Sonntag, 28. Dezember 2014

Persönliche Gedanken und Neujahrswünsche

Weihnachten ist schon wieder vorbei ...

Da sind wir also wieder. Oder sagen wir besser "schon wieder" am Jahresende angelangt. Die kommenden Tage standen ganz sicher bei den meisten von uns im Zeichen der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage, Familienbesuche und essen, bis die Hose spannt. Außerdem das mehr oder weniger beliebte Geschenke austauschen. Für viele ist Weihnachten Stress pur. Die Arbeit stapelt sich komischerweise immer vor Weihnachten auf den Schreibtischen. Wieso eigentlich? Man wollte doch eigentlich zur Ruhe kommen, die Stade Zeit genießen und sich auf die Feiertage einstimmen. Aber es müssen Geschenke besorgt und Plätzchen gebacken werden, die Wohnung geschmückt und Karten geschrieben werden.

Spaß am Genuss

Nichts von alledem habe ich heuer gemacht - außer vielen Kerzen in der ganzen Wohnung, die heimeliges Licht spenden und irgendwie immer auch das Herz erwärmen. Aber meine Wohnung habe ich nicht mit Weihnachtsschmuck dekoriert. Wieso auch? Ich werde ja nicht hier sein. Werde bis Neujahr bei meiner Familie und Freunden zu Hause verbringen. Lieber gönne ich mir, wenn ich wieder zurück bin, einen schönen Blumenstrauß und erfreue mich daran.

Bei mir hatte sich heuer noch keine Weihnachtsstimmung eingestellt. Das Wetter spielte ja lange nicht mit. Kein Winter, kein Schnee bis vor Weihnachten. Dafür windig, regnerisch und noch 8 Grad plus. Aber, dass es zu diesem Zeitpunkt noch keinen Schnee gab, war mir gerade recht. Musste ich doch noch die Fahrt in meine Heimat antreten und mein "kleiner Schwarzer" ist etwas zickig auf Schnee und Eis zu fahren. Selbstverständlich habe ich Winterreifen ...
Nun, die Herren werden wissen, wenn ich folgende Stichpunkte nenne: 2-Sitzer, Heckantrieb, zu kleiner Kofferraum - da bringe ich keinen schweren Sandsack rein, um mehr Gewicht auf die Hinterachse zu kriegen. Das Heck "schwanzelt" gerne und man ist ständig am Gegensteuern. Kein entspanntes Fahren, wenn die Straßen nicht geräumt sind.
Schnee darf dennoch gerne kommen - dann aber bitte in den Bergen oder in den typischen Wintersport Orten - und da kam er auch pünktlich am 25. Dezember. Mich verschone er aber in diesen Massen auf den Straßen und zu Hause ... alleine schon deswegen, weil ich keinen Bock aufs Schneeräumen hab und mir einige Ausflüge im Januar vorgenommen habe, bei denen ich auf mein Auto angewiesen bin.

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass mit Wintersonnwende, die Tage langsam aber unaufhaltsam wieder länger werden. Und irgendwie freue ich mich dann doch auf das nach Hause Kommen. Meine Familie wiedersehen, das Fondue am Heiligen Abend mit Papa und Mamas Gansbraten am 25. Dezember genießen ... Dann ein paar faule Tage. Bis schließlich Silvester vor der Türe steht. Dieses Jahr verbringe ich es mit meinen Freundinnen - ein reiner Mädel-Abend. Logisch! Selbstverständlich werden wir uns alles haargenau erzählen, was wir so alles im vergangenen Jahr erlebt haben. Wir werden dabei lachen und weinen, kochen, gut essen und trinken und das alte Jahr fröhlich ausklingen lassen. Bevor das so weit ist, werde ich mir am Abend vorher wieder Zeit für mich und meine ganz persönlichen Gedanken nehmen. Die Ereignisse des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren lassen. Was war gut, was schlecht. Was machte mich glücklich und was hat mich enttäuscht.

Thank you for the good times ... 
Bei den Enttäuschungen gibt es nur den Einen, der mich enttäuscht hat. Hier sei kurz erwähnt, dass ich mich frage, was ist das für ein Mensch, der ohne Skrupel die eine Frau (mich) belügen und die andere, (zu der er ja nur in meiner Einbildung eine Beziehung hatte), bei unseren Treffen so lustvoll betrügen konnte. Wir hatten eine schöne Zeit bei unseren Primetime-Treffen, die ich nicht bereue, aber ich bin keine Frau, die eine andere neben sich dulden würde. Und belogen zu werden ist für mich das Allerletzte. Ob er es 2015 schafft "Ihr" treu zu bleiben? Das glaube ich nicht. Zu stark sein Verlangen nach Freiheit und Abenteuer und gutem Sex ... Und wird sie ihm dennoch jedes Mal verzeihen? Ja, das glaube ich schon. Aber vielleicht haben solche Frauen ja einen gut funktionierenden Verdrängungsmechanismus oder nichts dagegen, betrogen zu werden, wenn er nur jedes Mal wieder brav zurückkommt? Egal. Sollen die beiden so weiter leben wie bisher. Ich hatte jedenfalls keine Lust mehr auf weitere Treffen. Und er brach daraufhin alle Brücken zu mir ab. Und jetzt, da ich mir das von der Seele geschrieben habe, schließe ich dieses Kapitel. Es warten schließlich neue Abenteuer - auch auf mich.
***Nachtrag 26. Januar 2015 siehe Blogende

2014 brachte aber im Großen und Ganzen viel mehr Schönes! Ich durfte insgesamt viele neue, liebenswerte Menschen kennenlernen. Neue Freundschaften sind entstanden, alte wieder aktiviert worden. Beruflich erwarten mich viele neue Aufgaben, auf die ich mich sehr freue! Mein Online Magazin entwickelt sich prächtig. An dieser Stelle ein herzliches Danke an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben und hoffentlich auch 2015 weiter beitragen werden. Nach all den Höhen und Tiefen der letzten Jahre kann ich endlich mit einem guten Gefühl und voller Tatendrang in die Zukunft schauen. Ich freue mich auf das neue Jahr!

In ein paar Tagen liegen 365 Tage jungfräulich vor mir und warten darauf, gelebt zu werden. So viele Ideen, die umgesetzt werden möchten. So viel Lebensfreude, die ausgekostet werden will. Und natürlich noch der eine oder andere kleine Wunsch, den ich mir erfüllen möchte - oder der mir unerwartet erfüllt werden wird. Ich habe Lust darauf, die vor mir liegenden Seiten mit Leben zu füllen. Und ich freue mich darauf, darüber zu berichten, mit euch ein paar meiner Erlebnisse zu teilen.

Was 2015 auch jedem von uns bringen mag - auf jeden Fall wünsche ich uns allen, dass wir gesund bleiben! Wenn es euch gelingt, lasst alle Sorgen und Nöte des vergangenen Jahres hinter euch und schaut mit Optimismus nach vorne ins neue Jahr! Ich habe an Silvester ein kleines Ritual von einer Facebook-Freundin übernommen. Wir schreiben kleine Zettelchen mit unseren Wünschen, die wir dann zum Jahreswechsel verbrennen. Letztes Jahr scheinen diese an der "richtigen Stelle" angekommen zu sein, denn ein paar der Wünsche von 2013 haben sich dieses Jahr erfüllt. Dafür bin ich dankbar.

Jetzt bleibt mir nur noch, euch allen ein schönes neues Jahr zu wünschen! Mögen eure Wünsche in Erfüllung gehen! Verzeiht, vergesst und schaut nach vorne! Liebt, lacht und achtet einander. Und verbringt mehr Zeit mit den Menschen, die euch am Herzen liegen.

Nicht vergessen: Es ist immer die richtige Zeit für ein Glas Champagner!



NACHTRAG
Das öffentlich zelebrierte Glück
Montag, 26. Januar
Entfernt - Post vom Anwalt

Donnerstag, 12. Februar
Mein Anwalt hat gesagt, ich darf das so schreiben

NACHTRAG
Das öffentlich zelebrierte Glück
Montag, 26. Januar

Seit einiger Zeit ist "Sie" sehr bemüht, ihre Glücksmomente öffentlich zur Schau zu stellen. Da wird nun auch fleißig gemeinsam "geschnippelt", gekocht und genossen. Es wird alles plötzlich von ihm "liebevoll" für Sie zubereitet und die Abende enden am Kamin. Fast könnte man neidisch werden. Mit wem Sie da so ein Glück erlebt soll den meisten verborgen bleiben, bis auf ein paar, die die beiden auch privat als Pärchen kennen oder denjenigen, die auf deren beiden Facebook-Profilen und den so oft identischen Blogberichten herauslesen können, dass sie ein Paar sein müssen.

Mir bleibt es selbstverständlich auch nicht verborgen - das soll es anscheinend auch ganz bewusst nicht - Sie schickt mir ihre Glücksbotschaften über alle Kanäle im Netz. Schließlich kenne ich diesen Mann, der "Sie" gerade wieder so glücklich macht, aus der Zeit, als er sie mit mir betrog. Über ein Jahr lang. Allerdings hat er mir ja immer versichert, dass er ungebunden ist. Auch wir haben gemeinsam gekocht und einen guten Wein dazu genossen. Ich kann aber von mir behaupten, dass ich damals auf Facebook oder sonstigen Kanälen sehr viel diskreter war, was unsere Primetime-Treffen betraf. Selbst im Freundeskreis gab es nur ein paar wenige, die von uns wussten, oder uns zufällig getroffen haben, wenn wir gemeinsam unterwegs waren.

Jetzt tauchen also plötzlich viele Ihrer Fotos im Netz auf, die wie nachgestellte Szenerien "unserer" damaligen Primetime-Abende wirken. Fotos, die aussehen, als hätte er mit ihr auch so einen Abend zelebrieren "müssen", damit Sie mir zeigen kann: "Schau her! Das können wir auch!" Und nicht nur das: "Wir sind glücklich!"

Ich wünsche Dir wirklich alles Gute mit ihm. Und ich würde mich dazu auch nicht mehr äußern, wenn ich Dein Verhalten nicht absolut bescheuert fände. Ich hatte von ihm und seinen Lügen die Nase voll und habe ihm deshalb weitere Primetime-Treffen verweigert. Man könnte auch sagen, ich hab ihn vor die Türe gesetzt, hatte keinen Bock mehr auf seine Unwahrheiten.
Hätte ich von Dir als Frau an seiner Seite gewusst, hätte es mit ihm übrigens gar keine Treffen gegeben. Aber immer wenn ich Verdacht geschöpft hatte, oder nachfragte, hat er Dich ja verleugnet, alles abgestritten und geschworen, es sei längst alles vorbei. Und er hat mir stets einreden wollen, ich bilde mir das mit Dir ja alles nur ein. Wie wir beide wissen hat er gelogen. Nicht ich bin in dieser Geschichte die Böse gewesen! Und obwohl ich Dich nicht leiden kann, hoffe aufrichtig für Dich, dass er in Zukunft keine andere mehr "neben Dir" haben will, denn nur von Wein und gutem Essen wir er ja nicht satt, wie wir beide wissen.

Weiterhin also viele gemeinsame Glücksmomente für euch beide. Ich gönne Dir Deine "wieder erlangte" glückliche Beziehung mit Deinem Fremdgänger. Ihr habt euch beide wirklich mehr als verdient. Manchmal jedoch frage ich mich, ob Du Dir dieses "Glück" so verzweifelt einreden musst, es deshalb so oft auf Fotos festhältst und der Welt und mir mitteilst, um selbst daran glauben zu können, dass alles mit ihm wieder in Ordnung ist. Am besten Du nutzt sein schlechtes Gewissen noch etwas aus. Und denk nicht dauernd daran, was er und ich so alles erlebt haben könnten. Das ist nicht gut für euren Neuanfang - oder euer Weitermachen als wäre nichts (mit mir) gewesen. Ich warte schon gespannt auf eure nächsten Blogberichte aus Oberbayern, der Residenz Heinz Winkler und von euren Türkeireisen und Asienurlauben.

Herzlichst
Dorit

P.S.: Ich habe lange überlegt, ob ich diese Zeilen überhaupt veröffentliche, aber dann sagte eine Stimme in mir: "Why not?"

"Es ist mir immer ein Geheimnis geblieben, wie Menschen sich durch Erniedrigung ihrer Mitbürger bestätigt fühlen können."
Mahatma Gandhi

Samstag, 20. Dezember 2014

Rosa gebratene Barbarie-Entenbrust | Kartoffel-Sellerie-Stampf | Gebratene Champignons


Die Erfahrung hat gelehrt, beim Zubereiten einer Entenbrust sollte der Koch nicht abgelenkt werden, soll sie punktgenau gelingen. Diese Entenbrust ist hervorragend gelungen und hat zu dem auch noch hervorragend geschmeckt. Einfach und schnell nachzukochen.


Für 4 Personen
Kartoffel-Sellerie-Stampf
600 g mehligkochende Kartoffeln, 300 g Knollensellerie, 2 Zweige Oregano, Orangen-Chili Flor de Sal, 2 EL Butter, frisch geriebene Muskatnuss, 100 ml Milch, 50 ml Sahne, Orangen-Olivenöl, Orangen-Pfeffer.

Die Kartoffeln und den Sellerie schälen, waschen und würfeln. Den Thymian waschen und trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und hacken. Alles in einen Topf geben, mit Salzwasser bedecken, aufkochen und 20 Min. garen.  

In einem kleinen Topf die Milch und die Sahne erhitzen. Das Gemüse abgießen, kurz ausdampfen lassen und mit einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken. Die Milch und Sahne unterrühren und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken, Klecks Butter dazu, fertig.

Gebratene, Braune Champigons
Champignons putzen, in Scheiben schneiden. In einer Pfanne Öl heiß werden lassen und die Champignos gut anbraten. Mit Orangen-Chili Flor de Sal und Orangen-Pfeffer abschmecken. Etwas Orangen-Olivenöl darüber träufeln. Fertig

3 Barbarie-Entenbrüste
mit kaltem Wasser abspülen, abtrocknen, die Haut rautenförmig einschneiden, mit Orangen-Chili Flor de Sal einreiben und ohne Fett auf der Hautseite scharf anbraten, danach Temperatur zurück nehmen.
2-3 Minuten braten, danach umdrehen und weitere 2-3 Minuten anbraten.
Pfanne vom Herd nehmen und in den auf 80 Grad vorgeheizten Ofen schieben. Hier ziehen die Entenbrüste nach. In meinem Fall bis zu einem gewünschten rosa Kern!

Vor dem Servieren die Entenbrust aus der Pfanne nehmen und in Scheiben schneiden. Den Bratensaft mit Wasser, Weißwein und Orangenlikör aufkochen lassen. Leicht einreduzieren.

Etwas Orangen-Olivenöl über die Bruststücke träufeln und mit dem Stampf und den gebratenen Champignons anrichten.

Feldsalat
Waschen, verlesen, trocken schleudern. Dressing: 3 EL Walnussöl, 2 EL Cassis-Essig, Salz, Pfeffer
Erst vor dem Servieren über den Salat geben.


Weinempfehlung: Weissburgunder vom Weingut Bergdolt, Reif & Nett




Bon appetit!


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Dienstag, 25. November 2014

Gansbrust mit Kloß und Blaukraut - ein Klassiker von November bis Dezember

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele
Zutaten:
1 Gansbrust mit Knochen ca. 1 kg
2 Karotten
Knollensellerie
1 kleine Katoffel
1/2 säuerlicher Apfel
3 kleine Zwiebeln
1 Lauch
Majoran
Beifuss
Salz, Pfeffer
400 ml Hühnerbrühe oder Gansfond

Knödelteig - fertig oder selber machen

Blaukraut - fertig aus dem Glas oder selber machen
ich habe mein Blaukraut aus dem Glas mit Nelken und Brunis Weihnachtsmarmelade verfeinert.

Brunis Weihnachtsmarmelad (Rezept wird nachgereicht)



Ofen Ober- Unterhitze auf 175 Grad vorheizen

Gansbrust kalt abspülen, trockentupfen und mit Salz und Pfeffer einreiben.

Ich habe das Röstgemüse entsprechend vorbereitet und in einen Bräter gelegt. Die Hühnerbrühe angegossen und die vorbereitete Gansbrust zunächst mit der Hautseite nach unten aufgelegt.
Dann für 1 Stunde im Rohr belassen. Nach einer Stunde die Temperatur auf 200 Grad erhöhen, die Gansbrust umdrehen. Während der nächsten Stunde immer wieder einmal mit dem Bratenfond übergießen.

Blaukraut in einen Topf füllen, etwas Wasser zugeben. Ich hatte ein kleines Glas und habe zu diesem noch 3 Gewürznelken gegeben. Außerdem 3 TL der Weihnachtsmarmelade von Bruni, die mit Nüssen und getrockneten Feigen gemacht ist.
Das Rezept stelle ich hier ein, sobald es mir verraten wurde.

Eine halbe Stunde vor Ende der Bratzeit bereite ich die Knödel vor. In meinem Fall einfach Knödel aus dem fertigen Halb-und-Halb Teig formen, einen Topf mit Salzwasser füllen (ca. 2 Liter), aufkochen lassen, dann Temperatur zurückdrehen. Die Knödel sollen 20-25 Minuten im Salzwasser ziehen, nicht mehr kochen.


Kurz vor Ende der Bratzeit kaltes Wasser mit Salz verrühren.
Oberhitze auf 225 Grad stellen, bzw. den Grill aktivieren.
Die Haut mit dem Salzwasser einpinseln. Nicht vom Ofen weggehen, damit nun nichts mehr verbrennt! Das kann jetzt nämlich schnell gehen und wäre doch schade um die knusprige Haut.

Jetzt muss man sich nur noch um die Sauce kümmern. Dazu habe ich das Röstgemüse und die Gansbrust zunächst aus dem Bräter entfernt. Die Gasnbrust kurz im ausgeschalteten Ofenrohr warm stellen. Etwas Fett von der Sauce abschöpfen und schon mal mit einem Teil des Röstgemüses in einen Mixer geben. Fein pürieren.
Mit etwas Wasser und einem Pinsel den Bratenansat von dem Bräterrand lösen. Aufkochen lassen und etwas vom Gemüsepüree dazu geben, das bindet die Sauce wunderbar ohne weitere Hilfsmittel.

Gansbrust nun vom Knochen lösen.

Anrichten und heiß servieren.
Wunderbar!

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele


Mittwoch, 19. November 2014

Das November Spezial ist online: "Vorfreude auf Weihnachten"!

Der November schenkt uns jetzt besinnliche Momente

Nebelgraue Tage erwarten uns, um so wichtiger ist es, sich diese Zeit bis Weihnachten so richtig gemütlich zu gestalten. Kuschelplaids, Wollsocken, bunte Schals und dicke Pullover gehören in dieser Jahreszeit ebenso dazu wie Suppen, Eintöpfe und Schmorbraten. In unseren Wohnungen riecht es immer häufiger nach Apfel, Zimt und Orangen ... Die Adventszeit steht vor der Tür und langsam machen wir uns alle Gedanken darüber, was wir unseren Lieben schenken können. Ein paar Anregungen, was man verschenken kann, findet man in diesem Magazin.

Umfang: 42 Seiten

Inhaltsangabe:




Rezepte:

Weinempfehlungen:






Restaurantempfehlungen:

  
Gastbeiträge:

Text: Günter H. Klotz
Link zum November Spezial

Interesse in einer der nächsten Ausgaben dabei zu sein?
Dann nehmt einfach unverbindlich Kontakt mit mir auf.

Eure Dorit

Freitag, 7. November 2014

Traumhafter Schokoladenkuchen mit Original Beans Kuvertüre

Schokoladenkuchen ohne Mehl und Mixer nach Trish Deseine | © Foto: Tanja Borgschulte Photography |Aromenspiele
Schokoladenkuchen, was für eine Freude, wenn man sich davon ein Stück abschneiden kann. Es ist kein Geheimnis, Schokolade macht uns Naschkatzen einfach glücklich. Und vergessen wir für einen Moment, das schlechte Gewissen, wenn man nicht nur ein Stück, sondern auch noch ein zweites von diesem, fast schon pralinenartigen Kuchen genießen möchte. Er schmeckt einfach zu gut!

Und er ist ganz einfach zuzubereiten! Ohne Mehl und ohne Mixer. Alles, was man neben ein paar Zutaten dazu braucht, ist eine Schüssel, eine Schale fürs Wasserbad, eine Gabel und eine Springform.
Noch besser schmeckt der Kuchen übrigens am nächsten Tag! Da ist er herrlich saftig, schokoladig und unwiderstehlich...


Halten wir uns also ans Rezept und legen uns folgende Zutaten bereit:

430 g Butter
300 ml Sahne
430 g Zartbitterschokolade - unglaublich fein, die Kuvertüre von Original Beans!
180 g Zucker
8 Eier, verquirrlt


Als Erstes kann man sich das Ofenrohr schon einmal auf 180 Grad vorheizen und die Springform mit Butter einfetten.
Einen Topf mit etwas Wasser für das Wasserbad vorbereiten. In die Schale Butter, Sahne und Schokoladendrops (Kuvertüre) geben und im Wasserbad schmelzen.
Anschließend den Zucker zugeben und in der warmen Masse unter Rühren auflösen.
Die verquirrlten Eier zur Schokoladenmasse zugeben und alles zu einer homogenen Masse verrühren.
Dann alles in die Springform füllen und für 30 Minuten im Ofen backen. Kuchen in der Form abkühlen lassen und erst dann aus der Form lösen.
Nun am besten in eine Folie packen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag nach Belieben mit Kuvertüre überziehen oder mit Kakaopulver bzw. Puderzucker bestäuben.

Ganz wunderbar schmecken zu diesem Kuchen frische, leicht säuerliche Früchte.

Viel Spaß beim nach Backen!


P.S.: Struppi, dem süßen Assistent im Fotostudio ist es sehr, sehr schwer gefallen, der Schokolade zu widerstehen und musste mit viel Knuddelei getröstet werden, weil Schokolade einfach nicht das Richtige einen Hund ist :-)

Freitag, 31. Oktober 2014

Rinderrouladen - Leibspeise und Soulfood

Vorbereitungen, bevor Gäste kommen

Schmorbraten, Gulasch oder Rinderrouladen sind ab dem Herbst wieder gern gekochte Klassiker. Und vielleicht geht es euch ja auch so, dass man bei diesen Gerichten daran denkt wie wunderbar es aus der Küche gerochen hat, wenn die Mama gekocht hat. Schon alleine beim Gedanken an einen Schmorbraten läuft den meisten von uns das Wasser im Mund zusammen. Und ab Oktober wächst die Vorfreude auf ein zart geschmortes Stück Fleisch mit dieser genialen Sauce, die sich prima noch mit einer Scheibe Brot aus dem Teller tunken lässt.

"Meine Mama hat die besten Rouladen gekocht", diesen Spruch höre ich oft und natürlich habe ich auch meine Mama gefragt, wie sie eigentlich ihre Rouladen zubereitet. Als Beilage gab es bei uns immer Bandnudeln - keine Knödel. Aber ob mit Kloß oder Nudeln, Rouladen schmecken einfach immer! Und unsere Rouladen waren mit Senf, Speck, Zwiebeln und saurer Gurke gefüllt.

Ich wagte mich also daran Rouladen zu kochen, Gäste einzuladen, wohlweislich, dass bei allen die Erinnerungen an einen bestimmten Geschmack vorhanden ist, den sie von Zuhause kennen. Schließlich kochte Mama doch lange Zeit für uns alle am besten.
Um es vornweg zu sagen: Ich bin sehr glücklich, denn meine Rouladen hielten den Vergleich mit Mamas Küche der Gäste stand und ich bekam anerkennendes Lob und hatte äußerst zufriedene Gäste. Leider sind diesmal die Rouladen nicht sehr fotogen gewesen, entschuldigt das bitte.



Mein Rouladen Rezept:
Um nicht so riesige Rouladen zu wickeln, sondern auf dem Teller lieber kleinere Teile zu haben, ließ ich mir vom Metzger Stücke von ungefähr 130 - 150 g schneiden. Und wenn man schon mal ein Schmorgericht zubereitet und eine gute Sauce haben möchte, rentiert es sich gleich mehr davon zuzubereiten.

8 dünne Scheiben Rindfleisch für Rouladen (z.B. aus der Keule) à ca. 130 - 150 g
2 kleinere Zwiebeln
4 Gewürzgurken
Salz, Pfeffer
Mittelscharfen Senf (wer mag gerne auch Dijon Senf, der ist etwas schärfer)
12 Scheiben geräucherten Schinken (ich mag hier keinen fetten Frühstücksspeck verwenden)
2 Karotten
150 g Knollensellerie
1 Lauchstange
6 schwarze Pfefferkörner
Butterschmalz
1 EL Tomatenmark
500 ml Rotwein
500 ml Rinderbrühe
2 Lorbeerblätter
Herbes de Provence
Metallspießchen für die Rouladen (oder Zahnstocher)

Das Geheimnis bei Schmorgerichten liegt in der Sauce, das behaupte ich nun mal einfach mal. Denn Wurzelgemüse, Wein, gute Brühe und das Fleisch geben viel Geschmack ab.

Und so hab ich meine Rouladen gemacht:
Zunächst das Gemüse vorbereiten. Lauch putzen und den unteren Teil in Ringe schneiden. Sellerie schälen und ich Würfel Schneiden. Karotten schälen und würfeln. Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Gewürzgurken in möglichst dünne Scheiben schneiden.

Ofenrohr, Ober- Unterhitze auf 150 Grad vorheizen, mittlere Schiene.

Da meine Rindfleischscheiben bereits sehr dünn waren, musste ich sie zu Hause nicht noch erst dünn klopfen. Also habe ich die Scheiben ausgelegt, mit einem Küchenkrepp trocken getupft, mit Senf bestrichen und die Schinkenscheiben darauf verteilt. Anschließend mit den Gurken- und Zwiebelstreifen belegt, an den Seiten eingeschlagen und vorsichtig aufgewickelt. Mit den Spießen zusammengeheftet.

Bei der Menge habe ich mit 2 gusseisernen Töpfen gearbeitet. In beiden zunächst etwas Butterschmalz heiß gemacht. In einem Topf habe ich das Wurzelgemüse (Sellerie, Karotten, Lauch, Rest der Zwiebeln) angebraten. In dem andern die Roulanden. Wichtig! Zuerst auf der Seite anbraten, die zusammengeheftet wurde. Dann nach ca. 3-4 Minuten wenden.

In das Wurzelgemüse das Tomatenmark geben, gut verrühren, anschließend zunächst mehrmals mit dem Rotwein aufgießen, Pfefferkörner und dann die Brühe zugeben. Nun die Rouladen zum Gemüse geben, den Bratensaft ebenfalls umfüllen.

Nun den Topf abdecken und in den Ofen schieben. Hier können die Rouladen gute 2 Stunden langsam vor sich hin schmoren. Das war das ganze Geheimnis. Wer die Sauce andicken möchte, muss nur die Rouladen aus dem Topf nehmen und die Gemüsestücke mit dem Pürrierstab fein mixen. Wer mag kann auch noch einen Eßlöffel Créme fraîche darunter heben.

Bandnudeln nach Packungsangabe zubereiten und mit den Rouladen und der wunderbaren Sauce servieren.

Bon appetit!

Apéro
Wein zu den Rouladen

Weinbezugsquelle: Chateau et Chocolat

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Das Oktober Spezial ist online!

Oktoberlust
Das Jahr neigt sich langsam seinem Ende zu und schenkt uns noch ein paar fulminante Farbspiele - im bunten Herbstlaub und am Himmel. Mit den kürzer werdenden Tagen wächst unsere Lust auf geselligere Abende, knisternde Kaminfeuer, auf von innen heraus wärmende Speisen. Und natürlich auf tröstende Schokolade! Hier werden die passenden Rezepte und Weine für diese Jahreszeit vorgestellt. Viel Spaß beim Schmökern.


Das waren die Themen:





Die große Herbstausgabe ist noch bis Ende Dezember online:

Samstag, 11. Oktober 2014

Geschmorter Kürbis als Beilage und im Salat




Salat mit Kürbis, Feta und Walnuss

Zutaten für 4 Personen:
300 g Hokkaido Kürbis, geschält, entkernt und in Scheiben geschnitten
Olivenöl zum Beträufeln der Kürbisscheiben
Flor de Sal mit Chili und Orange
frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle
Thymianhonig zum Karamellisieren der Walnusskerne
1 Handvoll Wildkräutersalatmix
50 g Fetakäse
2 Handvoll Walnüsse

So geht's:
Salat verlesen, waschen und trocken schleudern.
Hokkaido abwaschen, halbieren, Kerne mit einem Löffel herausschaben und anschließend in Scheiben schneiden. Ofen auf 220 Grad Ober und Unterhitze vorheizen.
Backpapier auf ein Backblech legen, darauf die Kürbisscheiben verteilen. Mit Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern. Ungefähr für 20 Minuten auf mittlerer Schiene schmoren. Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, dann Thymianhonig zugeben und karamellisieren.
Für den Salat die Kürbisscheiben abkühlen lassen. Dann Salat, Kürbisscheiben, zerbröselten Fetakäse und Walnusskern mischen.

Dressing:
2 EL Balsamico-Essig, rot
2 EL Olivenöl für das Salat
1 EL Orangen-Olivenöl
1 TL Thymianhonig
alles gut verrühren, kurz vor dem Servieren über den Salat geben


„Squash (1351012634)“ von Jeremy Keith from Brighton & Hove

Rumpsteak mit Kürbisspalten aus dem Ofen

Die Kürbisspalten werden wie oben beschrieben zubereitet.

Pro Person 1 schönes, abgelagertes Rumpsteak (ca. 250 - 300 g)
Flor de Sal mit Chili und Orange
Pfeffer aus der Mühle
Zum Marinieren nur etwas Olivenöl, einen Zweig frischer Kräuter (Rosmarin, Thymian oder Oregano), Knoblauchzehen

Gusseiserne Pfanne - bestens geeignet die Steakpfanne von Le Creuset
diese nur mit etwas Öl einpinseln und erhitzen
Steaks darin zunächst auf einer Seite scharf anbraten (2-3 Minuten), wenn sich das Fleisch wieder gut aus der Pfanne löst umdrehen, noch einmal 2-3 Minuten scharf anbraten. Knoblauchzehen in der Pfanne mit anbraten - nicht schwarz werden lassen.
Dann Pfanne vom Herd nehmen, das Fleisch salzen und Pfeffern



Bon appétit!
Weinempfehlung: Müller von Enderle & Moll



Mittwoch, 24. September 2014

Schnelle Gerichte mit Ingwer und Kokosmilch

Manchmal hat man nach der Arbeit einfach schon so einen Hunger, dass man keine Lust mehr aufbringt, sich lange in die Küche zu stellen, um aufwändig zu kochen. Daher sind diese beiden Gerichte ideal. In maximal 30 Minuten stehen sie auf dem Tisch und schmecken köstlich.


Kürbissüppchen - fast klassisch
Zutaten für 4 Personen

1/2 Hokkaido Kürbis
1 kleine Kartoffel
1 Zwiebel
1 Walnuss großes Stück Ingwer
1/2 TL Chiliflocken
400 ml Gemüsebrühe
200 ml Kokosmilch
etwas Weißwein zum Ablöschen
Butter, Öl
Salz, Pfeffer zum Abschmecken
Kürbiskernöl
Kürbiskerne

Den Kürbis einfach nur abwaschen, halbieren, die Kerne entfernen und in Würfel schneiden.
Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Ingwer schälen und reiben. Die Kartoffel schälen und ebenfalls würfeln. In einem Topf die Butter mit einem Spritzer Öl schmelzen und darin das Gemüse mit dem Ingwer anschwitzen. Chiliflocken dazu geben und kurz weiter anschwitzen.

Mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen und anschließend die Brühe dazu geben. Circa 10 Minuten köcheln lassen und danach die Kokosmilch zugeben (wer es lieber mit Sahne zubereitet, kann natürlich auch die entsprechende Menge Sahne verwenden). Weitere 10 Minuten köcheln lassen.

Anschließend mit einem Mixstab pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In der Zwischenzeit in einer Teflonpfanne die Kürbiskerne ohne Fett rösten. Heiße Suppe in die Teller füllen mit Kürbiskernöl und den gerösteten Kürbiskernen dekorieren und genießen!


Das zweite, schnell zubereitete Rezept lässt sich zudem mit vielerlei Gemüse kochen - ein ideales und schmackhaftes "Resteverwertungsessen".

Hühnchen-Gemüse-Pfanne mit einem Hauch Asia

Meine Zutaten waren - und es reichte gut für 2 Personen
2 Hähnchenbrustfilets
1/2 Paprika (orange)
3 Frühlingszwiebelschloten
1 Walnuss großes Stück Ingwer
2 Knoblauchzehen
2 Schalotten
1/2 TL Kurkuma
Orangen-Chili-Flor de Sal und Pfeffer aus der Mühle zum Abschmecken
200 ml Kokosmilch
Weißwein zum Ablöschen
Sesamöl zum Anbraten
Basmatireis (1 Tasse Reis auf 2 Tassen Wasser)

Hähnchenbrust kalt abbrausen, mit einem Küchentuch trocken reiben und in Würfel schneiden.
Paprika halbieren, die Kerne und den Stiel entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Die Frühlingszwiebeln abbrausen und in Ringe Schneiden. Knoblauchzehen schälen und würfeln. Ingwer schälen und reiben. Schalotten schälen und würfeln.

In einer Pfanne Sesamöl erhitzen, darin die Hähnchenbruststücke anbraten, Paprika, Knoblauch, Schalotten und Ingwer dazugeben und unter Rühren weiter anbraten. Kurkuma darüber streuen und verrühren. Mit Weißwein ablöschen und die nun die Frühlingszwiebeln in die Pfanne geben.
Nun die Kokosmilch zugießen. Alles circa 15 Minuten köcheln lassen. Abschmecken. Falls nötig mit etwas Hühnerbrühe aufgießen.

Parallel den Reis kochen.

Heiß servieren :-)

Ich empfehle dazu einen Elsässer Riesling klassik, von der Domaine Jean-Paul.Schmitt.


Dienstag, 23. September 2014

Clafoutis - ein französisches Gedicht mit Früchten der Saison

© Foto: Dorit Schmitt | Aromenspiele
Clafoutis sind typisch französisch und eine sehr beliebte Nachspeise. Wieso? Ganz einfach, es ist innerhalb kürzester zeit fertig und kann mit den Früchten der Saison zubereitet werden.
Typisch ist der Clafoutis mit Kirschen, aber auch im Herbst mit Birnen und Trauben schmeckt er köstlich! Beschreiben kann man ihn wohl eher als Auflauf, denn als Kuche - die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Wer also seine Gäste einmal mit einem sehr, sehr köstlichen, warm servierten, französischen Nachtisch beglücken möchte, sollte sich an diese Rezepte machen.


Clafoutis mit Birnen und Weintrauben

Zutaten für 6 Personen
450 g Blaue Trauben
6 Birnen
150 g Mehl
600 ml Milch
6 Eier
270 g Zucker
30 g Vanillezucker (hier verwende ich den QUAI SUD Zucker "Oriental", da diesen wunderbare Gewürze des Orient aromatisieren, was herrlich zur Süße der Birne und der Trauben passt)
Butter

So gehts:

Ofen auf 200 Grad vorheizen
Sechs kleine Backformen aus Ton oder Porzellan einfetten. Mehl in eine Schüssel sieben. Eier aufschlagen, Zucker und Vanillezucker hinzufügen. Unter Rühren die milch hinzugießen, bis ein glatter Teig entsteht.
Trauben waschen und entkernen. birnen waschen und vierteln.
Die Obststückchen auf die Backformen verteilen. Teig darüber gießen und 30 - 35 Minuten im Ofen backen.
Clafoutis aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen und in den Backformen servieren.

© Dorit Schmitt | Aromenspiele





Kirschen-Clafoutis mit Rosa Pfeffer
(nach Tanja Grandits)

Für 6 flache feuerfeste Formen (oder Mini Cocotte) à 200 ml
300 g Kirschen, entsteint
Butter für die Formen
Puderzucker zum Bestäuben

Guss
3 Eier
30 g brauner Zucker
100 ml Sahne (Rahm)
130 ml Milch
1 EL Mehl
30 g gemahlene Mandeln
1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
1 EL rosa Pfeffer, gemörsert

Die Formen ausbuttern und die Kirschen darin verteilen.
Alle Zutaten für den Guss mit dem Pürierstab mixen. Im vorgeheizten Ofen bei 160° etwa 40 Minuten backen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Tipp: Schmeckt frisch aus dem Ofen am besten.

Bon Appétit!

Donnerstag, 4. September 2014

Das HERBSTMAGAZIN 2014 ist online!

Wenn die Tage kürzer werden bleibt mehr Zeit zum Genießen

Jetzt kommt wieder die Zeit, in der man es sich am Abend eher im Haus gemütlich macht. Man nimmt sich Zeit: Zeit für Freunde, Zeit für gesellige und unterhaltsame Runden und wieder mehr Zeit beim Kochen. Denn die deftigen Schmorgerichte brauchen ihre Zeit in der sie auf oder im Ofen vor sich hin schmoren. Die Geduld wird belohnt. Freuen wir uns auf die Genüsse, die der Herbst für uns bereit hält. Plötzlich denken wir wieder an deftige Gerichte, deren Duft uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Eintöpfe mit schweren Saucen, die man mit frischem Brot so wunderbar auftunken kann. Leckere, sättigende Kartoffel-, Kürbis- und Käsegerichte. Dazu noch Nüsse, Kastanien, Beeren, Apfel und Birnen aus denen sich delikate Sachen zaubern lassen. Das Füllhorn der Natur deckt vor dem Winter noch einmal einen üppigen Tisch und wir können aus dem Vollen schöpfen!

Viel Spaß beim Blättern!

Kleiner Vorgeschmack gefällig?


Freitag, 18. Juli 2014

Über die Jagd, ein Hirschfilet mit Chilinudeln und Schokoaldensauce

Foto: © Dorit Schmitt | Aromenspiele



 (Text: Dorit Schmitt | Online Magazin Aromenspiele 09/12)
© Aromenspiele 09/12

 „Von je her ging der Mensch auf die Jagd. Für die Menschen der Steinzeit war sie überlebenswichtig. Das Fleisch der Beute diente unseren Urahnen als Nahrung, die Felle als Kleidung und aus den Knochen konnten Sie Schmuck und Waffen herstellen. Erst mit der Sesshaftigkeit und dem Halten von Haustieren, verlor die Jagd ihre ursprüngliche Bedeutung. „Jagen bedeutet Wettstreit auf Leben und Tod, ist Leidenschaft, Statussymbol und heute ein Freizeitsport.“, so schreibt Sabine Kaufmann in einem interessanten Bericht über die Entstehung der Jagd.
(Sabine Kaufmann, Stand vom 01.06.2009, Sendung: Wildtiere in Deutschland - Die Rückkehr von Biber, Luchs und Geier, 23.09.2008)

Im Mittelalter stieg die Abhängigkeit der Bauern zu ihren Lehnsherren stetig. Dabei hatten früher, vornehmlich freie Bauern das Recht zur Jagd.Ursprünglich hatten alle freien Germanen das Recht zu jagen. Für den Adel wurde die Jagd mehr und mehr zum vergnüglichen Zeitvertreib und sportlichen Herausforderung. Das führte schließlich dazu, dass den Bürgern das Recht zur Hohen Jagd entzogen und unter Strafe gestellt. Die Zeit der Wilderer und Freischützen begann. Einige von Ihnen wurden wie Volkshelden verehrt. Einer der bekanntesten Freischützen Bayerns war Georg „Girgl“ Jennerwein. Aus ärmlichen verhältnissen stammend, verlor er als Kind früh seinen Vater, der beim Wildern erwischt und von königlichen Jägern erschossen wurde. Girgl ging dennoch später aus der Not heraus getrieben, selbst zum Wildern in der Gegend um den Schliersee, im Grenzland zwischen Bayern und Tirol. Tragisch und unter nie ganz geklärten Umständen, fand man seine Leiche am 15. November 1877 im Wald am Bergkamm nördlich der Bodenschneid in den Schlierseer Bergen gefunden. Durch die mysteriösen Begleitumstände seines Todes und vor allem durch die Schussverletzung im Rücken wurde der Wildschütz Jennerwein zu einer Legende und Symbol der Auflehnung gegen die Obrigkeit. Ein Volkslied, beginnend mit der Zeile „Ein stolzer Schütz in seinen schönsten Jahren“, trug bereits kurz nach seinem Tode zu seiner Verklärung als Volksheld bei.

Beim Thema Jagd erhitzen sich heute immer noch die Gemüter in Diskussionen um für und wider. Die einen sehen die Grünröcke als Menschen, die mit großem Vergnügen einem blutigen Freizeitsport für Ihre Trophäensammlung nachgehen. Für die anderen sind die Waidmänner Naturschützer, die sich um Hege und Pflege des Wildbestandes kümmern.

Fakt ist: Wildfleisch ist das beste Fleisch, was auf den Tisch kommen kann. Erfüllt es doch viele Kriterien, die wir sonst bei normalem Schlachtvieh so vermissen.
„Wildbret stammt von stressfrei aufgewachsenen Tieren, die in natürlicher Umwelt gelebt und sich von natürlichen Gräsern und Kräutern ernährt haben. Wildfleisch enthält mit 23 Prozent besonders viel Protein (Eiweiß) und eindeutig mehr als Rind-, Schweine- oder Geflügelfleisch. Zusammen mit Fisch gehört es zu den eiweißreichsten Fleischarten. Das in Wildfleisch enthaltene Eiweiß hat zudem eine besonders hohe biologische Wertigkeit und ist leichter verdaulich als andere Eiweißarten. Die Zusammensetzung seiner Aminosäuren ist sehr ausgewogen und kann leicht in körpereigenes Protein umgewandelt werden. Weiter ist das Fleisch von heimischen Wildtieren leichter verdaulich als andere Fleischsorten, da es einen niedrigen Anteil an Bindegewebe hat.“
(Quelle: Wildfleisch ist gesund | http://www.heimatwild.de)

Wenn das kein Grund ist, sich im Herbst, mit den kulinarischen Genüssen aus Wildbret auseinanderzusetzen. Wohl dem, der einen Jäger in der Familie oder Bekanntschaft hat, der einem ab und zu ein Stück Wild vorbei bringen kann!

Frisches Hirschfleisch bekommt man heutzutage fast das ganze Jahr über. Denn während bei uns von August bis Februar gejagt wird, dauert die Jagdsaison in Ländern der südlichen Halbkugel (z.B. Neuseeland) von Februar bis Mai. Ganz zu schweigen davon, dass es rund ums Jahr Hirschfleisch aus der Tiefkühltruhe gibt.

Mein Rezept - Mengenangaben für 4 Personen

Foto: © Dorit Schmitt | Aromenspiele





Zugegebenermaßen habe ich diesmal mein Hirschfilet in der Tiefkühltruhe eines Supermarktes erlegt.
Aber ich finde, dass das Hirschfleisch aus Neuseeland auch einen schönen Geschmack hat und außerdem hatte ich da ja diese wunderbaren Nudeln von Antonett Briese - diesemal versuchte ich die Chili Fettuccine zu einem Hirschsteak mit Schokoladensauce.
Liebe Frauen, machen Sie sich keine Sorgen, um eventuelle Kalorien in der Schokoladensauce! Das Hirschfilet kompensiert das! Figurbewusste können sich freuen, denn Hirschfleisch gehört zu den besonders fettarmen und dafür eiweißreichen Fleischarten. Und gesund ist es auch noch! Weitere Vorzüge von Hirschfleisch sind sein hoher Gehalt an B-Vitaminen, Eisen, Zink und Selen.

Als erstes taute ich mein Filet langsam im Kühlschrank auf. Danach habe ich es mit kaltem Wasser abgespült, trocken getupft und mit einem selbst hergestellten Rub eingerieben.

Wildrub: 

1 TL Wacholderbeeren
1 TL schwarze Pfefferkörner (AKESSONS Voatsiperifery
im Mörser mahlen und damit das Filet einreiben. In Frischhaltefolie einwickeln und für ca. 20 Minuten ruhen lassen.
Backofen schon einmal auf 100 Grad vorheizen. Die Steaks kommen nach dem rundum Anbraten, in Alufolie gewickelt noch für ca. 8-10 Minuten bei 80°C in den Ofen.

Weitere Zutaten

1 EL neutrales Öl
1 EL Butter
Salz
Orangen-Olivenöl
Für die Schokoladensauce
100 ml Wildfond (ersatzweise Rinderfond)
200 ml Portwein oder ersatzweise 200 ml Rotwein
100 ml Orangensaft
2 EL Preiselbeeren aus dem Glas
1 Stück Bio-Orangenschale
40 g 80%ige Edelschokolade
2 EL Aceto balsamico
Chilipulver (je nach Vorliebe des Schärfegrads)

Den Fond für die Schokoladensauce habe ich separat vorbereitet.
In einem Topf zunächst Wildfond, Rotwein, Orangensaft mit den Preiselbeeren, dem Lorbeer und der Orangenschale auf die Hälfte einkochen lassen. Dann Lorbeerblätter und Orangenschale entfernen.
Jetzt die Schokolade dazu geben und auflösen lassen. Mit Baösamico, Salz und etwas Chili abschmecken. Warm halten.

Für die Steaks eine Pfanne mit Öl und Butter erhitzen. Darin die Hirschfilets auf beiden Seiten anbraten (2-3 Min. pro Seite). Anschließend in Alufolie wickeln und im vorgeheizten Rohr bei 80° noch für ca. 8-10 Miuten nach garen lassen.

Für die Chili-Fettuccine in einem Topf Wasser mit einer Priese Salz zum Kochen bringen.
Die Nudeln darin für 2 Minuten (nach Packungsanweisung) kochen. Soblad die Nudeln fertig sind, kann man anrichten!

Ich habe über die Nudeln und die Steaks auf dem Teller noch etwas Orangen-Chili-Salz und Orangen-Olivenöl gegeben. Perfekt! Hat super geschmeckt!

Weinempfehlung dazu: Olé Olà von Bergdolt-Reif & Nett

Foto: © Dorit Schmitt | Aromenspiele

Samstag, 12. Juli 2014

Nudelglück in Rosarot :-)

Heute geht es ausnahmsweise einmal nicht um die Wurst, sondern um das Glück, in Form von rosafarbener, selbstgemachter Pasta von Antonett Briese auf dem Teller. Antonett und ich haben uns über Facebook kennengelernt. Und ich war von der Präsentation ihren Nudeln von Anfang an begeistert. So kam es, dass ich gefragt wurde, ob ich nicht einmal mit den Nudeln kochen möchte, um mir selbst auch ein Geschmacksurteil zu bilden. So ein Angebot kann man unmöglich ausschlagen und ich freute mich über die prompte Lieferung von vier ihrer handgemachten Sorten!

Foto: © Antonett Briese | Rote Bete Fettuccine
Gestern war es soweit. Ich habe mich daran gemacht, zu einem der zugesandten Nudeln etwas ausgefallenes zu kochen.

Ich begann mit den pinkfarbenen Rote Bete Fettuccine. Bei Antonettes Pasta handelt es sich ausschließlich um handgefertigte, frische Pasta aus 100 Prozent italienischem Hartweizengries und selbstverständlich ohne Ei. Sie sind vegan, laktose-, milcheiweiß- und hefefrei und Demeter zertifiziert. Alles gute Gründe, sich für ihre Nudelsorten schöne Rezepte auszudenken.

Foto: © Dorit Schmitt | Aromenspiele

Als Inspiration diente mir ein Rezept, das ich bei den Küchengöttern gefunden hatte. Die Zutaten waren schnell besorgt und so konnte es losgehen mit meiner Variante der Rote Bete Fettuccine.

 Zutaten:
2 Nester der Rote Bete Fettuccine
1 kleine vorgekochte Rote Bete
1/2 große Zwiebel
1 Zweig Rosmarin
60 g Macadamia Nüsse (gesalzene)
Balsamico Essig zum Ablöschen
Ziegenfrischkäse von der Rolle (oder Picandou)
Limonen-Lavendel Salz (Flor de Sal aus Mallorca)
Limonen-Olivenöl
Pfeffer aus der Mühle und Rosa Pfeffer zur Deko
Öl zum Anbraten

So hab ich's gemacht:
Zwiebel schälen und in Streifen schneiden
Macadamia Nüsse mit einem Messer grob gehackt
Rosmarin Zweig kurz abgebraust, trocken geschüttelt und dieNadeln vom Stiel abezupft, ebenfalls klein gehackt. Die Rote Bete in kleine Würfel schneiden.
Einen Topf mit Salzwasser auf den Herd gestellt und zum Kochen gebracht - die Nudeln benötigen nur zwei Minuten Kochzeit, so dass man alles schnell servieren kann und die Nudeln erst dann ins Wasser gibt, wenn die Sauce fertig ist.
Inzwischen Öl in einer Pfanne heiß gemacht, darin zunächst die Zwiebeln gebräunt. Danach die gehackten Macadamia Nüsse und Rosmarinnadeln dazu und weiter angeröstet. Jetzt die Rote Bete Würfel dazu geben, kurz mit gebraten und anschließend mit Flor de Sal und Pfeffer gewürzt und mit Balsamico abgelöscht.
Nudeln ins kochende Wasser gegeben und nach zwei Minuten abgeschöpft und auf den Teller gelegt, Sauce darüber, Ziegenkäse dazu, mit Limonen-Olivenöl beträufeln und rosa Pfeffer bestreuen.
Fertig!

Es schmeckte hervorragend! Nussig, erdig, würzig - einfach mal anders und sehr gut! Dazu noch der Ziegenfrischkäse, der dem ganzen eine weitere cremige Nuance zu den bodenständigen Aromen gab. Der Rosa Pfeffer hingegen und das Limonen-Olivenöl brachten frische und angenehme pikante Noten ins Spiel. Ich schwärme immer noch davon, wie man unschwer erkennen kann.

Dazu mundete der Grauburgunder von Enderle & Moll sehr gut dazu!

Foto: © Dorit Schmitt | Aromenspiele

Foto: © Dorit Schmitt | Aromenspiele


Übrigens: Die Steinpilz Fettuccine werde ich nächste Woche mit ins Elsass zu meinen Freunden nehmen - am Abend werden wir uns Pasta mit Sommertrüffel machen - da ist die Vorfreude schon riesig!

Cin cin et bon appétit!

Montag, 30. Juni 2014

Klein, fein, raffiniert und im Glas serviert

Ideen für Gerichte, die man in einem Glas serviert.

Foto: © Wiesengenuss | Ute Mangold

Der Trend hält bereits schon länger an. Vor einigen Jahren war man in der Top-Gastronomie dazu übergegangen, kleine und feine Speisen, raffiniert in Gläsern zu servieren. Die Grüße aus der Küche bekamen so noch einmal einen besonderen Reiz. Das Auge isst ja bekanntlich mit.
Und schön sieht es auch aus, wenn man die Gerichte, oft farbenfroh und hübsch arrangiert, vor einem stehen. Praktisch ist es noch dazu - benötigt man dazu doch entweder nur einen Löffel oder eine Gabel.
Ich selbst bin ebenfalls ein Fan davon geworden Kleinigkeiten in Gläschen zu servieren. Inspiriert dazu hat mich damals das Buch "Alles klar" von Tanja Grandits. Einige Ihrer Rezepte daraus habe ich auch schon mit großem Erfolg für meine Gäste nach gekocht.

Anlass genug, heute mal ein paar Häppchen im Gläschen zu zeigen, die mir besonders gut gefallen haben. Besonders gut gefallen mir übrigens auch die Apéroplatten, auf denen sich die hübschen Weckgläser standsicher servieren lassen.

Der eigenen Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ob herzhaft oder süß gefüllt, die Gläser sorgen auf jedem Buffet für Aufsehen.

Wiesengenuss hat erst kürzlich ein raffiniertes Rezept in Gläschen präsentiert. Das muss ich euch gleich mal zeigen und vor allem selbst auch einmal machen.

Foto: © Wiesengenuss | Ute Mangold
Und hier das Rezept, das als Inspirationsquelle diente, von Culinary Misfits, die am 3. Juli 2014 in Berlin-Kreuzberg ein interessantes Geschäft eröffnen werden:
© Culinary Misfits
Gute Ideen für eine Party - gefunden auf der "essen & trinken" Webseite:
1. Schinken-Sandwich und Ei-Sandwich im Glas

© Foto: Matthias Haupt | essen & trinken
2. Krabbensülze im Glas
© Foto: Matthias Haupt | essen & trinken

3. Kirschkuchen im Glas
© Foto: Ulrike Holsten | essen & trinken
Tipp: Wer gerade auf der Suche nach diesen dekorativen Holzunterlagen und Brettern zu suchen, kann hier bei HOLZART Bernhard Frankenhauser fündig werden. Aus unbehandelter einheimischer Eiche gefertigt und von Hand geschliffen.

Aus dem Kochbuch von Tanja Grandits "Alles klar" haben mir folgende Rezepte besonders gut gefallen: Melonen-Verveine-Süppchen auf Jakobsmuscheltatar und Melonengelee (S.18), Ananas-Thaibasilikum-Cocktail mit Basilikum-Limettensorbet (S.21), Rote Zwiebelsuppe (S.26) und Chiligebackener Tintenfisch mit Limetten-Gurkensalat (S.48).

© Dorit Schmitt

Bereits nachgekochte Rezepte aus dem Buch gab es bei mir auch schon hier verbloggt
Crevetten-Zitrus-Salat mit Sauerrahmmousse und Orangen-Chili-Gelee

Für 6 Gläser à 100ml
300 g Riesengarnelen, geschält, Darmfaden entfernt, gewürfelt
1 EL Öl
2 Orangen, filetiert
2 rote Chili, entkernt, fein gewürfelt (ich nahm Piri Piri)
1 Limette, abgeriebene Schale und Saft
1 Knoblauchzehe, fein gerieben
1 TL Ingwer, fein gerieben
3 EL Fischsauce (ich nahm hier Austernsauce)
1 Prise Zucker

Orangen-Chili-Gelee
75 g Zucker (ich verwendete braunen Zucker)
3 Orangen und 1 Zitrone, unbehandelt
abgeriebene Schale und Saft
1oo ml Wasser
4 Blatt Gelantine, in kaltem Wasser aufgeweicht (hier muste ich in Ermangelung genügend Blätter weißer Gelantine auf Rote zurückgreifen - was aber auch hübsch aussieht)
2 rote Chilis, entkernt, fein gewürfelt (ich nahm dafür 1 Piri Piri)
3 Tropfen Chili-Öl

Sauerrahmmousse
150 g Sauerrahm
100 g Créme fraîche
3 EL Sahne (ich etwas mehr)
1 TL Kurkuma (ich habe hier weil ich etwas experimentieren wollte mit Kreuzkümmel gearbeitet)
Salz (ich nahm Flor de Sal mit Orange und Chili)
2 Blatt weiße Gelantine, in kaltem Wasser eingeweicht

Die zerkleinerten Crevetten im heißen Öl ganz kurz anbraten und dann mit den restlichen Zutaten mischen.

Für das Gelee den Zucker schmelzen und mit Orangensaft, Zitronensaft und Wasser ablöschen. Zwei Drittel der abgeriebenen Orangen- und Zitronenschale dazugeben. Auf 100 ml einkochen. Die Gelantine darin auflösen und alles durch ein Sieb abgießen. Die restlichen Orangen- und Zitronenschalen, Chili und Chili-Öl dazugeben und in die Gläser füllen. Kalt stellen, bis das Gelee fest ist.

Für die Mousse Sauerrahm und Créme fraîche verrühren, Kurkuma (ich: Kreuzkümmel) und Salz darunter rühren. Die Sahne erwärmen, Kurkuma (ich hatte ja Kreuzkümmel verwendet), gut verrühren, die Gelantine darin auflösen. Zur Sauerrahmmischung geben, gut verrühren und auf das Orangengelee in den Gläsern verteilen. Im Kühkschrank fest werden lassen.

Am Schluss den Crevetten-Salat auf der Mousse anrichten. Wer mag mit Chilischotenfäden, blanchierten Zitruszesten und Blüten (farblich passend: Kresseblüten) garnieren.

© Dorit Schmitt
Rosmarinmarinierter Büffelmozzarella mit Aprikosen und Zitronenöl
Für 6 Gläser à 200 ml
3 Büffelmozzarella
50 ml Olivenöl
3 EL Rosmarinnadeln
Fleur de Sel
Pfeffer aus der Mühle
12 reife Aprikosen, entsteint
2 Bio Zitronen, Zesten abgezogen und blanchiert

Zuerst das Zitronenöl zubereiten (oder hohwertiges Zitronen-Olivenöl verwenden): Dazu das Olivenöl in einem Topf erwärmen. Die Zitronenzesten in ein großes Einmachglas geben, das Öl dazugießen und luftdicht verschlossen etwa 1 Woche an einem warmen Ort stehen lassen, dabei ab und zu schütteln. Das Öl durch ein Sieb abgießen und im Kühlschrank aufbewahren.

Den Büffelmozzarella in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden.

Das Olivenöl in einem Topf stark erhitzen und die Rosmarinnadeln darin frittieren. Dann das Öl durch ein Sieb abgießen und abkühlen lassen (die frittierten Rosmarinnadeln beiseite stellen). Die Mozzarellascheiben mit dem Rosmarinöl marinieren, mit Fleur de Sel (ich verwendete mein Flor de Sal mit Tomaten und Aprikosen) und Pfeffer würzen.

Die Aprikosen in feine Scheiben schneiden. Mit Mozzarella, frittierten Rosmarinnadeln und den blanchierten Zitronenzesten in die Gläser schichten. Mit dem Zitronenöl großzügig beträufeln. Mit Focaccia oder frischem Brot servieren.

Tipp: Das Zitronenöl schmeckt auch sehr fein als Grundlage für Salatdressings. Im Kühlschrank hält es sich mehrere Monate.

Und welche Gerichte kommen bei euch im Glas serviert auf den Tisch?
Ich freue mich über eure Links in der Kommentarzeile!