Samstag, 21. Dezember 2013

Omas Küche - Zeit für Erinnerungen


Quelle: ©Felix Merkator Fotocommunity
 „Wer in den Herzen seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern“ (Augustinus)

Mir sind heute viele Erinnerungen an meine Oma in den Kopf gestiegen. Das Bild oben gab wohl den Ausschlag. So ein ähnlicher Herd stand auch bei meiner Oma in der Küche. Und wenn Oma kochte, war die ganze Küche voller wunderbarer Gerüche. Es roch nach Holzfeuer, Gewürzen und aus dampfenden Töpfen und Pfannen stiegen Aromen von Braten und Beilagen. Mir kommen Gedanken in den Sinn, dass viele damals zu den einfachen Dingen die auf den Tisch kamen, "Arme Leute Essen" sagten. Dabei waren gerade das für mich als Kind so köstliche Sachen wie Kartoffeln mit Butter und Salz zu einem Kräuterquark, Baschnitz, Liwanzen, Buchteln, Mehlknödel, Zwetschkenknödel, Powidl oder eine einfache Scheibe Brot mit Butter und Zucker!

Die Erinnerung an diese "einfachen" Gerichte weckt in mir ein wohlig, warmes Gefühl. Zubereitet wurde alles aus den gerade verfügbaren Dingen. So kamen automatisch frische Produkte auf den Tisch, da man Gemüse und Obst großteils aus dem eigenen Garten ernten konnte. Es wurde eingekocht, versaftet und eingeweckt. Einfach und gut.

Heute spricht man fast schon von Luxus, wenn man sich mit biologischen, frisch angebauten Sachen versorgt. Der Begriff "einfach & gut" hat heutzutage eine völlig neue Bedeutung bekommen. Aus dem einstigen "Arme Leute Essen" ist heute fast schon ein Synonym für "Luxus" geworden.
Gerne "veredeln" wir mit ein paar wenigen "einfachen" Zutaten so "einfache" Gerichte wie Pellkartoffeln mit ein wenig Limettencreme und Kaviar. Auch hier sind die Grenzen zwischen einfach (wenig Zutaten) und einfach (bodenständig) fließend. Wobei ich unumwunden zugeben muss, dass ich persönlich auf beide Arten des Einfachen stehe. Dazu gab's übrigens "einfach nur" Champagner. Das wirklich auch sehr einfach und schnell zuzubereitende Rezept findet man bei den Küchengöttern.


Wieso aber nicht auch mal wieder die wirklich "einfachen" Gerichte der Kindheit ausprobieren?

Wie den Baschnitz. Baschnitz, das waren in einer Pfanne geröstete Scheiben Brot - dafür eignete sich natürlich auch das bereits etwas älter gewordene - die noch heiß mit einer frischen Knoblauchzehe eingerieben wurden, Butter drauf und Salz drüber. Einfach göttlich!
In der ARD Mediathek habe ich eine Erklärung für das Wort "Baschnitz" entdeckt und möchte euch diese nicht vorenthalten, falls euch das noch kein Begriff ist  << ARD Mediathek >>

Quelle: Wikipedia
Es wäre eine Sünde gewesen, Brot einfach so wegzuschmeißen. Und so gab es einige schmackhafte Verwendungsmöglichkeiten, für Brot, das schon einige Tage alt war. Zum Frühstück wurde es oft mit Butter bestrichen und in den Kaffee oder in den Kakao getunkt. Die Krönung für mich war, wenn ich das Butterbrot auch noch mit Zucker bestreuen durfte, schließlich gab es damals noch kein Nutella für mich. Oder wer kennt nicht "Arme Ritter", eine weitere süße Resteverwertung?

Die ebenfalls "süßen" Liwanzen meiner Oma habe ich geliebt! Sie sahen tatsächlich so aus wie handgroße Linsen und wurden, noch warm, in einer Mischung aus Zucker und Zimt gewälzt und gegessen. Eine Alternative zu Pfannkuchen, wenn auch die Liwanzen mit Pfannkuchen nichts gemein haben, da man sie aus einem Hefeteig zubereitet und dann in einer speziellen Liwanzenpfanne goldgelb ausbäckt. << Zum Rezept >>

Ich konnte es immer kaum erwarten, die frischgebackenen Liwanzen zu essen und habe mir dabei so einige Male den Mund verbrannt.
Und ich weiß nicht, ob ich Oma nicht bei jedem Besuch gebeten hatte, doch wieder welche für mich zu machen.

Mehlknödel gab es bei Oma zu einem Schweinebraten aus dem, mit Holz beheizten, Ofenrohr und immer mit Sauerkraut als Beilage.
Ihr gelang es immer, eine richtig krosse Kruste hinzubekommen, so eine, in die man beißen konnte, ohne dass die Hälfte der Kruste an den Zähnen kleben blieb. Die Mehlknödel oder Böhmische Knödel, wie man sie auch nennt, unterschieden sich sehr von den anderen Knödeln, die ich als "echtes Bayerisches Kindl" sonst so auf den Teller bekam. Meine Mama formte gerne Semmelknödel oder machte eine sauleckere fränkische Variante mit halb gekochten und halb rohen Kartoffeln. Die von Oma waren wunderbar weiß und saugten die Soße des Schweinebratens so himmlisch in jede Pore auf. Gemacht wurden sie nur aus Hefe, Mehl, Eier, Salz, lauwarmen Wasser und einer Prise Zucker.
Das Sauerkraut zum Braten wurde von meiner Oma immer sehr schlonzig und mit einer Prise Zucker zubereitet. Da fällt mir ein, dass "die Prise Zucker" bei meiner Oma in vielen Gerichten zum Einsatz kam. War das vielleicht das Geheimnis, wieso es mir dort immer so gut schmeckte? Selbst im Salatdressing gehörte neben frisch gepresster Zitrone auch stets etwas Zucker dazu. Ich weiß es nicht, werde aber jetzt einfach noch etwas in den Erinnerungen an Omas Küche schwelgen.

Omas Rezepte haben längst schon ein Comeback erlebt, wie die vielen Kochbücher auf dem Markt zeigen, die sich den überlieferten Rezepten widmen. Ein sehr schönes Exemplar ist dieses hier:

Der Verlag schreibt dazu: "Ein rundum persönliches Buch mit über 100 Farbfotografien und vielen Geschichten und Anekdoten rund um Großmutters Lieblingsrezepte.  Für alle, die sich nach den guten alten Klassikern sehnen" << Mehr Informationen und Bestellmöglichkeit >>

Ob es auch ein wenig so ist, dass dann beim Kochen mehr Liebe im Spiel ist, wenn man Omas Gerichte nachkocht, an die man sich erinnert? Auf jeden Fall erinnert man sich dabei an vieles und es heißt doch, dass die nicht gestorben sind, die in unseren Herzen weiterleben.

Dezember - Zeit der liebevollen Erinnerungen.




Sonntag, 20. Oktober 2013

Mir wurde gekocht :-) Lecker!



Ich koche gerne mit Freunden. Noch schöner finde ich es, wenn die Freunde ebenfalls gerne kochen und anbieten, etwas für mich zu kochen. Zu diesem Anlass, in meiner neuen - seit dem Wegzug aus Neumarkt - so viel bescheideneren Küche zu kochen, fehlten dem diesmaligen "Gastkoch", die auf dem Foto gezeigten Produkte: Fischsauce, Sesamöl und Maggi. Ehrlicherweise staunte ich ein wenig über das Maggi, das ich besorgen sollte, aber der Gastkoch hat enorm viel Asien-Erfahrung und mir den Sinn dieser Gewürzsauce in seinem Rezept genau erklärt. "Na gut, dann eben mit Maggi, wird schon schmecken", dachte ich mir und sah dem Abend gespannt entgegen.

Selbst auf einem vorübergehend provisorischem Herd lässt sich sehr gut kochen :-)

Der Koch erschien am vereinbarten Primetimetermin etwas unpünktlich, daher traf es sich echt gut, dass das von ihm zuzubereitende Rezept nicht sehr lange in der Vor- und Zubereitungsphase dauerte - schließlich hatte ich eigentlich schon großen Hunger (hatte extra nichts in der Mittagspause gegessen, um dem Anlass einen genügend großen Platz in meinem Magen zu verschaffen *grins*). Zwei Weine aus der Wachau (Einen Riesling und einen Grünen Veltliner, beide Smaragd-Qualitäten und aus 2007 bzw. 2006) hatte ich kalt gestellt, die bereits während des "Gemüseschnibbelns" ausgiebig von uns probiert und für sehr gut empfunden wurden.


Die beiden großen Weine aus der Wachau waren wunderbar! Wie der gesamte Abend.
Mis en place von ihm perfekt organisiert ;-)

Für das Rezept wurden Hühnchenbrüstchen zunächst für ca. 30 Minuten im Kühlschrank mariniert.
Die Marinade bestand aus: Zucker, Fischsauce, Ingwer, Knoblauch, Salz und Pfeffer (zumindest soweit ich mich erinnern kann).

Außerdem kamen später in der Pfanne rote Paprika und Frühlingszwiebeln mit zum marinierten Huhn, das in der Pfanne scharf angebraten wurde. Weitere Gewürze waren dann noch etwas Maggi (darauf hat er bestanden), Chiliflocken und Pfeffer aus dem Mörser.

Zeitgleich wurde auch der Basmatireis fertig, den wir dazu gegessen haben. Und ich muss sagen, sein Essen hat mir hervorragend geschmeckt. Und über das anschließende "Dessert" hülle ich diskret den Mantel des Schweigens :-) mmmmhhh!

Es schmeckte köstlich!
P.S.: Kochabende in dieser Art werden ganz sicher wiederholt werden. Schließlich, so finde ich, schmeckt gutes Essen in angenehmer Gesellschaft noch mal so gut!


Portugal und seine Weine - ab sofort im Rezept-Praxistest mit Foodbloggern :-)

Dieser Pressebericht hat eine große positive Resonanz bei der Presse ausgelöst, was mich sehr gefreut hat, war dies doch mein erster selbstverfasster PR-Artikel bei Organize Communications:
Zwischen Trend und Tradition
Portugals Weine offenbaren ihre autochthonen Schätze

Die lange Cuvée-Tradition in Portugal

Portugal ist ein Schmelztiegel von Tradition und Trends. Traditionell war Portugal lange Zeit ein "Cuvée-Land". Die portugiesischen Winzer waren und sind in der Bereitung von Blends wahre Meister ihres Fachs. Die Gründe finden sich im Klima und den damals üblichen Anbaumethoden. In vielen Regionen Portugals herrscht ein eher kompliziertes Klima für eine ausgewogene Reife einzelner Rebsorten. Dieses Wissen führte dazu, dass bereits in den Weinbergen mit Mischsatz die Grundlage für die späteren Cuvées geschaffen wurde. Die typischen Cuvées, damals wie heute, sind ausgewogene und komplexe Weine. In früheren Zeiten allerdings oftmals als sehr tanninhaltig und rustikal empfunden. Eine der Stärken heutiger portugiesischer Winzer ist das Bekenntnis zu modern ausgebauten autochthonen Rebsorten. Diese werden zu landestypischen Cuvées mit ihrer modernen geschmacklichen Ausrichtung verschnitten.

Rebsortenreiner Wein aus den autochthonen Schätzen

Für den portugiesischen Wein begann 1986 mit dem Beitritt zur EU eine neue Ära. Die Weinbauregionen wurden reorganisiert und zudem ein neues Appellationssystem eingeführt. Aktuell gibt es in Portugal 31 kontrollierte Ursprungsbezeichnungen (DOC), wovon jede ihre eigenen strikten Produktionsvorschriften und geografischen Grenzen besitzt. Daneben, an zweiter Stelle der Weinklassifizierung, stehen die Vinho Regional (Regionaler Wein), mit insgesamt 14 dieser Landwein-Regionen (IGP). Die geografischen Grenzen sind oftmals weiträumiger und die übrigen Produktionsvorschriften weniger streng. Zudem ist die Anzahl der zugelassenen Rebsorten meist größer.

Dies ermöglicht den Winzern mehr Raum für Individualität.


Vorreiter und Vorbilder für die neue Winzergeneration legten den Grundstein, sich langsam von den allzu rustikal ausgebauten Weinen zu verabschieden und sich verstärkt auf den modernen Ausbau der alten, einheimischen Rebsorten zu verlegen. Heute befasst man sich in Portugals Weinbergen intensiv mit dem großen autochthonen Rebschatz. Aus den Rebsorten Touriga National, Trincadeira, Bical und Tinta Roriz entstehen heute elegante rebsortenreine Weine, die sich ebenso international messen lassen können, wie ihre daraus resultierenden Cuvées.

****
Meinem Aufruf an die Foodblogger, sich doch zu ausgewählten Weinen alltagstaugliche, raffinierte und passende Rezepte auszudenken sind ebenfalls viele bisher gefolgt und von einigen warte ich noch auf die Zusendung der Blog-Links.

Hier aber nun die Fundstellen aller, die sich bisher daran beteiligt haben, mit einem großen DANKESCHÖN!
YOOPRESS - verkostete 3 Weine - hier der Bericht auf englisch
2011 Wine on the Rocks Finkus "Lolita" collection2010 Unum Reserva Vinho Regional Beiras2008 Vinho Tinto Quinta de Ramozeiros Duoro D.O.C.
BACCANTUS stellte uns in seinem Blog diesen Wein vor CM Allgo Rosé 2012 aus Portugal / Dào D.O.P.
© Baccantus

In Frau Kampis Küche fand dieser Rosé großes Gefallen zu Lachs, Aprikosen und Paprika:
2012 Plansel Selecta der aus Deutschland stammenden Önologin Dorina Lindemann
© Frau Kampis Küche

Hanns-Joachim Fredrich schrieb auf Facebook zu dem oben bereits erwähnten Rosé: "Hab den Wein gestern getrunken. Er hat von allem etwas zu viel: zu breit, zu beerig -insbesondere Erd- und Stachelbeere -, zu süss; aber diese Kombination ist grossartig. Der Wein hat unglaublichen trinkfluss und macht jede Menge Spaß! Einer der spannendsten Rosés die ich in diesem Jahr trinken durfte. Hat perfekt zu Dorade (vom Grill) und Salat geschmeckt!"Und Mario Scheuermann, bekannter Weinjournalist, hat den Rosé (Rosé Plansel Selecta) in seinem Weintagebuch zu einem portugiesischem Rezept (Cataplana mit Schweinefleisch und Miesmuscheln) probiert und war von der Foodpairing Idee ebenfalls sehr angetan.

© Mario Scheuermann
"WEISS! SOTTAL - ein weißer Portugiese zu Fisch in Kokosmilch und Duftreis, so titelte Ute Mangold von Wiesengenuss Ihren Bericht zum Wein & Foodparing.
Außerdem wurde von Ute Mangold noch der Pó de poeira, 2001 verkostet und in einem schönen Bericht vorgestellt.


Und in Toms Corner: Sonntagsbraten! finden wir den Pó de poeira, 2001 zu einem wunderbaren Schmorgericht beschrieben. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Pimpimella... jetzt bloggt sie doch!


Claus Schlemmer, bekannter Foodblogger von "Nur das gute Zeugs", hatte zum Sommerende einen Rosé der Herdade da Maroteira, den 10 Gulden, zu Linsen mit Schwein probiert und war ebenfalls von der Kombination sehr angetan.


Selbstverständlich werde ich alle weiteren Beiträge in weiteren Berichten vorstellen.
Und jetzt wünsche ich euch schon mal viel Freude mit den Weinbeschreibungen, Rezepten und dem Selbst-Ausprobieren.
:-)

Dienstag, 23. Juli 2013

Rosé aus Portugal - der andere Sommerwein im Test bei meinen Foodblogger-Kollegen

Rosé Weine, das ist immer noch so ein Thema. Jahr für Jahr wird Rosé als Sommerwein deklariert oder passend der kitschig romantischen Atmosphäre zum Valentinstag offeriert.

Und nur ganz zaghaft verlässt er sein Kellerkind-Dasein.
Nun, ich bin, als bekennender Frankreichfan auch Rosé Liebhaberin - und ich kann euch ersichern, die Rosés, die ich trinke haben mit lieblichen Zeug nichts zu tun. Es sind meist kraftvolle, charaktervolle und trockene Vertreter. Gerne auch mal fruchtbetont - aber nicht lieblich oder dünn schmeckend.

Beruflich habe ich nun mit den Weinen Portugals zu tun. Und auch hier gibt es sehr viele interessante Rosé-Vertreter, die es wert sind probiert und mit verschiedenen Rezepten vorgestellt zu werden.

Hier die Kurzbeschreibung des Weines, den ich an liebe Foodblogger-Kollegen versandt habe, mit der Bitte, den Wein zusammen mit einem Rezept (und einem Foto davon) zu verbloggen: "Sommerlicher, frischer Rosé mit Aromen die an Wassermelone, Erdbeere und Himbeere erinnern. Dezente Säure, insgesamt ein frischer, fruchtiger Wein der als Aperitif auf der Terrasse oder zu leichten Gerichten wie Salate, Suppen und Fisch serviert werden kann."

In den nächsten Tagen werde ich hier nach und nach alle Rezepte vorstellen und verlinken, damit auch ihr etwas davon habt :-)

In diesem Sinne,
cin cin et bon appétit!

Sonntag, 21. Juli 2013

Sommer - Sonne - Wassermelone und ein super leckerer Drink!

Endlich ist es am Stück seit vielen Tagen heiß und sonnig! Oder anders ausgedrückt: Endlich Sommer!



Bei mir nimmt in der Zeit die Lust auf Salat, Gegrilltes, Rosé, Obst, Apéro und Cocktails proportional zu den steigenden Temperaturen zu.
Und da passiert es schon mal, dass ich mir eine große Wassermelone kaufe, die nach dem Anschneiden wiederum nur einen max. 2 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden kann, wenn sie noch frisch schmecken soll.

Was also alles leckeres mit der Wassermelone anstellen. Ein Klassiker mittlerweilen der Salat mit Fetakäse und Minze (Minze muss ich mir übrigens unbedingt im nächsten Jahr auf meinem Balkon pflanzen, da ich frische Minze im Sommer eigentlich auch sehr oft in den verschiedenen Rezepten verwenden könnte).

Aber mir war nach einem "Drink" - das erste Rezept, das mir dazu unter die Finger kam war ein alkoholfreies aus Mexiko. Die Küchengötter schreiben: "Agua Fresca heisst ein erfrischender und schnell zubereiteter Sommerdrink mexikanischer Herkunft, der besonders gerne mit Melonen oder anderen Früchten zubereitet wird."

Diese Basis, kann man bestimmt prima als Drink-Unterlage verwenden und so überlegte ich gestern schon eine ganze Weile, was dazu passen kann und, um einen erfrischenden Drink daraus zu machen.

Heute fiel meine Wahl auf die Kombination Wassermelone und Vodka und das war echt super lecker!
Hier mein Rezept:

Ca. 250 g Wassermelone, in Würfel schneiden und mit dem Stabmixer pürrieren und anschließend durch ein Sieb streichen. Danach Saft einer halben Zitrone, 100 ml Sauerkirschsirup und 200 ml Wodka hinzufügen, einmal kurz umrühren. Ein Longdrinkglas mit crushed ice füllen und die Melonendrink-Mischung darüber gießen. Strohhalme ins Glas - fertig!

CIN CIN!








Montag, 1. Juli 2013

Weinrallye 64 "Prickelndes für den Sommer" - #Brasilien



Das Vinocamp 2013 war mit seinem Leitmotto in diesem Jahr prädestiniert um nach einem passenden Schaumwein Ausschau zu halten, der es mit den Sommerfrüchten in Kuchen und Desserts aufnehmen kann. In einem Kopf hatte sich die Suche nach einem süßen Schaumwein festgesetzt, da ich hier, ähnlich wie beim Süßwein, so ein bisschen das Gefühl habe, dass man sie nicht wirklich auf der Auswahl-Liste hat.

Dabei sind die Zeiten von pappsüßen Zeugs ja längst vorbei und die "Süßen" zeigen gerade auch im prickelnden Bereich wieder Stil und Klasse. Apropos Stil und Klasse, extrem gut hat mir in der Schaumweinlehrprobe von Boris Maskow ein Portugiese gefallen. Doch diesen werde ich in einem separatem Blogeintrag vorstellen.

Mit meinem "Süßen" auf dem vinocamp #vcd13 betrat ich Neuland. nicht, was einen Doux Sekt angeht, aber das Anbaugebiet.

"Open your mind" steht als Motto auf den Werbematerialien und das könnte ja auch im Speziellen für die Kombination "süß-sauer" gelten, die man zum Beispiel bei einem Kuchen mit roten Johannisbeeren und Baiserhaube zu einem Doux Sekt finde kann. (Rezept zum Kuchen)

Johannisbeerkuchen mit Baiserhaube


Betretet also mit mir "mein" Neuland: Brasilien und Espumante Moscatel 2011 D.O. Vale dos Vinhedos - Serra Gaûcha - liegt bei einem EVP von 11,40 € / Fl.

Das Anbaugebiet liegt auf einer Höhe von 640 m, hat eine durchschnittliche Jahreshöchsttemperatur von 23°C und eine durchschnittliche Jahresmindesttemperatur von 13°C.
Diese Region ist das größte und wichtigste Anbaugebiet in Brasilien und liefert fast 85% der gesamten brasilianischen Weinproduktion. Für alle die es noch genauer wissen wollen: Der Boden besteht großteils aus Basalt und das Klima ist gemäßigt und feucht mit milden Nächten.

Die wichtigsten dort angebauten roten Rebsorten sind: Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc, Tannat, Ancellota und Pinot Noir.
Die wichtigsten weißen Rebsorten: Chardonnay, Moscatel/Muscat, Riesling Italico (Welschriesling), Malvasia und Prosecco (die allerdings heute doch Glera heißen müsste, soweit ich mich erinnere).

Die Quinta - also das Weingut, aus dem der Moscatel stammt ist eines der bekanntesten und traditionsreichsten in Brasilien. Es wurde 1875 von drei Brüdern der Familie Valduga gegründet, die von Italien nach Brasilien ausgewandert waren. Die Spitzen-Rotweine des Weingutes werden vor allem aus den Rebsorten Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot hergestellt. An der Spitze aber steht der Marselan Identidade als Cuvée. Das Weingut Casa Valduga ist die Rotwein-Legende für Wein aus Brasiliens. Außer den ausgezeichneten Rotweinen produziert das Weingut Casa Valduga hochwertige Weißweine, einen Malbec Rosé-Wein sowie einige begehrte Sekt-Sorten.
Und ich kann euch versichern, dieser Moscatel ist begehrenswert gewesen.

Bezugsquelle: vinexus

Link zum Weingut

Bekannt ist das Weingut Casa Valduga in Brasilien auch als Schaumwein-Produzent. Der traditionelle Schaumwein wird aus vollreifen Trauben im Stile des Champagners produziert. Neben dem Espumante Brut und Extra Brut bietet das Weingut Casa Valduga auch einen Moscatel-Schaumwein sowie einen Rosé-Sekt.

Mich hat der Moscatel mit einer erfrischenden Aromatik begeistert, hier fanden sich Grüne-Apfel Noten, ein Hauch weißer Blüten und das erfrischende Moment einer Grapefruit, die diesen süßen Schaumwein nicht plump sondern gerade zu elegant wirken ließ. Die Perlage war angenehm in der Dosierung. Kein überschäumendes Mundgefühl, sondern schmeichelnd perlend.

Für unsere Weinexpertisen-Interessierten: Der Moscatel hat einen Restzucker von 75 g/l, dem eine Säure von 8,0 g/l gegenübersteht. Die empfohlene Trink-Spaß-Temperatur liegt bei erfrishenden 4-6 °C. Das Falstaff Magazin beschrieb ihn so: "Ein wunderbar sommerlicher Aperitif!" (Falstaff Magazin 05/2011)
Und dem kann ich mich nur anschließen: ein wunderbarer Vertreter seiner Zunft!

Gerne betrete ich dieses brasilianische Neuland wieder, um demnächst dann die Stillweine zu probieren. Vielleicht gibt's dazu ja mal eine Weinrallye - Weine aus portugiesisch sprechenden Ländern - Portugal und Brasilien für Entdecker.



Alle weiteren Beiträge der Weinrallye 64 findet ihr hier.

Freitag, 28. Juni 2013

Weinrallye 64 "Prickelndes für den Sommer" - Vorbericht



Der Sommer 2013 lässt leider immer noch auf sich warten, bis auf ein paar erfreulich heiße Tage, ist es eher kühl, regnerisch und durchwachsen gewesen. Aber für die nächste Woche ist wieder Besserung in Sicht und das würde ja wiederum passen, was die "Weinauswahl" für Sommertage betrifft, sich die prickelnden Vertreter etwas genauer anzuschauen.

Idealerweise hat das diesjährige Vinocamp in Geisenheim (29. - 30.6.2013) seinen Schwerpunkt auf Schaumweine, Winzersekte und Champagner gelegt, sodass ich am Wochenende genügend Zeit habe, über ein paar meiner herausgeschmeckten Favoriten zu berichten.

Doch vorab vielleicht schon ein paar Gedanken, die ich mir zu diesem Thema bereits gemacht habe. Der Trend geht ja momentan weg von "Zuckerschwänzchen", halbtrockenen oder feinherben Weinen. Und beim Schaumwein ist das seit den 80er Jahren irgendwie auch kein Thema mehr einen "süßen" Sekt à la Asti Spumante zu trinken.

Tja, dabei entdecke ich gerade in der Kombination "süß-sauer" wieder viel Freude. Denken wir nur mal an Prosecco mit Erdbeeren (prosecco alla fragola). Hier würde ich persönlich allerdings, entweder die Erdbeeren noch etwas süßen, wenn es sich um einen "Brut" Prosecco handelt und die Erdbeeren nicht wirklich zuckersüß und reif sind - oder - es durchaus einmal mit einem Demi-Sec probieren.

Auch zur obligatorischen Kaffee- und Kuchenrunde schmeckt beipielsweise zum roten Johannisbeerkuchen mit Baiserhaube ganz wunderbar auch ein Demi-Sec oder gar ein Doux Schaumwein. Das erfrischt und belebt mindestens genauso schön wie Kaffee. Und so ein eisgekühlter Sekt im Sommer an einem schattigen Plätzchen, das hat schon was, finde ich.

Außerdem interessiert mich natürlich auch weiterhin die Kombination: "trockener" roter Sekt zu Spanferkel. Das kennt ihr nicht? Ich auch nicht, aber im Zuge dessen, dass ich mich beruflich nun mit den Weinen Portugals befasse (Wines of Portugal Germany), habe ich von dieser Kombination nur das Beste gehört. Und ein Spanferkel ist ja auch bei uns im Sommer manchmal auf dem Tisch, oder?

Auf dem Vinocamp weiß ich gar nicht, ob ein Schaumwein in einer der beiden Kategorien dabei ist - also halbtrocken, süß bzw. trocken und rot. Falls ja, werde ich selbstverständlich ausführlich darüber berichten. Und wenn nicht, werden u.a. von Boris Maskow, Helmut Knall und Nicola Neumann auf dem Vinocamp viele interessante Sprudler vorgestellt werden, aus denen ich dann meine persönlichen Sommer-Highlights wählen und euch vorstellen werde.

Ich freue mich schon auf das kommende Wochenende und all die Begegnungen auf dem Vinocamp.
Und natürlich auf all die interessanten Sachen, die einem ins Glas kommen

Bis dahin - stay tuned -
Eure Dorit


P.S.: Sehr gespannt bin ich auf den portugiesischen Espumante (Ortigao Bruto Reserva), der von Boris vorgestellt werden wird.

Alle weiteren Beiträge der Weinrallye 64 findet ihr hier.

Übrigens: wer immer schon mal wissen wollte, wie sich das mit Brut nature (zero) bis hin zu Doux verhält, hier eine kleine Tabelle:

RatingSugar content
(grams per litre)
Brut Nature (no added sugar)0–3
Extra Brut0–6
Brut0–12
Extra Dry, Extra Sec, Extra seco12–17
Dry, Sec, Seco17–32
Demi-Sec, Semi-seco32–50
Doux, Sweet, Dulce50+

*Sparkling wines have different ratings revised According to COMMISSION REGULATION (EC) No 607/2009 of 14 July 2009 (Wikipedia)



Donnerstag, 30. Mai 2013

News in eigener Sache ...

Liebe CHÂTEAU et CHOCOLAT Fans und Freunde,

hier ein paar News in eigener Sache. Es war einige Zeit still um mich, da ich mich aufgemacht habe und zwischenzeitlich nach Karlsruhe umgezogen bin.

Bleibt mir also weiterhin gewogen.
Wer mit mir persönlich in Kontakt bleiben will, ist eingeladen, sich mit auf facebook anzuschließen.

Mit herzlichen Grüßen aus meiner neuen Heimat,

Dorit Schmitt

Donnerstag, 7. März 2013

Hurra! Das März Magazin ist da!

<< zum blätterbaren Magazin >>

Frühling wird's! Ja, man spürt's schon.

Jetzt ist er da, der meteorologische Frühling, seit dem ersten März streng er sich auch tatsächlich an, mit Sonnenschein den noch liegenden Schnee zum Schmelzen zu bringen.

Es scheint ihm zu gelingen, denn die ersten Schneeglöckchen haben sich bereits in voller Pracht blicken lassen.

Mit den Sonnenstrahlen steigert sich auch unsere Lebensfreude. Wir werden unternehmungslustiger und freuen uns auf die Saison, die wir wieder im Freien verbringen können. Die Hobbygärtner stehen bereits in den Baumärkten Schlange, um sich mit den notwendigen Utensilien einzudecken. Schließlich wollen Beete und Garten nach dem Winter wieder hergerichtet werden.

Wer keinen eigenen Garten hat, freut sich sehr wahrscheinlich darauf, wenigstens ein paar frische Kräuter in die Blumenkästen und -töpfe zu pflanzen und sich später über die eigene Ernte zu freuen.

Die Kräutersaison kann beginnen. Hier habe ich euch diesmal schöne Rezepte mit frischen Kräutern herausgesucht, die euch in den nächsten Wochen vielleicht die eine oder andre Inspiration schenken.
Selbstverständlich sind auch die passenden Weinempfehlungen nicht vergessen worden.

Jetzt wünsche ich viel Spaß beim Lesen und Genießen.
Verbringen Sie mit ihrem Liebsten oder ihrer Liebsten eine schöne Zeit.


Eure Dorit Schmitt

P.S.: Mitte April erscheint das nächste Magazin. Darauf kann man sich heute schon freuen.


<< zum blätterbaren Magazin >>

Weine für die frische Frühlingsküche

Wie geht es Ihnen? Also ich kann es kaum mehr erwarten auf der Terrasse endlich wieder frische Kräuter zu ernten, die ersten Sonnenstrahlen und frühlingsfrische Gerichte zu genießen. Für viele unter uns beginnt die „vitaminreiche“ Schlemmerei während der Fastenzeit und spätestens zu Ostern darf es dann auch wieder eine schön rosa gebratene Lammkeule in Kräuterkruste sein.

Jetzt sind frischer Fisch, Salate und leichte Gemüsegerichte auf unserem Speiseplan zu finden. Und unter den Weingenießern stellt sich die Frage, welchen Wein kann ich dazu öffnen?

Hier ein paar Empfehlungen, die frühlingsfrischen Rezepte mit den passenden Weinen zu begrüßen.

Zu Salaten und Gemüsegerichten schmecken leichte Verdejo-Weine aus der Rueda. Wer diese Spanier noch nicht probiert hat, wird überrascht sein, mit welchen Aromenspektrum, diese Weine überzeugen: In der Nase feine Blüten- und Fruchtaromen und am Gaumen dann Citrus, Kiwi und Passionsfrucht, manchmal auch vegetabile Noten wie Spargel, Paprika und Fenchel. Sehr häufig trifft man in den Weinen auch Gewürzaromen wie Anis, Minze und frischen Kräuter an.

Auch der Sauvignon Blanc passt ganz wunderbar zu Speisen mit frischen Kräutern, da sich diese mit seiner Aromatik vortrefflich vereinen, ebenso verträgt sich Sauvignon Blanc zu Speisen, die „saurer“ und würziger sind.

Die vielschichtigsten Sauvignon Blancs stammen von der Loire, aus dem Ort Sancerre. Hier überwiegt in den Weinen die pikante Säure und eine elegante mineralische Aromatik, in der Noten von Citrus, Stachelbeere und Kräutern mitschwingen.
Die Rebsorte ist ein wunderbares Beispiel, wie unterschiedlich die daraus hergestellten Weine schmecken können. Da gibt es Weine mit fast penetranten Aromen von Stachelbeere, grüner Paprika, Spargel, Holunder und frisch geschnittenem Gras oder nach exotischen Aromen wie Honigmelone, Kiwi und Passionsfrucht. Auch Anklänge von Cassis lassen sich in den Weinen finden. Kein Wunder entstand doch im 18. Jahrhundert aus Sauvignon Blanc und Cabernet Franc der Cabernet Sauvignon.Diese Rebe hat ihren Siegeszug um die Welt angetreten.
In Neuseeland, Chile, Italien, Frankreich und mittlerweilen in Österreich und Deutschland findet man hervorragenden Sauvignon Blanc.

Übrigens: Wer Ziegenkäse liebt, für den ist ein Sauvignon Blanc in Kombination dazu unbedingt zu empfehlen.

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Und wie in jedem Magazin erwarten euch wieder wunderbare Rezepte und Anregungen zum Nachkochen. Viel Spaß und Bon appétit!

www.kochtrotz.de

www.razziescorner.com

planet-greta.blogspot.de
from-snuggs-kitchen.blogspot.de
Im Online-Shop von CHATEAU-et-CHOCOLAT sind viele der gezeigten Wein- und Feinkostangebote zum Bestellen für euch vorbereitet. Wie zum Beispiel köstliches Olivenöl, aromatisierte Öle, Balsamico-Essig und selbstverständlich Schokoladen fürs Osterfest.

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Dienstag, 26. Februar 2013

Schweizer Rüblitorte - einfach zu backen und schmeckt super

Zutaten
Für 12 Stücke
250 g Möhren
6 El Zitronensaft
6 Eigelb
250 g Zucker
1 Prise Salz
0,5 Zitrone,Schale (abgerieben,unbehandelt)
6 Eiweiß
300 g Mandeln (gemahlen)
75 g Mehl
150 g Aprikosenmarmelade
75 g Mandelblättchen
200 g Puderzucker
16 Marzipankarotten


1. Möhren schälen und fein reiben, mit 1 El Zitronensaft beträufeln. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Form fetten, mit Mehl bestäuben.
2. Die Eigelbe mit der Hälfte des Zuckers, dem Salz und der Zitronenschale schaumig schlagen. Die Eiweiße steif schlagen, den restlichen Zucker einrieseln lassen. Die Mandeln, das Mehl und die Möhren mit dem Eischnee auf die Eigelbcreme häufen, unterheben. Den Teig in die Form (26 cm) füllen. Im heißen Backofen etwa 50 Minuten backen und abkühlen lassen.
3. Die Marmelade erhitzen, durch ein Sieb streichen. Die Mandelblättchen rösten. Den Kuchen mit der Marmelade bestreichen, den Rand mit den Mandelblättchen verzieren. Den Puderzucker mit dem restlichen Zitronensaft verrühren. Gleichmäßig auf die Torte streichen. Mit Marzipankarotten verzieren.
Die Rüblitorte (Möhrentorte) ist ein typisches Schweizer Produkt. Dort und in den angrenzenden Grenzregionen ist die Rüblitorte bekannt und geschätzt. Die Rüblitorte schmeckt besser, wenn diese 2- 3 Tage steht, da die ganze Torte dann saftiger und durch die Möhren süßer schmeckt.








:-)) SUPER Gelungen - SUPER fein!!!