsaison: Grüner Spargel mit Zitronenbutter, Pinienkernen und knusprigem Schinken


Sie beginnt wieder, die köstliche Spargelsaison. Und ich muss gestehen, dass ich mich auf die weißen Stangen einmal im Jahr richtig freue. Selbst zum grünen Spargel greife ich ebenfalls am liebsten in der kurzen Spargelsaison, auch wenn dieser das ganze Jahr zur Verfügung stehen würde.
Der grüne Spargel kommt im Geschmack seinem wilden Vorfahren am nähesten. Würziger, kräftiger und herzhafter schmeckt diese Spargelsorte im Vergleich zum weißen Spargel und kann somit ganz wunderbar für aromatischere Gerichte verwendet werden. Der grüne Spargel wächst weitgehend über der Erde so kann ihm die Sonne seine appetitlich grüne Farbe verleihen.

Zu jedem Spargelgericht, das ich mir in dieser Zeit so aussuche, gehört selbstverständlich auch immer die passende Weinauswahl. Mir macht das große Freude, einen Wein zu suchen, der sich mit den Rezepten wunderbar ergänzt. Zum grünem Spargel mit Zitronenbutter, Pinienkernen und knusprigem Schinken, habe ich mich für einen Sauvignon entschieden, den ich hier am Ende noch näher beschreiben werde.

Zunächst zum Rezept und den benötigten Zutaten. Die Rezeptidee bekam ich von den Küchengöttern.
Ja, ich gebe zu, bei denen finde ich immer tolle Rezepte, die ich einfach nach kochen und auch sehr leicht nach meinen Vorstellungen abändern kann.

Für 6 Personen:
2,5 kg grüner Spargel 
150 g Parmesankäse
Salz 
300 g luftgetrockneter Schinken in hauchdünnen Scheiben (z. B. Parma-, Serrano-, Schwarzwälder Schinken)
80 g Butter, 
3 Esslöffel Olivenöl (ich verwende in so einem Fall bereits ein Zitronenolivenöl aus Umbrien!)
3 Esslöffel Pinienkerne 
dünn abgeriebene Schale von 2 unbehandelten ZitronenPfeffer (probiert doch einmal einen Urwaldpfeffer mit Zitrone)


Und so einfach geht's:
Die grünen Stangen waschen und wie gehabt nur im unteren Drittel schälen. Die Spargelenden abschneiden. Den Parmesan schon mal hobeln.

Wasser mit Salz und einer Prise Zucker zum Kochen bringen. Spargel in den Topf legen und ca. 7 Minuten garen - je nach Dicke der Stangen.
Für den Schinken kann man die Variante "unter dem Grill des Ofens" oder "ohne Fett in der Pfanne" wählen, um ihn schön knusprig zu bekommen.
Man kann den Ofen auch auf höchste Stufe vorheizen (250°C) und den Schinken dann auf einem, mit Alufolie ausgelegtem Backblech, auf der mittleren Schiene in knapp 5 Minuten schön knusprig braten.
Die Pinienkerne röste ich, nicht, wie im Rezept bei den Küchengöttern angegeben in Butter, sondern in einer Teflonpfanne ohne Fett goldbraun. Hier muss man nur ein Auge drauf ahben, da die Kerne sehr schnell verbrennen!
Butter und Olivenöl in einer separaten Pfanne erhitze und darin die abgeriebene Schale der Zitrone erhitzen.
Den Spargel abtropfen lassen, die Zitronenbutter darübergießen (und wer nur Butter heiß gemacht hat, kann nun mit dem köstlichen Zitronenolivenöl arbeiten und dieses großzügig über den Spargel träufeln). Anschließend salzen und pfeffern, mit gehobeltem Parmesan bestreuen und am Schluss noch den krossen Schinken auflegen. Fertig! Sensationell gut!
Dazu schmeckt Baguette oder frische Kartoffeln. Oder pur als Vorspeise genießen.




Der Wein von Roche Mazet zeigt eine schöne, blassgelbe, glänzende Farbe im Glas. In der Nase schwingen zarte Aromen von weißen Blüten und exotischen Früchten. Ein frischer Begleiter, der sich lebendig im Glas präsentiert. Bei 9°, schön kühl serviert, ist dieser trockene Sauvignon ein harmonisch fruchtiger und erfrischender Begleiter zu Spargel, Vorspeisen, gegrilltem Fisch, Meeresfrüchten und nicht zu vergessen Ziegenkäse. À la tienne! Der Wein kann selbstverständlich bei Interesse über CHÂTEAU et CHOCOLAT bestellt werden.

Freut euch schon mal auf das im April erscheinende Online Magazin Special "Spargel und Erdbeeren". Wer den Termin nicht verpassen will, sollte sich hier zum Newsletter von CHÂTEAU et CHOCOLAT anmelden.

Montag, 10. Februar 2014

Weinrallye 71 - Asylsucher im Glas oder mein Lieblings-Immigrant im Weinregal

Sein Land zu verlassen, sich zu freiwillig dazu zu entscheiden oder gezwungen werden es zu tun, sind wohl Gegensätze, wie sie kaum konträrer sein könnten. Wie es sein muss, sein Geburtsland und all das, was man sich bis dahin aufgebaut hat, verlassen zu müssen, erlebte ein Teil meiner Familie am eigenen Leib. Als Sudetendeutsche musste meine Oma ihre Heimat verlassen. Und, aus ihren wenigen Erzählungen aus dieser Zeit, weiß ich, es durfte nur mitgenommen werden, was in den kleinen Leiterwagen passte, in dem aber schon mein Vater, damals gerade einmal 4 Jahre alt, saß.

Sudetendeutsche auf dem Weg zum Bahnhof in Liberec,
ehemals Reichenberg, im Juli 1946. (AP Archiv)
Auch heute sind Krieg und Armut dafür verantwortlich, das sich Menschen auf den Weg in eine unbekannte Zukunft machen. Oft verbunden mit der Hoffnung, es dort einmal besser zu haben, dem Elend und der Angst zu entfliehen. Was sie allerdings oft in der neuen Welt erwartet sind wiederum menschenunwürdige Zustände. Viele erschütternde und traurige Berichte kann man dazu lesen oder in Reportagen anschauen.

Mein Aufruf zu dem Thema dieser Weinrallye hat hoffentlich, den einen oder anderen von euch auch etwas zum ernsthaften Nachdenken bewogen, wie wir im eigenen Land der Asylpolitik gegenüberstehen - oder bestenfalls, wie wir den Menschen begegnen, die ihre Heimat verlassen mussten. Sei es nun, weil sie dort um Leib und Leben fürchten mussten, oder sich einfach aus der dort vorherrschenden Armut befreien wollten, um ihren Kindern einen Weg in eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Es heisst, wer reist, muss zunächst Liebe für Land und Leute mitbringen (frei nach dem Zitat von Theodor Fontane). Mir geht es so, bereise ich ein Land, schließe ich Land und Leute in mein Herz. Und ich reise eigentlich für mein Leben gern. Leider sind die Möglichkeiten dazu nicht stets gegeben, aber das ist ja für die meisten von uns so. Und dann gibt es die Sehnsucht in mir, nach Ländern, die ich noch nicht bereist habe. Und manchmal ist diese Sehnsucht gar mit der "romantischen" Vorstellung verbunden, in diesem Land meinen Lebensabend zu verbringen. In so einem Fall, wäre ich dort ein Immigrant und würde mir wünschen, wohlwollend und freundlich aufgenommen zu werden. Eine meiner Traumdestinationen ist nach wie vor Südafrika. Verbunden mit meiner Leidenschaft für Wein ist dies ein Wunsch, der in mir brennt. Ein Ziel, das ich mir fest vorgenommen habe, einmal im Leben nach Südafrika zu reisen.



Solange ich das nicht kann, hole ich mir eben ein Stück Südafrika nach Hause. Meine Lieblings-Immigranten in meinem Keller kommen sozusagen vom Kap der Guten Hoffnung. Naja, nicht ganz, sie kommen aus Stellenbosch, aus dem Südwesten Südafrikas. Mich jetzt schwärmerisch über Stellenbosch und die Landschaft auszulassen, wäre nicht authentisch, da ich nur von Gefühlen berichten könnte, die das Betrachten vieler Fotos und Reiseberichte in mir auslösen.

Zumindest weiß ich eines sicher, nur indem ich darüber schreibe, wächst der Wunsch in mir, das Land zu bereisen schon wieder immens an!



Zurück zu meinen Weinen, die ihren weiten Weg aus Südafrika in meinen Keller gefunden haben. Luftlinie beträgt die Entfernung von Stuttgart nach Stellenbosch exakt: 9.246,88 km.

Meine Keller-Immigranten stammen beide aus dem Weingut SIMONSIG. Das Weingut selbst hat eine gut gemachte Website, auf der man alles Wissenswerte (auf Englisch) nachlesen kann. Vielleicht kurz soviel vorab: Benannt wurde das Weingut aufgrund der majestätischen Aussicht auf den Simonsberg. Es liegt gerade einmal 45 km östlich von Cape Town inmitten der berühmten Weinlagen in Stellenbosch. Seitdem der französische Hugenotte, Jacques Malan, 1688 auf dem Kap landete, hat die Familie Malan ihr Weinwissen von Generation zu Generation weitergegeben. Heute zählt das Weingut zu den führenden, privat geführten Weingütern, Südafrikas. Und wie man sieht, ist seine Geschichte ebenfalls auf einen Immigranten gegründet.



Mein Favorit im Keller: SIMONSIG Chenin Blanc

Ein körperreicher Weißwein, der mit seinen 13,5Vol.% kein Leichtgewicht darstellt. Er eignet sich daher nicht so gut, ihn einfach auf der Terrasse zu genießen, dafür um so besser, schöne Speisen zu begleiten. Der Chenin Blanc war der erste Wein, den der Gründer des Weinguts SIMONSIG, Frans Malan, 1968 auf den Markt gebracht hat. ich bin ebenfalls Jahrgang '68 - wer weiß, vielleicht passen wir beide ja deswegen so gut zusammen.

Das Weingut schriebt über den 2013er: "The tropical flavours of this bright straw coloured wine leaps from the glass. On the nose the wine shows intense tropical fruit salad flavours, with beautiful hints of apricot, ripe pears and kiwi fruit. On the palate it shows freshness with a natural acidity, intense fruit flavours and a lingering fresh finish. The 2013 vintage is an elegant wine, perfect for any occasion. As a great food wine, it pairs exceptionally well with seafood."

© SIMONSIG

Ich sage zum 2012er: Der Wein hat eine angenehme Säure, wunderbare Fruchtnoten, ohne parfümiert zu wirken. Noten von Ananas, gereiften Äpfeln und Birnen, getrocknete Aprikose und etwas florales - honigartiges schwingt in ihm mit. Er animiert stets zu einem weiteren Schluck. Und mir hat er zu meinem Curry-Gericht (Blogbericht: "Es gab lecker Reis, Baby! Curry-Bratreis mit frischer Ananas und Garnelen") wieder einmal unglaublich gut geschmeckt. Hier ergänzen sich die Aromen nicht nur, sondern gehen eine wunderbare Liaison ein.

Außerdem: ein Chenin Blanc eignet sich wunderbar, das eine oder andere Spargelgericht, zu begleiten! Ein paar Vorschläge werden in meinem, bald erscheinenden Online Magazin "Spargel & Erdbeeren" zu finden sein.

Der zweite Wein aus dem Weingut, der immer wieder seinen Weg in meinen Keller findet, ist der "Frans Malan", ein rotes Cuvée aus Pinotage, Cabernet Sauvignon und Merlot.
Bennat, nach dem Weinguts Gründer, stellt dieser Rote heute das Aushängeschild eines "südafrikanischen Blends" für SIMONSIG dar.


Das Weingut schreibt über den Jahrgang 2010:
"Wine Description:
Deep Persian Carpet Red with rich layers of plum, blackcurrant and fynbos supported by a thread of cinnamon spice. Our delicate use of wood forms a platform of delicious chocolate and mocha flavours with soft and supple tannins. The unique collaboration of these three varietals embraces various fruit components to represent a well-made Cape Style blend.
Wood Maturation:
Oaking for 17 months: 65% American White Oak, 35% French Oak. New Wood 92%, 3rd fill 8%.
Serving suggestions:
Egyptian dukka crusted beef fillet medallions, slow roasted belly of pork, springbok espetada, roasted duck and plainly cooked ostrich steak."

© SIMONSIG

Ich habe vom "Frans Malan" leider keine einzige Flasche mehr in meinem Keller entdecken können, so dass es Zeit wird, mir wieder einen kleinen Vorrat davon anzulegen. Diesen Wein kann man solo genießen. Abends, wenn man mit Freunden gute Gespräche führen will. Aber selbstverständlich eignet sich der Wein auch wunderbar zum Entenbraten oder Schmorgerichten. Auch zum Käse ist er ein geeigneter Kandidat.

Es würde mich freuen, wenn ihr diesen Weinen auch bald die Einreise in eure Weinkeller erlaubt und mir dann berichtet, wie sie euch geschmeckt - bestenfalls ebenso wie mich - fasziniert haben.

Bezugsquelle: CHÂTEAU et CHOCOLAT 

Und hier die Zusammenfassung aller #weinrallye Teilnehmer mit Ihren Berichten

Weinrallye #71 - geliebte Immigranten von hundertachziggrad°
Weinrallye #71 - Das Fremde von Peter Züllig
Weinrallye #71 - Immigranten im Glas von Wiesengenuss
Weinrally #71 - Romantische Rumänen von Marc Herold
Weinralle #71 - Mein Herz schlägt für Cahor von Cordula Eich / supershoppenshopper
Weinrallye #71 - Hauptsache Wein von Christin Jordan
Weinrallye #71 - Der Proirat Hammer sucht um Asyl von Torsten Hammer
..



AUFRUF ZUR WEINRALLYE
Einmal im Monat treffen sich die virtuellen Weinschreiber zu einer Rallye im Netz!

Der Gastgeber gibt ein Thema vor und jeder der möchte, darf einen Artikel zum Thema schreiben. Diese werden vom Gastgebers gesammelt und auf seinem Blog verlinkt, damit sich interessierte Leser von einer “Rallye-Station” zur nächsten durchlesen können.

Es ergibt sich eine schöne Mischung verschiedenster Geschichten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und jeder darf mitmachen, egal ob Weinblogger oder nicht. Denn Nichtbloggern bieten die Gastgeber immer die Möglichkeit, ihre Beiträge auf ihrem Blog zu veröffentlichen.

Am Freitag, den 28.02.2014, ist Dort Schmitt, von CHATEAU et CHOCOLAT Gastgeberin und lädt herzlich zum Thema “Asylsucher im Glas oder mein Lieblings-Immigrant im Weinregal” ein.
Da sich die Schweizer vergangenem Sonntag gegen eine „Masseneinwanderung“ ausgesprochen haben, kam mir der Gedanke, welche "zugereisten" Weine denn so in unseren Kellerregalen liegen.

Zeugt es nicht ein wenig von Weltoffenheit, sich mit internationalen Weinen zu beschäftigen?

Folgende Fragen stelle ich deshalb an die Wein trinkende Runde:
Welche Weine in eurem Keller gehören zu euren „Lieblings-Immigranten“, bzw. werden von euch gerne direkt „eingeschleust“, sprich im Kofferraum importiert?

Welchem dieser „Wein-Ausländer“ gewährt ihr gerne häufig, um nicht zu sagen massenhaft, Asyl in eurem Glas? Warum und zu welchem Anlass?

Ich freue mich auf eure rege Teilnahme und viele eurer amüsanten, interessanten und guten Geschichten zu dem Thema. Und wie ihr wisst, freue ich mich auch immer über ein Rezept, das ihr zu eurem Wein aus der Schublade zieht, wenn ihr ihn zu etwas Essbarem servieren würdet.
Links zu den Beiträgen bitte hier in der Kommentarzeile hinterlassen, damit sie für die Zusammenfassung gefunden werden:

http://chateau-et-chocolat.blogspot.de/2014/02/weinrallye-71-asylsucher-im-glas-oder.html

Dienstag, 4. Februar 2014

10 Jahre Facebook - Danke :)

Das war dann doch eine ganz sympathische Idee von den facebook-Machern einen kleinen persönlichen Rückblick zu generieren. I "LIKE" IT !!!

Hier ein kleines Video zum Anschauen. Viel Spaß dabei!

Beitrag von Dorit Schmitt.

https://www.facebook.com/lookback/#facebookls10


Montag, 3. Februar 2014

Es gab lecker Reis, Baby! Curry-Bratreis mit frischer Ananas und Garnelen



Mein letzter Einkauf fiel, angetrieben vom, "Du sollst mehr Gemüse essen"- schlechten Gewissen, entsprechend großzügig aus, was Obst und Gemüse betraf.
Außerdem packte ich noch vieles in den Wagen, was für Curry-Gerichte (ob nun asiatisch oder indisch), die richtige Basis schaffen könnte: Ingwer, Zitronengras, Kurkuma, Basmatireis, Currypulver, Kokosmilch und Sesamsamen.
Nach dem Blumenkohl-Kartoffel-Curry, bei dem mir schlicht und ergreifend das Fleisch dazu fehlte, entschloss ich mich, den Curry-Bratreis mit schönen, großen Garnelen zu veredeln.
Selbstverständlich kann man aber auch diese weglassen, wenn man es vegetarisch oder vegan zubereiten möchte - wobei man dann in der Zutatenliste noch das Butterschmalz durch ein pflanzliches Produkt ersetzen muss.

Was solltet ihr für dieses Rezept zur Hand haben:
1 Wok oder große Pfanne, 1 Pfanne, um die Garnelen separat zu braten, 1 frische Ananas, TK Erbsen, Zwiebeln, Knoblauchzehen, Ingwer, Garnelen, Butterschmalz oder Ghee, Currypulver, Kurkuma, Salz, Pfeffer, Zitrone oder Limette und Basmatireis.

Mengenangaben mache ich mal nicht, da man das Rezept, wie ich, für 2 Personen, aber auch für viele mehr machen könnt, je nachdem, viele hungrige Leute am Tisch sitzen.


Übrigens: Currypulver gibt es ja von mild - sehr scharf, d.h. hier kann man selbst wählen, welchen Schärfegrad man für das Gericht haben möchte. Currygewürze sind eine Mischung aus bis zu 13 Gewürzen. Allen gemein ist Kurkuma, der ihnen ihre charakteristische gelbe Farbe verleiht. Auch kann man davon ausgehen, dass Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee und schwarzer Pfeffer im Currymix enthalten sind. Die folgenden Gewürze variieren in den Mischungen und machen die typisch unterschiedlichen Geschmäcker der Currypulver aus: Ingwerpulver, Knoblauchpulver, Asafoetida, Fenchel, Zimt, Nelken, grüner Kardamom, schwarzer Kardamom, Senfkörner, Muskatnuss, Muskatblüte, Paprikapulver, Cayennepfeffer und/oder langer Pfeffer sowie Salz und Chilipulver. Chili kommt hauptsächlich in den schärferen Madras-Curry-Varianten vor.
Ein weitverbreiteter Irrtum ist übrigens, dass Curryblätter zur Herstellung von Currypulver verwendet werden. Dem ist nict so, auch wenn die Curryblätter in vielen indischen Gerichten ebenfalls zum Einsatz kommen.


Aber zurück zum Rezept, das wirklich schnell zuzubereiten ist. Den Reis sollte man am besten am Vortag kochen oder vom Vortag übrig haben (so wie ich), denn dieser wird kalt benötigt.
Beginnen wir also mit der Vorbereitung. Zunächst die frischen Riesengarnelen kalt abbrausen, trocken tupfen und beiseite stellen.
Das Fruchtfleisch der Ananas hole ich mit einem Ananas-Schäler aus der Schale, das geht ratzfatz und man hat gleich die Scheiben zur Hand.
Die Scheiben in mundgerechte Stückchen schneiden und ebenfalls auf die Seite legen.
Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln. Nun kann der Wok auf dem Herd schon einmal vorgewärmt werden, dann das Butterschmalz darin erhitzen und darin Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln anbraten. Dann Ananas und Erbsen dazu und unter Rühren 2-3 Minuten mit braten. Die Mischung aus dem Wok nehmen, erneut Butterschmalz darin erhitzen, um darin die Gewürze anzurösten. In die Gewürzmischung den Reis geben und anbraten, die Ananas-Erbsen-Mischung unterheben und mit Salz, Pfeffer und Zitrone abschmecken. Warm halten.
Nun noch die Garnelen mit Zitrone beträufeln und in der separaten Pfanne auf den Punkt braten (es sollte ein glasiger Kern bleiben).



Nun das Ganze anrichten und servieren. Wer sich einen schönen Wein dazu genehmigen will, der sollte, wie ich, auf einen südafrikanischen Chenin Blanc zurückgreifen. Himmlisch in der Kombination. Wiederholungsreif!


Viel Spaß beim Nachkochen!